Lieferprobleme auch bei Gold

Nicht nur bei Knäckebrot, Schutzmasken, Arzeney und Gries klemmt es derzeit, sondern auch bei Gold.

Am 22.02.2020 hatte ich bei 13.700 Punkten den Verkauf von Aktien und den Kauf von Gold empfohlen. Gold kostete damals 1.514 € pro Unze. Zwei Tage später begann der Ausverkauf an der Börse.

Ein Blick auf die heutigen Kurse bestätigt die Empfehlung: Der DAX steht nach leichter Erholung bei 10.357, hat also 24,5 % verloren, Gold hatte heute nach kurzem Einbruch mit Kaufgelegenheit einen neuen Höchststand erreicht.

Im Moment ist der Goldkauf schwierig. Die Goldläden sind alle geschlossen. Über 70 % der Barren werden bei Valcambi, Pamp und Argor Heraeus im südlichen Ticino gegossen. In der Nähe der GÜST Chiasso, wo die schönsten Zöllnerinnen der Welt stehen, wütet gerade Corona und die Produktion mußte eingestellt werden. Im Onlinehandel gibt es im Moment lange Wartezeiten, eingeschränkte Sortimente und hohe Handelsspannen.

Es gibt bei Goldknappheit normalerweise einen Trick: Von den Schweizer Raiffeisen aus bestellen, die haben spezielle Beziehungen in die Italoschweiz, aber das nutzt im Moment auch nichts, weil die Einreise zu den Eidgenossen derzeit nicht möglich ist.  Auch sollte man nicht den Fehler machen mit großen Notenbündeln nach Zürich zu fahren. Mehr als 10.000 € bzw. 10.000 SFR pro Person müssen nämlich angemeldet werden.  Im September 2010 wurde Cornelius Gurlitt im Zug von Zürich nach München von deutschen Zollfahndern kontrolliert. Sie fanden 9.000 €, was die Beschlagnahme seiner Gemäldesammlung und seinen Tod in Gang setzte. Darum: Fahre nie nach Zürich, auch nicht auf der Autobahn.  Die Wege dahin sind dreimal verflucht. Man muß Gugel Maps studieren und sich Gedanken machen.

Wer anonym eine Unzenmünze kaufen will, sollte also mal die Füße stillhalten und warten bis das Tafelgeschäft in Deutschland (bis 2.000 €) wieder anläuft. Man kann mit mehreren Personen einkaufen fahren und verschiedene Läden besuchen. In einigen Städten gibt es drei Minuten voneinander entfernt zwei Anbieter. Wenn man mit vier Personen fährt und beide Läden besucht, hat man acht Unzen anonym gekauft. Kritiker werden bemängeln, daß sich da die Fahrt nicht lohnt. Man sollte aber bedenken, daß ich Tips für meinen kleinbürgerlichen Gesichtskreis und nicht für Fürstin Gloria von Thurn und Taxis gebe. Anonym und bar ist wichtig wegen der kommenden Vermögensabgabe.

Derzeit ist von Vermögensabgaben für Superreiche die Rede. Das mag glauben, wer will. In Zypern wurden 2013 alle gleichmäßig geschröpft: Wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hatte, zahlte eine Abgabe von 9,9 Prozent, der Kleinsparer 6,75 % an den Staat. Auch die drei deutschen Währungsreformen nahmen keine Rücksicht auf die Höhe des Vermögens. Ich denke, daß das Märchen von der Abgabe der Milliardäre nur erzählt wird, um die Kleinsparer von der Auflösung ihrer Konten abzuhalten. Die Großen des Reichs haben das für sich längst erledigt. Zumindest ist größte Vorsicht geboten, der Staat hat immer und zu allen Zeiten gelogen. Dr. Merkel ist zudem für ihre überraschenden Blitzaktionen bekannt. Ich erinnere nur an Fukushima und die Grenzöffnung.

 

Schöne Grüße an den Verfassungsschutz, ich hoffe meinen Eckermännern für den persönlichen Bereich wertvolle Anregungen vermittelt zu haben. Auch für Schlapphüte gilt das 11. Gebot: Laß dich nicht erwischen!