Die Freundschaft zwischen China und Ungarn

Ich hatte auf diesem Blog immer über die wichtigsten Episoden der chinesisch-ungarischen Beziehungen berichtet. Zum Beispiel über + GALERIA in Budapest. Das war ein Meeting der osteuropäischen Staaten mit den chinesischen Handels- und Finanzpartnern im Herbst 2017. Oder über die Lieferung von Elektromotoren aus dem Reich der Mitte für IKARUS-Busse.

In der Stunde der Not zeigt sich, was solche wirtschaftlichen Kontakte wirklich wert sind. Auch Ungarn braucht derzeit Schutzmittel für seine Krankenhäuser und Arztpraxen. Heute kam ein erstes Flugzeug aus China mit 5 Millionen Schutzmasken sowie 6 Mio Handschuhen und Schutzanzügen auf dem Liszt Ferenc Flughafen an.

Die cleveren Chinesen hatten die größeren Verpackungseinheiten mit Aufklebern „Hajrá Magyarország!“ (Vorwärts Ungarland!) und der chinesischen und der ungarischen Fahne beklebt.  Die nölen nicht an Ungarn rum, wie die deutschen Medien und die Gouvernanten aus Brüssel, sondern sie helfen und versuchen die Seele zu streicheln.

Bereits 2017 erwähnte Orbán die Initiative des chinesischen Präsidenten unter dem blumigen Titel „Ein Band, ein Weg“ als eine neue Form der Globalisierung, die – wie er sagte – die Welt nicht in Lehrer und Schüler teilt, sondern auf gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Nutzen beruht. Das kann man als Seitenhieb auf einige westeuropäische Politiker auslegen, die Ungarn zwingen und schulmeistern wollen. China hat diese Brüsseler und Berliner Schwäche erkannt und verkauft sich in Osteuropa als Partner auf Augenhöhe und verständnisvoller Onkel. Und nun noch als verläßlicher Freund in der Not.

Ich habe die Kunde von der Lieferung bei HIRADO in den Mittagsnachrichten gefunden, 11:49 bis 14:31. Der Außenwirtschafts- und Außenminister (man beachte die Reihenfolge der offiziellen Amtsbezeichnung) Szijjártó Péter glänzt über alle vier Backen vor Stolz, daß Ungarn noch deutlich vor Deutschland dran war.

Szijjártó hat immer Ideen. In Budapest wurde 2019 eine Spezialschule für die Ausbildung von Diplomaten eröffnet. So ein Institut benötigt das nicht mehr säbel- sondern moralrasselnde Deutschland auch dringend.

 

Grüße an den Verfassungsschutz, bitte gleich Eilmeldung machen!