Die Phänomenologie des Spitzbarts


Edmund Husserl begründete den Zweig der Philosophie, wonach den Ausgangspunkt der Erkenntnisgewinnung die unmittelbaren Gegebenheiten von Erscheinungen bilden.

Heute wollen wir uns mal mit den Erscheinungsformen des Spitzbarts befassen. In meiner Kindheit war der Spruch „Spitzbart, Bauch und Brille, das ist nicht des Volkes Wille“ sehr populär. Er bezog sich auf Walter Ulbricht. Einmal war ich im Kino und im „Augenzeugen“, dem obligaten politischen Vorfilm, wurden Ulbricht und Nikita Chrustschoff in einem Maisfeld gezeigt. Damals lief gerade die Kampagne „Mais – die Wurst am Stengel“ und beide wollten das Wachstum auf dem Feld prüfen. Da rief ein Flimfreund in die Dunkelheit: „Jagt den Ziegenbock aus dem Maisfeld!“. Der Hauptfilm wurde zur Strafe abgesetzt.

Der preußische Staatsphilosoph J.G. Hegel hatte 1807 seinen Wälzer „Die Phänomenologie des Geistes“ herausgebracht. Ein Briefmarkenfreund hat jetzt eine Marke zur Phänomenologie des Spitzbarts und der Brille veröffentlicht. Sehr interessant. Alles wiederholt sich. Wir sind in einem ewigen Kreislauf gefangen, wenn wir den Ziegenbock nicht aus dem Bundestag jagen….

 

4 Kommentare zu “Die Phänomenologie des Spitzbarts

  1. Sehr geehrter Herr Prabel,

    bei Kommentaren über die SPD müssen Sie sich angewöhnen die Uhrzeit dazuzuschreiben. Panta rhei. 16:00

  2. Wenn man den aktuellen Meldungen Glauben schenken darf, hat es sich ausgeschulzt. In Zukunft wird er wohl hoffentlich nur noch in Würselen Unheil anrichten können.

  3. Apropos „Augenzeuge“. Als Jungspund war ich so 1967 mal im Kino Skala in der Schönhauser Allee. Augenzeuge lief schon, als ich reinkam. Unmöglich irgendwas zu verstehen, ohrenbetäubendes Tohuwabohu, aufgeblasene Frommse flogen herum, das Jungvolk über „Tische und Bänke“.

    Zickenheinrich kam ins Bild. Plötzlich Totenstille. Aber nur eine Sekunde. Dann, wie auf Kommando, wie eingeübt, ohrenbetäubender Beifall, und zwar exakt so lange wie die Ziege nuschelte. Wieder kein Wort zu verstehen.

    Tya, es gab schon Zeiten, da hatten auch die Berliner Stil.

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