Die Angst vor dem Monatsende

Wenn der Diesel zu teuer ist, sollen sich die Leute doch ein Taxi nehmen. So verständnisvoll ist etwa die Einstellung der Pariser Eliten.

Eine Gelbe Weste führte die grüne Medienpropaganda gegen das Auto ad absurdum: „Ich habe keine Angst vor dem Weltende, sondern vor dem Monatsende.“ Kann ich gut verstehen. Als ich jung war, war eine Woche vor dem Zahltag der Kühlschrank immer leer.

Die Empörung über die Kraftstoffpreiserhöhung hat sich noch nicht ganz gelegt. Heute wieder gelbe Westen in Paris.

3 Kommentare zu “Die Angst vor dem Monatsende

  1. Super Interview mit Cohn-Bendit im Spiegel. Fazit: die armen Bauerntrottel sollen sich nicht so haben, weil ja die Welt gerettet werden muss.

    „Ich stelle fest, dass sich ein Teil Frankreichs neu artikuliert, der sich vergessen fühlt und mit der Dynamik der modernen Gesellschaft nicht zurechtkommt.“

    „Die Leute, die demonstrieren, sagen ihm, sie kommen mit ihrem Geld bis zum Monatsende nicht aus. Oft ist das nachvollziehbar. Andere sagen ihm, sie fürchten das Ende der Menschheit, wenn man nicht mehr fürs Klima tue. Also diskutieren die Franzosen heute, ob sie mehr Angst vorm Ende des Monats oder dem Ende der Menschheit haben.“

    Ende der Menschheit, Ende des Monats. Dany hat´s drauf!

  2. Die Dynamik der modernen Gesellschaft. So so. Es kommte mir eher so vor, als wenn da Kostgänger diejenigen, die sie finanzieren, beschimpfen. da unsere westlichen Gesellschaften aber jetzt schon überaltert sind, gibt es leider schon heute nicht mehr genug Potenzial für ne Revolution. So mit Guillotine für die Feudalherren und so. Aber in dreißig, vierzig Jahren ist das sowieso alles vorbei. In der islamischen Gesellschaft gibt es nämlich keine Bobos.

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