Kernkraft – Ja, Windkraft – Nein, danke!


Der Sozialdemokrat Robert Fico ist als Ministerpräsident der Slowakei eine der Leitfiguren des europäischen Widerstands gegen die arroganten Brüsseler Politkommissare, die unter dem Kommando der Berliner Reichskanzlei stehen. Die Slowakei, Rumänien, Ungarn und Tschechien haben gemeinsam gegen die innereuropäische Asylantenverschiebung gestimmt. Aber nicht nur im Kampf gegen den Marsch in den Asylstaat wehrt sich die Slowakei gegen die finsteren Merkel-Machenschaften, sondern auch auf dem wichtigen Gebiet der Energiepolitik.

Während Deutschland nachhaltig instabile Energiequellen wie Wind und Sonne bevorzugt, verfolgt die Slowakei, wie übrigens alle Ostländer, eine solide Wirtschafts- und Energiepolitik.

Die Slowakische Republik hatte 2014 einen Plan zur Energiepolitik erarbeitet, in dem die energiepolitische Marschroute bis 2035 definiert wurde. Die energiepolitischen Ziele konzentrieren sich auf die Energieautarkie des Landes und auf den zukünftigen Energieexport, insbesondere von Elektrizität. Zentraler Punkt der Energiepolitik ist die Nutzung der Kernenergie. Energie soll zuverlässig und kostengünstig erzeugt werden.

Die Richtlinie 2009/28/EG setzte für jeden EG-Mitgliedstaat den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch fest, der bis 2020 erreicht werden muss. Die Slowakische Republik ist verpflichtet, bis dahin einen Anteil von erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 14 % zu erreichen.

2005 betrug dieser Anteil 6,7 %. Die Anteile einzelner Energieträger am Bruttoinlandsverbrauch der Slowakei betrugen 2012: Erdgas 26 %, Kohle 21 %, Kernbrennstoff 24 %, Erdöl 20 %, erneuerbare Energieträger samt Wasserenergie 9 %. Die Slowakei ist nahezu zu 90 % von Importen primärer Energieträger abhängig: Kernbrennstoff zu 100 %, Erdgas zu 98 %, Erdöl zu 99 % und Kohle zu 68 % Holz gibt es dagegen reichlich.

Die Biomassenutzung in der Wärmeversorgung, das heißt die Holzverbrennung nimmt die höchste Priorität bei der Fortentwicklung der erneuerbaren Energieträger ein. Der Aktionsplan für erneuerbare Energie soll es ermöglichen, dass der Anteil erneuerbarer Energieträger am Stromverbrauch von 19 % im Jahr 2010 auf 24 % im Jahr 2020 ansteigt.

Die Wasserkraftnutzung wird voraussichtlich zum Zankapfel mit der Republik Österreich werden. Wasserkraft stellt in der Stromerzeugung der Slowakischen Republik derzeit die wichtigste erneuerbare Energiequelle dar. Mit einer installierten Kraftwerksleistung von ca. 2.700 MW deckt die Wasserkraft im Jahresdurchschnitt 18 % des slowakischen Strombedarfs. Für den Ausbau der Wasserkraft gibt es Pläne im Großwasserkraftwerksbereich.  Das Projekt Staustufe Wolfsthal-Bratislava der Donau ist nur im Einvernehmen mit dem Nachbarland Österreich herstellbar.

Die Slowakei verzichtet auf den Ausbau der nachhaltig instabilen Energien. Die installierte Leistung der Windkraftanlagen liegt bei ganzen 3 MW. Der weitere Ausbau der Photovoltaik soll dezentral erfolgen, hauptsächlich durch die Nutzung von Dachflächen. Für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 10 kW soll es keine Förderung mehr geben. Ziel ist es, dass bis 2020 die Stromerzeugung aus Sonnenenergie dezentralisiert erfolgt, und lediglich zur Deckung des Eigenbedarfs der Gebäude dient. Eine Belastung der Stromnetze durch Flatterstrom ist nicht geplant und läßt sich ohne Gaskraftwerke als Kraftwerksreserve auch nicht realisieren.

Bei der Stromerzeugung nimmt die Kernenergie mit einem Anteil von 55 % im Jahr 2012 eine beherrschende Stellung ein. In Bezug auf die Stromerzeugung bis zum Jahr 2035 wird die Inbetriebnahme der Blöcke 3 und 4 im Kernkraftwerk Mochovce mit einer installierten Leistung von jeweils 471 MW geplant. Die Errichtung weiterer Kernkraftwerksblöcke in Bohunice mit einer Leistung von 1.200 MW bis 2.400 MW wird für den Zeitraum nach 2025 in Erwägung gezogen.

Es ist bis 2035 ein deutlicher Anstieg der Stromerzeugung aus Kernenergie vorgesehen. Ausgehend von einer Kernenergieerzeugung von 15,5 TWh im Jahr 2012 soll durch derzeit in Bau befindliche bzw. perspektivisch angedachte Blöcke bis 2035 die Kernenergieerzeugung auf 24,3 TWh oder mehr erhöht werden. Sollte die Laufzeit des KKW Jaslovske Bohunice verlängert werden, würde die Stromerzeugung aus Kernkraft 31,9 TWh erreichen.

Durch die von Brüssel praktizierte Klimareligion, die sinnlose Vermeidung von CO2, werden diejenigen Staaten, die noch eine rationale Energiepolitik betreiben in die Kernkraft gezwungen. Nur Polen leistet dagegen harten Widerstand und will bei seiner Kohle bleiben. In vielen anderen Ländern, so in Finnland, Frankreich, Weißrußland und Tschechien wird der Ausbau der Kernkraft energisch betrieben, und eben auch in der Slowakei.

Die deutschen Grünen haben verbissen gegen die Kernkraft gekämpft und den Ausstieg in Deutschland schon fast erreicht. Rund um Deutschland entstehen nun neue Kernkraftwerksblöcke, vor allem im Osten. So erfolglos wie Don Quichotte gegen Windmühlen kämpfte, arbeiten sich die deutschen Grünen, allen voran Frau Bundeskanzler Dr. Merkel an der Kernenergie ab. Die Geister, die man loswerden wollte, hat man mit dem CO2-Wahn erst beschworen. So konsistent ist grüne Politik. Sie kostet einen Haufen Geld – alles für die Katz, die selbst gesetzten Ziele werden verfehlt, wie man sieht.

Die vernünftigen Deutschen sollten den Kampf der Osteuropäer gegen  Windkraft und Photovoltaik unterstützen, genauso wie ihren Kampf gegen den totalen Asylstaat.

Literatur:

Ministry of Economy of the Slovak Republic: Draft Energy Policy of the Slovak Republic, Oktober 2014

 

 

6 Kommentare zu “Kernkraft – Ja, Windkraft – Nein, danke!

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  2. Und wie genau denkt man dort die abgebrannten Brennelemente in den Griff zu bekommen?
    Die Dinger strahlen noch Millionen von Jahren. Alles was bisher unternommen wurde bedeutet maximal eine Verlagerung des Problems. Siehe La Haguem oder Sellafield. Der Dreck wird letzlich wie vor 30 Jahren massiv im Meer entsorgt oder in die Luft geblasen (den Dreck aus La Hague kann man hier in der Luft nachweisen).
    Also wir bauen ein Flugzeug und fliegen mallos, aber am Zielort gibt es keine Landebahn – na dann…

    • Autsch. 30 Jahren sind Zeit genug sich mit den Fakten rational zu befassen. Aber gegen eine dümlichen Zeitgeist kommt die größte Klugheit nicht an. Habe Spaß mit den geistigen Nachfolgern der Jungreformisten und anderen Freikultfetischisten. 😉

  3. Herr Prabel,
    es ist für mich eine Freude gewesen Ihren Artikel zu lesen. Danke!
    Einige der kritschen Kommentare zeigen mir, dass Jahrzehnte „grüner Desinformationspolitik“ Früchte tragen.
    Wann haben wir den letzten Artikel zur Wasserstofffusion, zum EPR Atomreaktor gelesen?

    Dafür werden 19.000 Todesopfer der Fukushima Katastrophe, lt. WHO 3 Personen dem Leser vorgelogen. Das waren Tsunami Opfer.
    Vor 30 Jahren konnte eine Firma Siemens ein komplettes AKW bauen.
    Heute geht die deutsche Fachkompetenz im AKW Bau langsam aber sicher gegen Null.
    Die Möglichkeit derTransmutationsbearbeitung der Rückstände wird in Deutschland gar nicht mehr erforscht.

    Es ist ein Elend, wenn die Regierung in 10-20 Jahren den Fehler des Atomausstiegs erkennen sollte, sind wir im AKW auf dem Stand eines Enwicklungslandes.
    Armes Deutschland!
    Mit freundlichem Gruß
    H.Bruderreck Dipl.Ing.(FH) mult. em.

  4. Sehr geehrter Herr Prabel,
    Grüne Energie wie in Deutschland betrieben ist ein politisches Konstrukt einer postkapitalistischen Zentralplanwirtschaft. In den nächsten 10 Jahren werden wir weitreichende Folgen einer Destabilisierung des Landes zu sehen bekommen. Wenn das hart ersparte Haus plötzlich nichts mehr wert ist kapiert es auch der Dümmste Deutsche.

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