Wie viele Normalverdiener zahlen Steuern für den Polizeieinsatz am Ersten Mai?

In Berlin und Hamburg waren nach Berichten der sogenannten Qualitätsmedien 8.300 Polizisten im Einsatz, um die Maifeiern zu begleiten, besser gesagt die Folgen der üblichen Ausschreitungen in den Griff zu bekommen.

Wenn man mal annimmt, daß ein Polizist monatlich 3.000 Euro brutto verdient, und 25 % Pensionsanspruch und Krankenkasse dazugerechnet wird, sowie ein Satz für Ausrüstung, Verwaltung, Reisekosten usw. von 50 %, so ergibt sich ein Stundenlohn von 3.000 x 1,75 / 160 Stunden =  € 32,81.

Wenn man mal annimmt, daß der Einsatz mit An- und Abreise 36 Stunden gedauert hat (viele Einsatzkräfte waren aus anderen Bundesländern), so ergeben sich Kosten von 9,8 Millionen Euro. Dazu kommen noch Sachschäden an Jobcentern, und an einem SPD-Büro, die reguliert werden müssen, also rechnen wir mal 10 Millionen.

Ein lediger Steuerzahler mit 2.000 Euro Monatslohn zahlt im Jahr 2.956 Euro Lohnsteuer.

10.000.000 € / 2.956 € pro Jahr = 3.383 Jahre. Wenn man annimmt, daß der Steuerpflichtige von 20 bis 65 Jahre arbeitet sind das 45 Jahre. 3.383 / 45 = 75. Fünfundsiebzig Steuerpflichtige zahlen für den Polizeieinsatz ein ganzes Leben lang Steuern.

Da das Event aber jedes Jahr stattfindet, muß man anders rechnen. 10.000.000 € / 2.956 € / Jahr = 3.383 Steuerpflichtige zahlen jedes Jahr Steuern, um die jährliche Randale zu finanzieren.

Gerade hat infratest dimap eine Meinungsumfrage herausgebracht, daß 72 % der Deutschen für höhere Steuern sind. Wenn man die Bürger gefragt hätte, ob sie für den Polizeieinsatz in Berlin und Hamburg höhere Steuern zahlen wollen, wäre das Ergebnis der Umfrage sicher ein ganz anderes gewesen. Die Steuerzahler wollen nicht, daß mit ihrer Lebensleistung zynisch umgegangen wird.