Des Wahnsinns fette Leute

Das neue Buch von Thomas Böhm „Des Wahnsinns fette Leute“ nimmt den abgefahrenen schwarz-rot-grünen Zeitgeist aufs Korn. Mit schwarzem Humor, aber ohne Zucker, wie uns der Autor versichert.  Hauptthema ist der aktuellen Situation geschuldet die ungeregelte Zuwanderung mit all ihren verantwortungslosen und gierigen Profiteuren und den auf der Schattenseite des Lebens befindlichen Opfern. „2,9 Millionen Arbeitslose heißen 118.759 Bulgaren und 205.026 Rumänen herzlich willkommen und werden dabei hoffentlich von 1,01 Millionen Millionären unterstützt“.

Böhm treibt die ideologischen Verirrungen der mit Steuergeldern zusammengekauften „Zivil“-Gesellschaft immer wieder auf die Spitze und führt uns dabei absurde Situationen vor Augen. Ein frustrierender Besuch im Darkroom des Gender-Kindergartens, eine tödliche Entscheidung in der Geburtsklinik, im ganzen Land „Wollust, Unzucht, Triebhaftigkeit und über allem der Regenbogen“.

Die Stimmung einzelner Episoden erinnert zuweilen an den Roman „1984“ mit seiner ausweglosen Tristesse. Aber ist wirklich alles unfroh und alternativlos? Thomas Böhm plädiert im Umgang mit unseren zugereisten Freunden für gesunden Menschenverstand und feste Regeln: „Man muss sich am Wochenende einfach mal die Sportschau angucken, da sieht man, wie es rund laufen könnte – wenn ein Ball mit im Spiel ist und fast die ganze Welt auf den Platz stürmt. Wenn sich ein wahrlich buntes Völkchen auf dem grünen Rasen trifft, um zu bolzen, funktioniert auch Multikulti. Einwandfrei. Und das hat gute Gründe. Sämtliche Teilnehmer an diesem Gesellschaftsspiel lassen ihren Glauben, ihre politische Gesinnung, ihre sexuelle Orientierung, ihre gesellschaftliche Stellung und ihre Herkunft in der Umkleidekabine und schlüpfen in ein Trikot, das besser ins Bild passt, bevor sie den Teamgeist aus der Flasche lassen. Vor Anpfiff werden klare Regeln aufgestellt. Wer sich nicht daran hält und foult, wird erst verwarnt, und wenn er immer noch nicht hören will, zieht der Schiedsrichter die rote Karte, und der Übeltäter muss vom Platz. (Wie es nicht funktioniert, beweisen uns immer wieder die herkunftsorientierten Gerichtsurteile außerhalb der Stadien). Jeder Spieler bekommt vom Trainer die Rolle und die Aufgabe zugewiesen, die seiner Mentalität und seinem Können entspricht – egal, ob er angreifen, verteidigen, den Kasten dichthalten oder dirigieren soll. Jedes Mal muss der Spieler sich die Mühe machen, diese Erwartungen zu erfüllen, wenn er nicht auf der Ersatzbank landen will. Denn hier steht die gemeinsame Aufgabe, das gemeinsame Ziel im Vordergrund. (…) So etwas würde sicherlich auch außerhalb des Spielfelds möglich sein – wenn man in der Politik den Chef-Trainer, die Manager und die Assistenten austauscht.“

Ein Plädoyer für eine Welt in der alle gleich behandelt werden, in der es keine Privilegien für Minderheiten aller Art gibt und in der die Mehrheit wieder bestimmt. In der wieder Demokratie herrscht und nicht Frau Dr. Merkel, die böse alte Hexe, die mit den Worten Thomas Böhms von ihrem Kanzleramt aus überall Angst und Schrecken verbreitet.

Das Buch bietet auch einige Blicke durchs biografische Schlüsselloch. Thomas Böhm gehört als ehemaliger taz- und BZ-Mitarbeiter zu den Vielen, die den Betrieb des deutschen Journalismus aus der Innenperspektive kennen, und die deshalb elitäres Gehabe und hohles Tamtam umso konsequenter ablehnen.