Dolce Vita und das Ertrinken in Finsternis

Ein Video mit Frauen, die auf der Pariser Gasse vor Selbstbewußtsein fast platzen. 1983 von Ryan Paris veröffentlicht. Das waren die Bilder zum Song Dolce Vita. Hier um die neuzeitlichen Attraktionen der Dr. Merkel ergänzt:

1983 war eine Zeit des naiven Zukunfts- und Fortschrittsglaubens. Der Mond war inzwischen betreten worden, die Motorisierung und Behausung des Mittelstands war – zumindest im Westen – abgeschlossen und damit ein hoher Grad von globaler und örtlicher Mobilität erreicht.

Die damalige Westgesellschaft hat sich überschätzt, die Beseitigung des Nachkriegshungers, die gewachsenen technischen Möglichkeiten führten nicht zu rationalen Denk- und Handlungsmustern oder zu Dankbarkeit gegenüber den Helden des Wiederaufbaus. Im Gegenteil. 1983 war staatlich geförderter Obskurantismus an den Bildungs- und Kultureinrichtungen bereits fortgeschritten, in malthusianistischen und feministischen Kleingruppen wurden die Grundlagen für die Zerstörung des im Grunde hedonistischen Lebensentwurfs der 68er gelegt. 1985 begann in Hessen mit dem Eintritt von Joschka Fischer in die Landesregierung der Marsch der pietistischen und moslemischen Tugendwächter durch die Institutionen. Wenns dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Ryan Paris muß eine düstere Ahnung gehabt haben, daß sein Video ein letzter Lichtblick vor der Katastrophe der grünen Landnahme und der grünen Verbotsexerzitien sein  könnte:

„It’s our last night together with our love again
Another light before we drown in darkness“

Es ist unsere letzte Nacht mit unserer Liebe wieder
Ein anderes Licht, bevor wir in Finsternis ertrinken.