Studie über politische Einstellungen in HU, PL, SK und CZ

Auf der Webseite vom Nézöpont Intézet (Standpunkt Institut) habe ich eine interessante Studie zur politischen Einstellung in den V4-Ländern gefunden. Jeweils 1.000 Einwohner wurden befragt. Insgesamt identifizierten sich 47 Prozent als rechtsgerichtet, 29 Prozent als zentristisch und 24 Prozent als linksgerichtet. Der Anteil der Rechten ist in der Tschechischen Republik und in Ungarn am höchsten (51 und 52 Prozent). Der Anteil der Linken ist in Ungarn am niedrigsten (18 Prozent). Insbesondere jüngere Menschen nannten sich „rechter“. In Bezug auf die Einwanderung sind 72% der Befragten mit der Behandlung der illegalen Einwanderung durch Brüssel unzufrieden.

Hier eine Grafik zur politischen Einstellung:

Rot sind die Linken dargestellt, grau die Unentscheidenen und grün die Rechten.

Forschungsdaten scheinen die umfangreichen Maßnahmen zur Unterstützung von Familien zu bestätigen, die die Regierung Orbán seit 2011 und die polnische Regierung seit 2016 auf kontinuierlich wachsende Weise umsetzt. Wohnbauförderung, Steuer- und Beitragssenkungen spielen in Ungarn eine bedeutende Rolle. Unter den Einwohnern der Visegrad-Länder sind die ungarischen Befragten mit der nationalen Familienpolitik am zufriedensten, zahlenmäßig 60%. In Polen ist die wichtigste Säule der Familienbeihilfen das im April 2016 gestartete Finanzhilfeprogramm, das ab September 2019 für alle Kinder 500 PLN vorsieht. 55 Prozent der Polen sind mit der Familienpolitik von Recht und Gerechtigkeit (PiS) zufrieden.

Allami Családtámogatási = Staatliche Familienunterstützung

Dunkelgrün= Sehr zufrieden, grün = überwiegend zufrieden. rosa = mehr unzufrieden, rot überhaupt nicht zufrieden, grau = weiß nicht

Beitragsbild: Orbán, Kurz, Babis, Morawiecki und Pellegrini auf dem Gipfeltreffen, Fotó: MTI/Koszticsák Szilárd