Schulz ist ein Hetzer

Kürzlich hat einer der Pöbler vom Dienst in der deutschen Politik mal wieder zugeschlagen. Der Sozialstrulli, der gegenüber seinen eigenen Mitarbeitern immer wieder androhte: „Sie sind gefeuert!“. Der Mann der sich in Brüssel in beleidigender Weise mit Ministerpräsidenten anderer Länder anlegte. Der in Würselen auf dicke Badehose machen wollte und einen finanziellen Bauchklatscher in seinem Spaßbad hinlegte. Ein dem Trinkerheim knapp entkommener Hallodri.

Die AfD sei eine NPD light, hatte er verkündet. Ja, der Schulz-Zug ist noch auf Reisen und die Angstgegner der SPD nimmt er immer noch zwischen die Puffer! Kawumm!

Nun weiß ja jeder Gebildete, daß die Nationalsozialisten Juden nicht ausstehen können und konnten. Das war eigentlich das wichtigste Erkennungsmerkmal, der Markenkern der Hitlerfans. Der Italiener Mussolini hatte beispielsweise keine große Aversion gegen Juden. Ein ganzes Dutzend davon hatte sogar seine Partei mitbegründet. Auch für andere Diktatoren in Europa wie D´Annuncio, Franco und Salazar war der Antisemitismus kein abendfüllendes Thema. Wer Juden nicht leiden kann, ist also kein Faschist, sondern ein Nationalsozialist. Oder manchmal auch ein Sozialdemokrat?

Wer im judenfeindlichen Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen auf andere werfen. Schulzens Staatsbesuch in Israel war eine diplomatische und fachliche Katastrophe. Er behauptete dort 2014, daß Palästinenser – also er meinte die eingeborenen Araber – dort nur 17 Liter Wasser pro Tag bekommen würden.

Die Araber dort bezeichnen sich selbst als Palästinenser. Nun hat allerdings die Lügenpresse und das zwangsfinanzierte Staatsfernsehen eine eigene Definition entwickelt: Jeder der in Dortmund wohnt, ist Dortmunder, jeder der in Köln haust, Kölner. Wenn sich Kurden und Türken in Dortmund prügeln oder messern, sind das alles Dortmunder. Wenn sich Somalis und Russen auf dem Alexanderplatz um den Rauschgiftvertrieb streiten: Alles reinste Berliner. Wenn ein Iraker in Hannover eine 15jährige vergewaltigt: War ein psychopathischer Hannoveraner.

Wenn irgendwo irgendjemand wohnt, ist das nach der Definition der Lügenmedien jemand, der alle Rechte eines Eingessenen hat, „der schon länger da ist“. Wenn das so wäre, dann wären natürlich auch die Israelis, die in Ostjerusalem und auf der Westbank wohnen Palästinenser. Tücken der elitaristischen und globalistischen Propaganda! Die Siedler wären so etwas, wie bei uns die „Flüchtlinge“. Wo ist die Willkommenskultur? Statt dessen tobt im Autonomiegebiet auf der sogenannten Westbank der Streit darüber, wer länger oder zuerst dort gewohnt hat.

Aber nun kommen wir zurück zum Wasserverbrauch. Meine palästinensischen Freunde haben sich natürlich auch über den Wasserpreis beschwert, der an den jüdischen Wasserversorger entrichtet werden muß. Ich habe nach der Höhe des Wasserpreises gefragt. Er entsprach etwa dem in Deutschland üblichen. Ich war fast zwei Jahrzehnte Verbandsrat eines deutschen Wasserverbandes und kenne die Kostenstruktur. Die habe ich den arabischen Freunden erklärt. Die Leitungen, das Pumpen, das Speichern, die Qualitätskontrolle, das kostet alles Geld. Den Wasserpreis kann sich nicht einfach Netanjahu in die Tasche stecken ohne Leistungen dafür zu bringen. Damit war die Diskussion versachlicht und zu Ende.

Über Wassermangel in Ramallah konnte ich mich nicht beklagen. Der neueste Renner ist in den Toilettenschüsseln der arabischen High-Society eine Brause, die den Einsatz von Toilettenpapier entbehrlich macht. Man ist sehr stolz auf diese Neuerung.

An 17 Liter Wasser am Tag kann ich mich in den frühen 80er Jahren noch erinnern. Allerdings nicht in Bethlehem, sondern bei uns in Deutschland. Als es noch keine zentrale Wasserversorgung gab und im Hof ein Brunnen mit Handschwengel stand. Im Winter mußte man 35 mal pumpen, um einen Eimer Wasser vollzubekommen, weil man wegen Frostgefahr das Standrohr erst mal füllen mußte. Da hat man an manchen kalten Tagen den Verbrauch weise auf zwei Eimer beschränkt, während man im Sommer bis zu fünf Eimer verplanscht hat. Übrigens sogar zu zweit bzw. zu dritt. Das Leben mit 17 Litern Wasser ist keine Katastrophe. Und kein Martin Schulz hat sich damals als Anwalt der sächsischen oder thüringischen Entrechteten darüber beklagt. Nur wenn es gegen Juden geht, da wird er fix mal aktiv.

Martin Schulz hat mit den 17 Litern Wasser antijüdische Propaganda gemacht. Der tatsächliche Wasserverbrauch sowohl von Juden, wie von Arabern liegt mehrfach höher. Antijüdische Propaganda? Die gab es doch auch bei Adolf Hitler? Ist Martin Schulz ein kleiner Hosentaschen-Hitler?

Den Beweis, daß die AfD eine NPD light ist, den ist Schulz natürlich schuldig geblieben. Oder schulzig? Die SPD insgesamt hat programmatisch durchaus Parallelen zur NPD. Zum Beispiel bei der Klimarettung. Die sozialdemokratische und übrigens auch die christdemokratische Propaganda gegen Polen ist eine eigene Untersuchung wert. Ist das Verhältnis zum östlichen Nachbarn heute mit einem sozialdemokratischen Außenminister besser oder schlechter, als 1933? NPD-Vergleiche werfen viele Fragen auf. Sie sind letztlich wie die meisten Vergleiche nicht förderlich.

Im Burgenland in Österreich regiert die Bruderpartei der AfD, die Freiheitliche Partei (FPÖ), mit den Sozialdemokraten inzwischen friedlich zusammen das Bundesland. Und zwar seit Juni 2015. In Wien bereitet man sich optional schon auf eine Koalition für ganz Österreich vor. Weiß das Schulz nicht? Doch, der weiß das. Weil er das weiß, ist Schulz ein schlimmer Hetzer, der Reichspropagandachef der SPD.