Kommt die Wirtschaft wieder auf das Niveau von 2019?

Es gibt einige Indikatoren, die nicht auf Stimmungsbildern beruhen, nicht auf Sentimentforschung, nicht auf Börsenkursen, nicht auf Firlefanz, sondern auf harten Fakten. Das sind der Energieverbrauch, der Fahrleistungsindex für Lkw und die Frachtraten der Seefahrt.

Der Energieverbrauch liegt immer noch unter dem Mai- und Juniverbrauch des Vorjahrs. Dienstags um etwa 1,5 GWh/h und freitags bis 5 GWh/h im Minus. Es scheint freitags in erheblichem Umfang kurzgearbeitet zu werden. Der Feitagsverbrauch war selbst vor vier Wochen noch höher. Ein Alarmzeichen?

22.05.2020 Fr 65,5 GW
26.05.2020 Di 70,4 GW
29.05.2020 Fr 68,3 GW
02.06.2020 Di 72,6 GW
05.06.2020 Fr 67,5 GW

Der Fahrleistungsindex Lkw wird über die Mauteinnahme ermittelt. Er lag bis Mitte März 10 % höher als Anfang Juni. Anfang April war der Tiefpunkt mit minus 20 % gegenüber Jahresanfang erreicht.

Der Index der Frachtraten im internationalen Seeverkehr liegt derzeit bei etwa 65 % von Normal.

Wir können roundabout davon ausgehen, daß auch jetzt Anfang Juni nur 90 % der Wirtschaftsleistung von vor einem Jahr erbracht wird. Eine schnelle Erholung – wie von vielen Optimisten erhofft – findet trotz Lock(er)ungen nicht statt. Ich gehe inzwischen von dauerhaften Bremsspuren und einer deutlichen Reduzierung des Wohlstandes aus.

Alle Schuld auf den Chinesen abzuladen ist falsch. Die Wirtschaft war schon vor dem Ausbruch des Virus aus einem Wuhaner Labor oder einem dortigen Tiermarkt im deutlichen Abwärtstrend. Die verschiedenen Spurenelementekrisen (Co2, Stickstoff im Abgas und Stickstoff im Grundwasser) schicken insbesondere die Fahrzeugproduktion und die Landwirtschaft in den Abgrund. Und dafür tragen Dr. Merkel und die EU die Verantwortung.

Vor ein paar Tagen habe ich mich in einer geselligen Runde mit Freunden und Kollegen über Autokäufe unterhalten. Es besteht die Tendenz alte Modelle etwas länger zu nutzen, weil den neuen technisch mißtraut wird. Ein Teilnehmer der Party will einen Neuwagen kaufen, aber einen preisgesenkten Verbrenner von der Halde. Hinsichtlich der Elektrofahrzeuge wurde angemerkt, daß es doch sehr unpraktisch ist, daß sie geladen werden müssen. In China gibt es jetzt eine Lösung, daß Batterien an der Tankstelle ausgetauscht werden, um das Problem zu umgehen. Das würde viel teure Ladeinfrastruktur sparen und vor allem gehören die kurzlebigen und von der Entsorgung her fragwürdigen Batterien nicht zum eigenen Fahrzeug. Ein Verkauf von Fahrzeugen würde so transparenter, weil die Überraschungskiste im Fahrzeug entfällt. Vielleicht könnte man die Batterien direkt an den Windmühlen laden und dann fertig gefüllt in Castoren zu den Tankstellen schaffen. So würde vielleicht doch noch ein Schuh draus. Vor allem würde man endlich den teuren Müllstrom wegbekommen und den Leitungsbau reduzieren.

 

Grüße an den V-Schutz. Das mit den Batterien könnt ihr ja mal an Herrn Musk schicken. Beim Genossen Wirtschaftsminister hats wahrscheinlich keinen Zweck.