Danke COMEX. Danke LBMA. Danke FED…..

Wer es auch immer war, der den Gold- und Silberpreis in die Tiefe hat rauschen lassen: 1.000 mal Danke!

Im Internet gibt es inzwischen hundert Theorien, wer für den Crash verantwortlich ist. Möglich, daß die ganze Wahrheit nie herauskommt und sich alles im Nebel der Geschichte verliert. Unbestreitbarer Fakt ist eins: Es ist innerhalb von 2 Tagen nicht 16 % des physischen Goldes verkauft worden, um diesen Rutsch von 16 % auszulösen. Auch die Produktion kann in 2 Tagen nicht um 16 % gesteigert worden sein. Es handelt sich zweifelsfrei um Vorgänge am Terminmarkt, Leerverkäufe und Derivatebomben, die das bewegte Preisbild hervorbrachten.

Für den preisbewußten Einkäufer der Edelmetalle war und ist es aber eine Riesenchance. Der sehr preissensible Markt in Asien, insbesondere in Indien hatte sich während der Hochpreisphase des vergangenen Jahres sehr mit Käufen zurückgehalten. Jetzt sind regelrecht die Dämme gebrochen. Selbst in Deutschland berichten verschiedene Edelmetallhändler von Verkaufszahlen, die bis das 6 fache über dem Durchschnitt lagen und derzeit immer noch das doppelte des Normalen betragen.

Ich habe mal die Probe gemacht, ob die Preise, die an den Rohstoffbörsen des London Bullion Market gestellt werden auch wirklich beim Einkauf gelten. Die Antwort vorweg: Beim Gold im wesentlichen ja, beim Silber generell nein.

Wer sich über den Goldpreis, der gehandelt wird informieren will, kann sich die Internetshops der großen Goldhändler ansehen und er sollte zum Vergleich eine Schweizer Bank anrufen. Diese ruft im Tessin an, und ruft nach 5 Minuten zurück, um die aktuelle Preisstellung mitzuteilen. Der Test ergab: Gold kann man sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz mit einem kleinen Aufschlag so bekommen, wie der Preis zum Beispiel bei Finanzen.net einsehbar ist.

Beim Gold des kleinen Mannes, bei Silber ist das nicht der Fall. Und das liegt nicht nur an der Umsatzsteuer. Schon am Freitag 19.04.2013 waren bei einigen Händlern gängige Münzen ausverkauft. Am Montag fielen die Preisfixierungen weiter, aber die Handelspreise blieben stehen. Die Unze Münzsilber kostete bei den großen Händlern um 21,60 Euro incl. 7 % Umsatzsteuer, während das Preisfixing sich um 17,80 Euro bewegte. Das heißt Silber wurde gut 10 % höher gehandelt, als das Silberfixing, und das bei zunehmender Knappheit des Materials.

Am Montagabend 22.04.2013 machte ich die Probe bei ebay. Löffel und Gabeln ohne Tremolierstrich und ohne Monogramme mit Adelskronen werden erfahrungsgemäß etwa zum Silberfixing gehandelt. Aber auch bei ebay bewegte sich das Durchschnittsgebot bei 22 Euro pro Unze. Man kann daraus nur den Schluß ziehen, daß das Silberfixing sich von Angebot und Nachfrage entfernt hat. Das ist eine sehr höfliche Formulierung.

Bereits nach der Lehmann-Pleite gab es gute Kaufgelegenheiten, nach langer Wartezeit haben uns die Akteure des Terminmarkts in dieser Woche nochmals Schnäppchenpreise beschert. Ja einen habe ich vielleicht bei der Danksagung noch vergessen: Danke Bernanke!