dpa zündet die Arschbombe


Die Deutsche Presseagentur dpa hat den russischen Präsidenten Putin kritisiert, weil die russische Staatsanwaltschaft einen fragwürdigen Tanz von Minderjährigen verboten hat. Nun ist es freilich üblich, daß sich Putin um alles selber kümmert, den letzten Beweis für den persönlichen Einsatz des Russenzaren bleibt dpa jedoch schuldig. Und wenn er es selbst war: wo er Recht hat, hat er eben auch mal Recht. Begleiten wir Konrad Kustos in das Reich fragwürdiger Kunstfreiheit.

Wie soll man diese Geschichte angesichts der vielen möglichen Blickwinkel erzählen? Die russische Staatlichkeit ist jedenfalls empört. Die deutschen Medien sind dadurch in ihrem pawlowschen Reflex noch viel empörter. Und Konrad Kustos meint, dieser ganze Empörungsmix ist nur der Ausdruck einer empörenden Normalität. Die Fakten: In einer russischen Tanzschule haben Mädchen einen sogenannten Bienentanz aufgeführt, bei dem sie dem Publikum während der Darbietung ihre Ärsche mehr oder weniger derb ins Gesicht geschoben haben. Die Staatsanwaltschaft und der Kinderschutzbeauftragte unterbanden dies wegen „obszöner Gesten“ und der Beteiligung Minderjähriger. Die Deutsche Presseagentur sah das als willkommene Gelegenheit, daraus eine neue Skandalgeschichte aus Putins dunklem Imperium zu schnitzen. Für Konrad Kustos, für den diese Mechanismen mittlerweile leidvoll zum Alltag gehören, ist der eigentliche Skandal die schmerzliche Dauer von geschlagenen sechs Minuten und 34 Sekunden einer peinlichen Nichtigkeit, die es im Internet innerhalb von zwei Tagen zu mehr als vier Millionen Klicks gebracht hat.

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Ein Kommentar zu “dpa zündet die Arschbombe

  1. Ich habe mich Mühe gegeben die „peinliche Nichtigkei“ anzuschauen. Über 6 Minuten, die viele Pädophile freuen würden. Und pariser „Crazy Horse“ dazu. Aber müssen es minderjährige in einem Schultheater tun? Der Staatsanwalt hat wohl Recht. Und dem Konrad Kustos ist jeder Anlass gut um Putin als Imbegriff des Bösen darzustellen. Das war schon bei ähnlich obszönen bussigen „Pussy Riot“ in der Kirche ähnlich…

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