Bei uns wurde schon immer gegendert

Die Lügenpresse berichtet über die Verhunzung des ohnehin fragwürdigen norddeutschen Dialekts mit Doppelpunkten. Dort wo sie nicht hingehören.

„Spätestens seit dem Urteil des Bundesgerichtshofes, das das Recht auf Anerkennung eines dritten Geschlechts bestätigt und zu neuen gesetzlichen Änderungen führte, besteht auch für die Verwaltung der Hansestadt Lübeck Handlungsbedarf“, sagte Bürgemeister Lindenau (SPD). Als „tolerante und offene Stadt“ müsse Lübeck „diskriminierungsfrei kommunizieren“. Mit Doppelpunkt mitten im Wort.

Bei uns wurde immer klar und offen gesprochen. Wenn einem wer nicht paßte, dann war es eine blöde Ziege, eine dumme Gans oder im Fall von Lindenau ein dofer Ochse. Unsere Bürgermeisterin drohte ihrem Bullen schon mal an: „Ich hau dir die Feile zwischen die Hörner!“ Das Urteil des Bundesgerichtshofs wurde früher so umgesetzt: Wer sich nicht benehmen konnte, wurde so hart verprügelt, bis er nicht mehr wußte ob er Männlein oder Weibchen war.

Einmal stand ich an der Bushaltestelle. Ein Bube stieß einen Mitschüler vor den gerade ankommenden Bus. Der Lehrer knallte ihm eine, daß er Sterne sah und sich dreimal um die eigene Achse drehte. Geschlechtsneutral und selbstjustizmäßig transparent alles. Die Sternchen leuchteten in allen Farben des Regenbogens. Gender 1985.