Spahn läuft dem Virus hinterher

Schon vor einiger Zeit hatte ich Maßnahmen angeregt, um die Ausbreitung des C-Virus zu verlangsamen. Es geht einfach darum Zeit zu gewinnen.

Gestern habe ich in eine Arztpraxis hereingeschaut. Die beiden Ärztinnen sind derzeit krank, eine Vertretung kämpft mit einem gestopft vollen Wartezimmer, in dem geniest und gehustet wird. Eine Lüftungsanlage ist nicht vorhanden. Eine der beiden Sprechstundenhilfen gehörte eigentlich ins Bett, hat aber tapfer durchgehalten. Wenn jetzt zu einer relativ starken Erkältungswelle auch noch Corona dazukommt, geht die medizinische Versorgung den Bach runter.

Es heißt, man soll sich bei Verdacht auf Corona beim Gesundheitsamt melden. Dort sind wegen Ärztemangel und mittlerer Bezahlerei seit geraumer Zeit nicht alle Planstellen besetzt. Jetzt rächt sich, daß seit Jahrzehnten für das medizinische Studium Beschränkungen aufgebaut worden sind, während für sinnfreie Orchideen-, Soziologie- und Genderstudien Geld rausgeschmissen wird. Das liegt zum großen Teil in der Verantwortung der Länder, die fast alle von den Grünen regiert oder mitregiert werden. Aber irgendwer hat die ja gewählt. Jetzt wird geliefert wie bestellt.

Ich frage mich inzwischen warum Spaßbäder, Kinos und Theater immer noch geöffnet sind, warum die Schiebestangen von Einkaufswagen nicht desinfiziert werden und wie lange können Kindergärten noch geöffnet bleiben? Was entstehen für Auswirkungen auf berufstätige Eltern? Gibt es da schon Pläne? Warum wird bei der Einreise aus China und Italien keine Quarantäne durchgeführt?

Wikipedia schreibt dazu: Um ihre Stadt vor Pestepidemien zu schützen, beschloss im Juli 1377 die Regierung der Republik Ragusa, dass sich vor dem Betreten der Stadt alle ankommenden Reisenden und Kaufleute dreißig, später dann vierzig (d. h. quaranta) Tage lang isoliert in eigens dafür errichteten Lazaretten aufhalten mußten, darunter in Lazareti bei Dubrovnik. Von dieser Regelung leitete sich der Begriff Quarantäne in der heutigen Bedeutung ab. 1383 wurde zum ersten Mal in Marseille die Quarantäne über ankommende Schiffe verhängt, um sich auch vor der Pest zu schützen, die damals in Europa wütete. Eine andere Quelle spricht davon, dass Beamte aus Venedig 1374 die Quarantäne einführten. Besatzung und Waren wurden zunächst auf der Insel Lazzaretto Nuovo isoliert und durften erst nach dreißig, später nach vierzig Tagen an Land. Quarantänemaßnahmen haben 1918 Australien vor dem Übertritt der Spanischen Grippe geschützt.

Die Quarantäne ist eine sehr wirksame Maßnahme und sollte von der Bundesregierung in Betracht gezogen werden. Auch sollte die Krankenscheinpflicht ausgesetzt werden, damit die Praxen nicht auf Nebenkriegsschauplätzen beschäftigt werden. Patienten müssen an wichtige Medikamente herankommen und Rezepte sollten per Post versendet werden.

Auch was die Lieferketten der Industrie betrifft, wird vieles schöngezeichnet. Wir werden ab Mitte März Auswirkungen auf viele Produktionsabläufe erleben und Engpässe im Handel. Eigentlich wissen die Manager schon jetzt wo es klemmen wird, es wird aber nichts kommuniziert.