Die Schickeria verhöhnt uns


Seit vielen Jahren führt der Regisseur Klaus Lemke seinen Kampf gegen die deutsche Filmförderung. Da bestimmen Insider, wer Kohle für seine abgefahrenen Ideen bekommt. Wenn die Sozialdemokraten in Rumänien korrupt sind, regen sich der Ischiaspatient Juncker und die deutsche Rudelpresse auf. Wenn in Germanien gefördert wird, ist das auch Korruption.

Die meisten Künstler in Deutschland hängen auf die eine oder andere Weise am Staatstropf und müssen den Mächtigen zum Munde singen, reden und schreiben. Oder ihnen irgendwelche Kränze flechten.

Es gibt fast keinen Schauspieler mehr, der nicht entweder von GEZ-Gebühren, von Theatersubventionen oder von der Filmförderung lebt. Selbst wenn ein Film im Kino mal tief schwarze Zahlen schreibt, stecken in der Regel Steuergelder drin. Filme werden neu gedreht, weil in der alten Fassung jemand geraucht hat, weil kein Schwuler drin vorkam oder weil eine Frau einen Scheuerlappen in der Hand hatte. Eine permanent laufende von den Schaffenden gefütterte Bereicherungsmaschinerie.

Das Medienboard Berlin-Brandenburg gewährte für den Heimatfilm „Berlin I love jou“ eine Produktionsförderung in Höhe von 380.000 Euro. So sollen unabhängige auf Filmfestivals erfolgreiche Filme gedreht werden?

Kürzlich ist ein Trailer – also ein Werbeauftritt – zu dem erwähnten Film aus elf Episoden aufgetaucht: Auch Til Schweiger durfte mal kurz Regisseur spielen. Bitte mal reinsehen. Es sind nur zwei Minuten.

Ich verstehe noch nicht mal Bahnhof. Wie kann es sein, daß ein mit deutschen Steuergeldern gedrehter Film in einer Fremdsprache hergestellt wird? Oder ist nur die Vorschau englisch?

Also wenn die Ausländer demnächst für uns Steuern zahlen, und wir Deutschsprachigen lehnen uns entspannt zurück, dann wäre das o.k. Aber so wie es läuft, läuft es alles gegen die Wand. Wir werden von der medialen Klasse ausgeplündert, verhöhnt und als Trottel vorgeführt.

Die Rezensentin Lisa Ludwig kritisierte leider nur einen Nebenaspekt: „Wie schafft man es, einen zweieinhalbminütigen Trailer über einen Berlin-Film zu veröffentlichen, in dem nicht mindestens einmal jemand in Hundescheiße tritt?“

Frau Ludwig war noch nie in Berlin. Da tritt man gewöhnlich in Menschenscheiße. Der braune Matsch läßt sich gut auseinanderhalten: Hunde nehmen kein Papier.

 

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