Gut gemeint ist nicht gut gemacht


Die amerikanische Stadt Baltimore ist in die Schlagzeilen geraten. Ein Rauschgifthändler wurde bei seiner Inhaftierung offensichtlich tödlich verletzt. Nun brennt die Stadt. Rauschgifthändlerbanden  plündern Geschäfte und terrorisieren vor allem Chinesen und Araber.

Dabei hat die Bürgermeisterin mit dem Doppelnamen Stephanie Rawlings-Blake ein ganzes Spinnennetz von städtischen Therapieinstitutionen betrieben. Die Stadt quasi als großes Krankenhaus oder als omnipotente Psychiatrie. Eine Anti-Tierquäler-Aufsichtsbehörde, ein städtisches Fernsehprogramm, die Bürgerrechts- und Lohnaufsichtsbehörde, das Beschäftigungsamt, das Ethikamt, die Spanische Kommission, der Arbeitskommissar, die Kriegsdenkmälerkommission, die Frauenkommission, die Jugendkommission, ein Amt mit dem schönen Namen: „Steig auf, Baltimore!“, ein Amt für Frauenbeschäftigung, eins für Nachbarschaften und viele weitere Einrichtungen wachen über die Vermeidung jeglicher Benachteiligungen und Übergriffe. Das Jahr 1984 ist in Amerika wirklich schon gewesen.

Bessere Schulen, sichere Straßen, stärkere Nachbarschaften, wachsende Wirtschaft, sauberere und gesündere Stadt, innovative Verwaltung, das sind die Projekte der Bürgermeisterin.

Das Personal entspricht allen Grundsätzen der Antidiskriminierung. Der Polizeichef ist ein Schwarzer, genauso wie der jetzt gerade schwer beschäftigte Feuerwehrhauptmann. Die Arbeitsverwalterin, die Bibliotheksdirektorin, die Fernsehchefin, der Abteilungsleiter für Informationstechnologien, der Finanzdirektor, die Abteilungsleiterin für menschliche Ressourcen (was ist das zum Teufel für ein Amt?), der Amtsleiter für Nachbarschaften, die Amtsleiterin für menschliche Dienstleistungen (Prostitution?), die Verwaltungsdirektorin, die Direktorin des Minderheiten- und Frauenbüros, die Amtsleiterin für Gerechtigkeit, der Direktor für Erholung und Parks, der Chef für öffentliche Angelegenheiten und die stellvertretende Bürgermeisterin sind Schwarze. Zugesellt sind weitere Minderheitenvertreter wie eine spanische Direktorin im Amt für Immigranten und multikulturelle Angelegenheiten, eine chinesische Kommissarin in der Gesundheitsabteilung, ein chinesischer Direktor im Amt für öffentliche Arbeiten sowie ein arabischer stellvertretender Bürgermeister im Amt für Geschäftstätigkeiten. Der Stadtratsvorsitzende ist auch noch ein Schwarzer, genauso wie die Stadtratsmehrheit.

Wie grenzt man die Zuständigkeiten des Amtes für Nachbarschaften von dem für Multikulti ab? Und hat das Minderheitenbüro da nicht auch noch was zu melden? Die Verwaltung wirkt stark aufgeblasen und die Zuständigkeiten der oben genannten Beamten sind offensichtlich nur durch ein spezielles Amt für Geschäftstätigkeiten voneinander sauber abzugrenzen. Für jeden Minderheitenfurz gibt es ein Amt und ein Programm. Und dann geht der ganze Laden trotzdem in die Luft! Und es sind nicht die Minderheiten in der Stadt, die Ärger machen, sondern die schwarze Mehrheit.

Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr der Schmelztiegel, der aus allen Bürgern Amerikaner macht, die sich beim Abspielen der Nationalhymne verzückt ans Herz greifen. Die Großstädte werden zunehmend nach getrennten Ethnien bewohnt. Das kürzlich in die Pleite gerutschte Detroit ist beispielsweise eine fast rein schwarze Stadt geworden und auch Baltimore wird immer schwärzer. Man zieht trotz allem Multikulti zusammen und sucht die Nähe zu Gleichgesinnten.

Die Bürgermeisterin hat sich wirklich Mühe gegeben, Schlimmes zu verhindern. Ich würde ihr als Kollege einen Ratschlag geben: Die Verwaltung muß stark gestrafft werden, wenn etwas herauskommen soll. Die Vielzahl von Ämtern riecht nach Versorgungsposten, Kompetenzwirrwar und Postenschacher. Eine Senkung der kommunalen Abgaben und mehr Eigeninitiative der Einwohner wären die Folge einer Reform.

Der Pastor Jamal Bryant sagte beim Trauergottesdienst für den umgekommenen Rauschgifthänder Freddie Gray: „Dies ist nicht die Zeit, an der Straßenecke zu sitzen und Whisky zu saufen, seine Zeit mit Lotterien und Pferdewetten zu vergeuden und mit runtergerutschen Hosen rumzulaufen“.

„Raff Dein schwarzes Selbst auf und verändere diese Stadt!“, forderte der Prediger. Die Botschaft ist von den Adressaten als Aufforderung zur Brandstiftung und Plünderung etwas mißverstanden worden, aber im Prinzip ist sie richtig. Rafft euch auf, Jungs!

Ein Kommentar zu “Gut gemeint ist nicht gut gemacht

  1. Wenn es mit den vielen Ämtern und Posten wirklich stimmt, dann ist die Stadt Baltimore in den USA, deutschen Großstädten, Landkreisen und Bundesländern weit voraus in der Gleichstellung und Gleichbehandlung von schwarzen Mitbürgern. Diese Informationen sollten auch unsere hochverehrten MdB aller Parteien und die EU erhalten, denn nur durch die Schaffung von Institutionen und Posten als Hilfen zur Integration von Afrikanern und Arabern, wird Europa, wird die BRD auf dem Weg in die multikulturelle, multiethnische, multireligiös islamische und wertefreie Gesellschaft erfolgreich sein. Baltimore darf es im Land BRD nicht geben und es darf kein Farbiger, türkischer oder arabischer Drogenhändler durch Polizeigewalt zu Tode kommen, deswegen sollte der Drogenhandel legalisiert werden und den Drogenhändlern die Gewerbeerlaubnis erteilt werden. Dann fliesen nicht nur Gewerbesteuer- und Umsatzsteuereinnahmen, auch die Drogenkriminalität wäre abgeschafft und die Drogenkonsumenten wären glücklich und künftige Wähler, ab 16 Jahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.