Knapp an der Diktatur vorbei


Bürgermeister Müller (SPD) sagte vor der Berlin-Wahl: „10 bis 14 Prozent für die AfD wären ein Zeichen für den Wiederaufstieg der Nazis“.

Na, da haben wir ja noch mal Glück gehabt. Die AfD hat etwas mehr als 14 % der Stimmen bekommen, genau 14,2 %, so daß die Nazi-Gefahr gebannt ist. Das war knapp!

Bei 10 bis 14 % hätten die Bionade-Demokraten sicher ihre Berlin-Reisen storniert, die Hotels ständen leer, die Nutten in Mitte würden sich die Beine in den Bauch stehen und die Rauschgifthändler am Kotti würden nichts mehr verticken.

Roland Tichy höhnte: „So schnell wird, wer nicht SPD wählt, zum Nazi. Dabei übersieht der Nazi-Macher, wie sehr er zur Verharmlosung der Nazis und ihrer Verbrechen beiträgt. Wenn so viele harmlose Bürger, deren einziges Vergehen darin besteht, nicht mehr SPD wählen zu wollen oder deren designierte Koalitionspartner, Nazis sind, dann kann es ja nicht so schlimm sein. Inflationärer Gebrauch entwertet auch Begriffe. Vielleicht sollten sich alle demokratischen und antinazistischen Kräfte dazu aufraffen, solche infantilen Sprüchemacher auszugrenzen. Und da bekanntlich ca. ein Viertel der AfD-Wähler von der SPD kommen – ist die SPD eigentlich eine Brutstätte für Nazis?“ Wahrscheinlich schon!

Das ganze verquere Weltbild von Bürgermeister Müller enthüllte sich in folgendem TAZ-Zitat: „Schulterzucken? Zehn bis vierzehn Prozent sind egal? Sie sind es nicht. Sie werden auf der ganzen Welt als ein Zeichen des Wiederaufstiegs der Rechten und Nazis in Deutschland gewertet werden. Berlin ist nicht irgendeine Stadt. Berlin ist die Stadt, die sich von der Hauptstadt Hitlers und Nazi-Deutschlands zum Leuchtturm der Freiheit, Toleranz, Vielfalt und des sozialen Zusammenhalts entwickelt hat.“ Honecker und die SED waren für den Bürgermeister keine Erwähnung wert. Auch nicht der Umstand, daß der intolerante Berliner „Leuchtturm der Freiheit“ finanziell am reaktionären bayrischen Tropf hängt.

Vermutlich weil Müller mit der Stacheldrahtpartei „LINKE“ koalieren will, um Bürgermeister zu bleiben. Müller ignoriert, daß LINKE und NSDAP sich beide aus den denselben Fantastereien des deutschen Idealismus der Spätkaiserzeit und der Weimarer Republik entwickelt hatten. Personell und ideengeschichtlich. Daß es kulturell und machtpolitisch keinen Unterschied zwischen beiden Parteien gab. Warum die SPD mit der LINKEN koalieren darf? Und mit der NPD nicht? – Völlig unklar!

Nach der strengen Bestrafung von SPD, CDU und Grünen durch die Berliner Wähler sollte man die Hauptstadt keinesfalls meiden, sondern öfter mal besuchen. Jeder siebente Berliner, der für die AfD gestimmt hat, ist ein Freiheitskämpfer wie wir!

2 Kommentare zu “Knapp an der Diktatur vorbei

  1. Moin Herr Dr. Prabel!

    Als Zahlenmensch, und gut erholt, haben Sie doch sicher eine gründlichere Wahlanalyse in Arbeit, nich wahr? 🙂

    mfG!

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