Salattheke ist zu, Busse fahren noch

Wenn ich aus dem Fenster ins Tal schaue, sehe ich unter anderem auch auf die Bundesautobahn BAB A 4 und die Holzlandbahn. Der Verkehr auf der A 4 belebt sich langsam wieder, die Personenzüge zwischen Erfurt und Gera sind deutlich kürzer geworden.

Heute war ich geschäftlich nach Weimar unterwegs. Da es keine Ortsumgehung gibt, mußte ich mit dem Pickup von meiner Chefin zweimal durch die ganze Stadt. Die Stadtbusse verkehren zwar noch, sie sind aber übelst leer. Anstecken kann man sich im Nahverkehr kaum noch, wenn nur zwei Personen und der Fahrer drin sitzen. Auch die Bushaltestellen spiegeln die Angst der Weimarer wieder. An den meisten Haltestellen warten null bis eine Person. Da stellt sich natürlich eine bange Frage: Die städtischen Verkehrsbetriebe haben drastische Einnahmeverluste bei konstanten Kosten. Wie lange können die Kommunen die Verluste noch ausgleichen? Zumal den Städten und Gemeinden die Einnahmen gerade wegbrechen.

Und die Kommunen haben noch einen zweiten teuren Kriegsschauplatz: die Krankenhäuser. Viele Operationen und Behandlungen, die das Geld nach Fallpauschalen bringen, wurden abgesagt. Kann ich irgendwie verstehen, daß das in der ersten Hektik so gemacht wurde. Unser Kreiskrankenhaus (bisher finanziell gesund) darf drei Millionen Kredit aufnehmen. Aber wovon soll das wieder abbezahlt werden?

In der Kaufhalle wurde die Salattheke nun doch stillgelegt, nachdem fast zwei Wochen alles weggeworfen worden war, was da ausgestellt wurde. Solche Entscheidungen fallen nicht dezentral, sondern müssen ganz oben getroffen werden. Und da reagiert man immer erst sehr spät, weil man Angst vor der aggressiven Vegetarier- und Veganermafia in den Medien hat. Das sind recht taffe Leute, Hitler war zum Beispiel auch so einer, der immer Angst hatte, daß er vorzeitig abkratzt, wenn er seine Gemüsesuppe nicht aufißt. Er ist in der Tat nur 56 geworden, aber es waren keine Zigarren, kein Alk, keine Schönen, kein Glücksspiel und kein Schnitzel, die ihn umgebracht haben. Er ist an Fehlkalkulationen, also letztlich Gedanken gestorben. Solche Asketen sind mir suspekt. Wer sich selbst nichts gönnt, ist auch zu anderen Leuten streng. Lieber eine Tellersülze aus Eisbein! Demnächst mach ich das mal wieder!

So sieht Kampf gegen den Nationalsozialismus auf thüringisch aus! Schleckschmatz!

 

Grüße an den Verfassungsschutz. Das kann sogar Herr Kramer persönlich essen (ist garantiert nix mit Milch dran). Wenn er Lust hat, kann er sich mal einladen.