Warum brennt das Licht auf Kommissarbefehl ?

Wenn man die Sinnhaftigkeit der Brüsseler Ökodesign-Richtlinie prüfen will, so ist es erforderlich, die Kosten von Kompaktleuchtstofflampen mit denen von Glühlampen zu vergleichen: Zunächst Brenndauer und Einkaufspreis:

Glühlampe 60 W                                        1000 Stunden                     1 €

Kompaktleuchtstofflampe 14 W                 6000 Stunden                     7 €

Wieviele Jahre dauert es, bis 6000 Stunden abgebrannt sind? Gehen wir davon aus, daß die Lampe im Winter von 6 bis 7:30 und 16:30 bis 22 Uhr brennt,  im Sommer von 21 bis 22 Uhr, so ergeben sich durchschnittlich 4 Stunden pro Tag oder 4 x 365 = 1.460 Stunden im Jahr. Die Lampe hält 6.000 / 1460 Stunden = 4,11 Jahre.

Man braucht also 1,46 Glühlampen oder 0,24 Kompaktleuchtstofflampen pro Jahr. Daraus ergeben sich die jährlichen Lampenkosten:

Glühlampe                                       1,46 x 1 € = 1,46 €

Kompaktleuchtstofflampe               0,24 x 7 € = 1,68 €

Dem Stromverbrauch liegen die oben berechneten Stunden und die Eon-Preise 2012 zugrunde:

Glühlampe                           1.460 Stunden x 0,060 kW x 0,2588 €/kWh = 22,67 €

Kompaktleuchtstofflampe    1.460 Stunden x 0,014 kW x 0,2588 €/kWh = 5,28 €

Für die Entsorgungskosten wird eine Entfernung von 10 km zum nächsten Wertstoffhof angenommen.

Glühlampe                           0,00 €

Kompaktleuchtstofflampe 1.460 / 6000 Stunden x 20 km x 0,30 € / km = 1,44 €

Summe Jahreskosten:

Glühlampe                           1,46 + 22,67 + 0 = 24,13  €

Kompaktleuchtstofflampe   1,68 + 5,28 + 1,44 = 6,96 €

Ergebnis: Man kann die Beleuchtungskosten mit Kompaktleuchtstofflampen auf 29 % reduzieren. Wenn sich zum Schluß rausstellt, daß die neuen Lampen nicht solange halten, wie versprochen, werden es einige Prozente mehr, aber eine Einsparung wird bleiben.

Nach 6000 / 1460 Stunden = 4,11 Jahren muß man die Kompaktleuchtstofflampe entsorgen. Seit Oktober 2012 gibt es keine Glühlampen mehr. Im November 2016 nach 4,11 Jahren gehen statistisch die Kompaktleuchtstofflampen kaputt und müssen entsorgt werden. Nach den Erfahrungen mit Batterien und Farben werden die meisten im Hausmüll landen, weil kaum jemand weiß wo ein Wertstoffhof ist, und kaum jemand Zeit hat die Lampen dorthin wegzufahren. Das Schadstoffmobil, das in die Orte fährt, kann man leider vergessen, weil es während der Arbeitszeit entsorgt, wo die Leute weg sind. Das ist eine Entsorgungslösung für Rentner und Empfänger.

Was bringt das Glühlampenverbot volkswirtschaftlich? Wenn man annimmt, daß 41 Mio. Haushalte in Deutschland je 3 Lampen brennen, so werden mit 60-W Glühlampen 41 Mio x 3 x 0,06 kW x 1460 Stunden = 10,8 Mrd. Kilowattstunden jährlich verbraucht. Von der Gesamtstromerzeugung von 639 Mrd Kilowattstunden sind das 1,7 %. Nach der Umstellung auf die neuen Lampen sind es 0,4 %. Eine volkswirtschaftliche Bedeutung hat die Umstellung auf neue Lampen also nicht, zumal Glühlampen einen Teil der Energie in Wärme umwandeln und so im Gegensatz zu den Kompaktlampen zu Heizkostenersparnissen beitragen. Es bleibt ein Vorteil für den einzelnen Haushalt von 24,13 € minus 6,96 € = 17,17 € pro Lampe und Jahr, wenn man die Heizkostenersparnis mal wegläßt.

Wenn das so ist, warum läßt man den Bürger nicht selbst entscheiden? Was hat der Staat für ein Recht zu befehlen, wenn ihn das garnicht betrifft ? – ? Der Klimaschutz kann es ja nicht sein. Die Klimaschützer haben ihre Messungen manipuliert, um die Erderwärmung zu „beweisen“. Seitdem zieht das Argument nicht mehr.

Wenn die neuen Lampen für den Bürger so günstig sind, wie oben dargelegt, warum braucht es dann einen Kommissarbefehl aus Brüssel, um sie einzuführen?

Hier sind wir bei einem Grundproblem der Verbrüsselung unserer Gesellschaft. Eine kleine Schicht von abgefahrenen Brüsseler Überfliegern denkt, daß sie das Licht Ihrer Weisheit über das dumme Volk ausschütten muß und wendet Zwang an, wo in der Wirtschaft Werbung und in der Politik Überzeugung reichen würden.

Wir sind beim Kern der Entdemokratisierung des Staats angekommen. Die Brüsseler Politkommissare hat niemand gewählt. In Brüssel gibt es riesige Demokratiedefizite und ein Politikverständnis, was dem Bürger nichts zutraut, zumindest keinen Verstand.

Man hätte nach der Erfindung des Autos und der Eisenbahn auch Kutschen verbieten können. Hat man aber nicht gemacht. Man hat den Bürgern früher die Wahl gelassen, bis sie keine Lust auf Kutschen mehr hatten. Das war verglichen mit heute eine Welt der Freiheit und des Vertrauens in die Vernunft.

Seit 2012 haben wir Licht auf Befehl. Dieses befohlene Licht stinkt nach der Finsternis der Brüsseler Bürokraten-Tyrannei.

 

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