Kann alles frisiere, hab keine Papiere


Wer erinnert sich nicht an das italienfeindliche Lied „Strada del Sole“ von Rainhard Fendrich, in dem er 1981 bejammerte, daß er nachdem seine Freundin mit einem Papagallen durchgebrannt war, keine Lire und keine Papiere mehr hatte.

Das Liedchen fiel mir wieder ein, als ich las, daß die sogenannten „Flüchtlinge“ zu über 70 % ihre Papiere weggeworfen haben. Ich habe also Fendrichs Lied mal ins Deutsche und in unsere heroische Zeit übersetzt. Nur „Ragazze“ habe ich aus reimtechnischen Gründen nicht wegbekommen und muß es noch erklären. Das sind Mädchen. Im alten Österreich wußte man das noch. Ist halt nah an Italien.

Ich steh vorm Lageso und drängle brutale
Die Füß tun mir weh, in meiner Sandale
Die Frau ist daheime mit ihrem Schicksale
Mein Geld hat der Schleuser, alles totale
Ich leb im Quartiere und trink viele Biere
Kann alles frisiere, weg sind die Papiere

Ich will auf ein Selfie mit Frau Dr. Merkel
Die ist so teflon wie ein Tuberkel
Keine Katze krault mir die Glatze
Und keine Ragazze auf meiner Matratze
Da mach ich Randale, das ist ein Skandale
Kann alles frisiere, weg sind die Papiere

5 Kommentare zu “Kann alles frisiere, hab keine Papiere

  1. Mein eigener unvollständiger Jahresrückblick

    Von nicht wenigen, wirklich schlimm Erkrankten, derer, die schon länger hier leben, höre ich wöchentlich, wie sie um Ansprüche (Reha, Kur nach schwerer Krankheit etc.) der zuständigen Krankenkassen kämpfen müssen. Meine Empfehlung hierzu: „Werfen sie den Pass weg und geben sie sich als minderjährig aus. Dann „werden sie“ geholfen.“ Das kann man mir als bösen Zynismus vorwerfen. Aber die Reaktion derer ist immer ein Lachen darüber, inkl. Kopfnicken. Den Humor haben sie verstanden, auch wenn er etwas britisch ist. Dies zeigt, dass sie Realität und Wolkenkuckucksheim voneinander trennen können, dass sie gesunden Menschenverstand besitzen. (By the way, ein Umstand, den ich in angelsächsischen Regionen weiter verbreitetet vermute als hier, insbesondere in der Öffentlichkeit) Also eine Fähigkeit, die nicht wenigen führenden Protestanten der Berliner Elite-Regierung vom Herrn nicht geschenkt worden ist. Man kann denen die Abwesenheit eines common sense, gesunden Menschenverstandes, nicht absprechen.
    Tendenziell beobachte ich, wie Mitarbeiter unterer Behörden mit der Faust in der Tasche das durchführen, was sie meinen von oben („politische Amtsträger und/oder Dienstvorgesetzte“) als gewollt vorgegeben zu sein oder vorgegeben wird. Widerstand ist hier auch im Kleinen nicht wirklich erkennbar, obwohl rechtlich noch ohne Lebensgefahr möglich.
    Ich bin viel zu jung, um hier etwas von früher berichten zu können. Aber so ähnlich stelle ich mir auch die Entwicklung in die damalige braune Diktatur vor, die noch ihre Fortsetzung unter roter Flagge fand.
    Ich bezweifle, dass wir, die Deutschen, in der Lage sind sich ohne fremde Hilfe zu verteidigen, geschweige selbst vom „Joch“ zu befreien.

    Hierzu fällt mir ein Witz ein:
    Es ist Winter, Straßen und Gehwege sind glatt. Kommt ein Engländer des Weges, rutscht plötzlich aus und fällt hin. Steht wieder auf, erkennt das nichts Schlimmes passiert ist und geht weiter. Etwas später kommt ein Franzose. Auch er fällt an gleicher Stelle hin. Steht auch wieder auf, erkennt das nicht Schlimmes passiert ist und geht seines Weges.
    Kurz danach kommt ein Deutscher. Auch er rutscht an der gleichen Stelle aus fällt bäuchlings hin. Er bleibt liegen. Hebt seinen Kopf und schaut wer nun daran schuld sein könnte.

    Frohe Weihnachten und guten „Rutsch“ ins Neue Jahr.

    Vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge, lieber Herr Prabel.

    P.S.:
    Ihr „Brandsatzbuch“ habe ich auf Empfehlung von Frau Lengsfeld vor einiger Zeit gekauft und „verschlungen“. Es verschlägt einem die Sprache.

    • Sie schreiben, Sie wären zu jung um etwas von früher berichten zu können. Vielleicht hilft Ihnen in Kurzfassung, was ich noch von meinen Eltern und Großeltern mitbekam (so wie ich es einst hörte, im alten GE-Slang):
      Großvater ohne Maloche und kaum Stütze, die viel zu kleinen Buden in heruntergekommenen Mietskasernen saukalt, der Stall voll hungernder, unterernährter, jammernder, kränkelnder Blagen, kaum was zu fressen und schlechte, winteruntaugliche Klamotten. Die „Alte“ bekam etwas auf’s Maul, wenn sie wieder einmal schwanger war. Also ab zur „Engelmacherin“ in der Nachbarschaft, Stricknadel und Kernseife waren mitzubringen. Leben auf Pump, wenn es überhaupt bei Tante Emma noch etwas „auf langen Bleistift“ gab. Bittere Armut und keine Aussicht auf eine bessere Zukunft. Viele Männer und Väter verzweifelt auf der Suche nach Gelegenheitsarbeiten.
      Nix Hartz4, Kindergeld oder kurz zum Sozialamt, stattdessen gelegentlich mal in die lange Schlange einer Suppenküche mit lauwarmen Gemüsewasser-Ausschank.
      Dann kam Hitler, und fast ein Jeder hob die Hand zum Gruß. Dummheit, politisches Desinteresse, Wegschau-Mentalität, Gleichgültigkeit oder pure Verzweifelung, ich kann möchte und würde darüber nicht urteilen. Das Ende ist bekannt, was danach kam auch.
      Nicht aber, was ohne politische Kurskorrektur noch kommen wird.

      HEUTE:
      Es gibt Mindestlöhne, Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit usw. und dazu sogar wieder Armut in Deutschland. Doch auch ohne Arbeit und verkümmertem Leistungswillen sind die Buden meist warm, kaum jemand muß hungern, der Kühlschrank ist selten leer, der Fernseher läuft rund um die Uhr und der gelangweilte und überbehütete Nachwuchs verblödet an den importierten Spielkonsolen derer, die ihren eigenen Nachwuchs zielgerichtet auf ein Leben im Kreis einer geistigen Elite vorbereiten weil sie wissen, daß ohne Bildung und Ausbildung in Zukunft nichts mehr läuft.
      Ein großer Anteil des Volkes ist überversorgt, satt, politisch desinteressiert und wahrscheinlich durch den Wohlstand verblödet. Das gesamte Volk aber ist mittlerweile politisch entmündigt und wird dominiert von arbeitsscheuen Linken, realitätsfeindlichen Grünen, Umverteiler-Sozis und Merkels hörigen Paladinen, die den Rechtsstaat für ihre Zwecke mißbrauchen und die Demokratie vorsätzlich zu einer Diktatur des politischen Grauens, der Unfähigkeit, des Unvermögens und des Umvolkens verkommen lassen. All das wird dem Volk von erbärmlichen Polit-Parasiten und Wirtschafts-Lobbyisten als „politisch korrekt“ verkauft. Andersdenkende werden zwecks Machterhalt politisch und medial diskreditiert, verleumdet und zu Rechtspopulisten bzw. Nazis erklärt, im Extremfall sogar um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht. Im Vergleich mit diesen richtungsweisenden Propagandafürsten könnte man Joseph Goebbels als Freizeit-Laienprediger betrachten, weil deren rhetorische Stilmittel und verbale Ergüsse medial forciert und andienend manipuliert weitaus hinterhältiger auf das Volk einprasseln, als es mit der „Goebbels-Schnauze“ jemals möglich gewesen wäre.

      Hitler führte ein verarmtes, notleidendes und überwiegend gutgläubiges Volk in den Untergang, ohne Zweifel. Die Geschichte scheint sich nun zu wiederholen. Allerdings mit einem relativ im Wohlstand lebenden, überversorgtem bzw. sattem Volk, gleich einer Herde gutgläubiger und folgsamer Schafe. Was aber veranlasst ein Volk nur, ohne zwingende Notwendigkeiten einen solchen Weg zu gehen?

        • Ach mein Hans,

          erst einmal ein schönes Fest und eine Geschichte, wie die Deutschen auch sind/waren.
          Wir waren zu Hause 7 (3 weitere haben den Weg auf die Welt nicht geschafft) mein Vater war mit 14 Jahren in die Kriegsgefangenschaft geraten, meine Mutter wurde als 16-jährige als Krankenschwester mit einem Güterzug voll Kriegswaisen (Alter einige Monate bis 4 Jahre) aus Schlesien evakuiert. Kurz vor Sachsen dann kamen die polnischen Partisanen.
          Meine Mutter war eine von wenigen die es überlebte.
          Mein Vater traf nach seiner Flucht von den Nordseeinseln, wo er Mienen entschärfen musste, meine Mutter in Uran-Annaberg!

          Hier wurde auch meine älteste Schwester geboren.
          Das hieß mein Vater und meine Mutter wurden entlassen. (Die Russen wollten keine verheirateten, die waren meist nüchtern und zu vorsichtig bei der Arbeit.)
          Sie zogen also in Altmark da gab es (Knochen-)Arbeit in der Wische.
          Meine Eltern sagte immer zu mir „Junge lerne gut wir können die nichts vererben“ und „Kochen und nähen und stricken muss Du auch lernen wenn du mal zur Marine kommst“.
          Meine Mutter war die liebste, treust und beste Frau/Seele die je kennen gelernt habe.
          Ich war 12 als mein Vater starb (Uran-Krebs er hatte sich also direkt totgearbeitet) auf dem Totenbett sagte er zu mir „Junge musst nicht weinen, ich habe es ja für euch getan. Ich wollte das es euch besser geht.“
          Und es stimmte: 16 Stunden am Tage, 12 im Geschäft (ein zerbombtes Gasthaus) und 4 auf dem Feld, von den Lebensmittelmarken konnten wir ja nicht leben.

          Was soll ich diesen Menschen vorwerfen? Sie sind bereits gestorben aber sie sind immer noch meine Vorbilder.
          Ich habe auf ihren Rat gehört, gelernt und gearbeitet und selber Kinder bekommen und ja es geht mir besser und meinen Kindern und Enkel… Was geholfen das war die Erinnerung an meine Mutter wenn sie mir über Haar gestrichen hat, mich drückte und in ihrer schlesischen Mundart sagte: „Ach was bin ich froh das ich dich hab!“.
          Und wenn der Job wiedermal so verdammt hart war höre ich heute noch meinen Vater: „Was ein Mann beginnt das bringt er auch zu ende!“
          Oder „Fange nicht erst an wenn du es nicht richtig machen willst“

          Meine Söhne und meine Enkel lauschen immer mit großen Augen wenn ich aus diesen Zeiten erzähle, und manchmal kommt „jetzt flunkerst du aber“ und dann schauen wir uns alte Fotos an und Filme und Bücher und ich habe immer noch noch meine Geschwister (wenn auch nicht mehr alle) die es dann ergänzen können.

          Das Erzählen und die große Familie macht meine Kinder und Enkel immun gegen die Lügen und Täuschungen der falschen Eliten.

          Ein Volk das seine Geschichte, Kultur, Traditionen, Mythen und Sagen nicht kennt, hat auch keine Zukunft.
          Und wenn dann auch noch die Hoffnung auf Besserung fehlt und der Glaube an die eigenen Kraft, die Ehre und der Stolz, (Mutter: Junge also neue Sachen können wir dir nicht kaufen, aber das sie sauber sind und ordentlich geflickt das können wir, immer.) der Glaube und die Hoffnung das man es schaffen kann, ja dann ist ein Volk, egal ob satt oder hungrig, ohne Zukunft.

          Wir müssen unserem Volk den Glauben an die eigene Kraft, Stolz, Mut wieder geben.
          Unsere Kinder unser Volk müssen wissen wofür und das es sich lohnt, dann werden sie auch kämpfen.

          Und damit sind wir beim dem was Weihnachten in Familie eben auch ausmacht Gespräche, Familiengeschichte, Tradition, das Wissen was war war, was kommt und das es aus Liebe Hoffnung gibt.

          Ich wünsche Dir lieber Hans und unserem ganzen Volk Liebe, Glaub, Hoffnung, kurz Zukunft!

          • Danke Paule für Deine Geschichte, beide wissen wir wohl wovon wir reden und nicht wenige Eindrücke und Erlebnisse teilen wir gemeinsam. Das mit den geflickten Sachen war auch mein Los, ich war das Dritte von Fünf 😉. Auch mein Vater konnte nach seiner Gefangenschaft nicht mehr heim, er kam aus Ostpreußen und so war für ihn der Pütt angesagt. Meine Mutter war aus Gelsenkirchen. Gleich Dir hatte ich gute, fürsorglliche Eltern, mit denen ich leider das Weihnachtsfest nicht mehr gemeinsam verbringen kann. Mein Vater hätte heute Geburtstag, es steht also gleich noch der Gang zum Friedhof an.

            Ich wünsche auch Dir, Deiner Familie und allen Mitmenschen ein beschauliches, friedliches und schönes Weihnachtsfest.
            Viele Grüße

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