Die Auslastung im öffentlichen Verkehr

Ich hatte bis August immer wieder den Elektroenergieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr eingestellt. Ab August näherten sich die Verbräuche der beiden Jahre an. Das muß aber nicht bedeuten, daß die Wirtschaftsleistung auf 2019-Niveau ist.

Ein Beispiel: Großverbraucher von Elektrizität ist die Deutsche Bahn. Deren Züge verkehren jedoch im wesentlichen unabhängig von der Auslastung. Im April war sie im Personenverkehr auf 10 % gefallen, im August ist sie auf 40 % im Fernverkehr und 50 % im Regionalverkehr wieder angestiegen. Ähnlich schlechte Auslastung wies der Busverkehr auf: Er hat sich nach heutiger Auskunft aus absolut zuverlässiger Quelle allerdings von 10 % im Frühjahr auf 90 % von Normal erholt. Was die restlichen 10 % der Fahrgäste derweilen so treiben, weiß man nicht. Bleiben sie aus Angst zu Hause oder fahren sie wieder im eigenen Auto? Die sogenannten Gelegenheitsfahrten – zum Beispiel Kaffeefahrten – bewegen sich auf niedrigem Niveau.

Das bedeutet, daß die Energieeffizienz stark gesunken ist. Mit demselben energetischen Aufwand wird nur noch ein Teil der wirtschaftlichen Leistung abgebildet.

Auch der Luftverkehr schwächelt. Ein Beispiel: Der Flughafen München fertigte im Juli 2019 4.688.000 Passagiere ab. Im Juli 2020 waren es 667.000. Das öffentliche Verkehrswesen erholt sich nur sehr langsam von der Shutdownkrise.

 

Grüße an den V-Schutz: „Die Volkswirtschaft ist kein Patient, den man pausenlos operieren kann.“ (Ludwig Erhard)