Blick in die Glaskugel – Wie RIESTERN funktioniert

Riester ist eine kapitalgedeckte Rente. Wie sowas funktioniert, zeigt ein Blick über den großen Teich. Das Finanzportal Bloomberg berichtete am 20.11.2012 über den Hausmeister Rick Thorne aus Massachusetts, der 22 Jahre Schulhausmeister war.  Er war auch in der Hausmeistergewerkschaft und diese Gewerkschaft erkämpfte schon vor langer Zeit sehr gute Löhne und Hausmeisterpensionen. Thorne verdiente 20 $ die Stunde, in 160 Stunden monatlich also etwa 3.200 $. Seine Pension beträgt 1.500 $ monatlich.

Massachusetts hat für die Rentenverwaltung den Pension Reserves Investment Trust, der auch die Renten in Rick Thornes Bezirk verwaltet. Dieser Trust hat dieselben Probleme wie unsere deutschen Lebensversicherungen und „verdient“ mit Zinsen auf Staatsanleihen kein Geld mehr, weil die Zinsen im Keller sind. Also suchte er neue „Geschäftsfelder“ und kaufte die Firma Amarak, die Gebäude bewirtschaftet, profitabel ist und mehr in den Rentenfonds ausschüttet. So kann der Rentenfonds seine Verpflichtungen noch eine Weile erfüllen.

In Massachusetts herrscht dieselbe Mißwirtschaft, wie überall auf der Welt. Geld wird für politischen Unsinn ausgegeben und für die eigentlichen Staatsaufgaben fehlt es. Die Schulverwaltung mußte Geld sparen und hat die Hausmeisterei an die Firma Amarak vergeben. Das kostet für 7 Schulen 841.000 $ jährlich, 400.000 weniger als vorher. So spart die Verwaltung, aber Rick Thorne bekam von Amarak ein Angebot, für 8,25 $ weiterzuarbeiten. So schließt sich der Kreis. Rick Thornes Rente wird aus seiner eigenen Lohneinsparung finanziert.

Kapitalgedeckte Renten wie Riestern sind Mist, wenn die Staaten überschuldet sind. Die Verwalter von Riesterprodukten weben an des Kaisers neuen Kleidern und die Politiker loben die Stoffe über alle maßen.

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