Manfred Weber wollte ja nicht…

Eine WELT-Jungschreiberin freute sich heute, daß vdL nicht von Populisten gewählt worden sei. So ganz stimmt das wohl nicht. Es gibt massiven Anlaß zu Zweifeln.

Die ungarische Rechtspresse berichtet sehr wohlwollend über vdLs Wahl zur Kommssionspräsidentin. Und dann wurde auch noch dieses vermaledeite Foto im Magyar Hirlap gepostet:

Strasbourg, 2019. július 16.
Az Európai Bizottság elnökének megválasztott Ursula von der Leyen német kereszténydemokrata politikusnak gratulál Deutsch Tamás, a Fidesz-KDNP képviselõje az Európai Parlament (EP) plenáris ülésén Strasbourgban 2019. július 16-án.
MTI/Koszticsák Szilárd

Der Text frei übersetzt: Straßburg, 16. Juli. Der als Chefin der Europäischen Kommission gewählten Ursula von der Leyen, einer deutschen christdemokratischen Politikerin, gratuliert Tamás Deutsch, ein Fidesz-KDNP-Vertreter bei der Plenarsitzung in Straßburg am 16. Juli.

Manfred Weber hatte das Ungarland beleidigt, als er sagte, daß er nicht mit den Stimmen der Ungarn gewählt werden wolle. Orbán hatte ihm daraufhin die Unterstützung entzogen. Es sieht nun ganz danach aus, daß die ungarischen Stimmen den Ausschlag für die knappe Wahl von vdL gegeben hätten. Straßburg ist zuweilen paradox.

 

Update: Mittlerweile sickerte durch, daß sich der polnische MP bei den EU-Abgeordneten seiner Partei für die Wahl von vdL bedankt hat. Insgesamt könnten 40 bis 80 sog. „Populisten“ für die Mutter von sieben Kindern gestimmt haben.

Nun geht das Kesseltreiben der Linken gegen die Kommissionspräsidentin los. Ihre Wahl mit den Stimmen der Rechten wird ihr von Rotgrün verübelt werden. Und dann steht ja noch die Wahl der Kommissare ins hohe Haus. Da werden richtig die Fetzen fliegen und die EU wird ihrem Ruf weiter schaden. Es war vermutlich eine Fehlentscheidung dem Parlament das Recht zur Bestätigung der Kommissare zu geben. Das wird sich im Herbst zeigen.