Autofahren als Politikum

Klaus Schwab und seine Kindersoldaten wollen das Autofahren am liebsten verbieten. Ihre Statthalter in einigen Orten beginnen größere Städte unbefahrbar zu machen. Für eine romantische und parasitäre Großstadtbohéme, die sich nicht täglich in einem enges Zeitkorsett bewegen muß, und nichts zur Wertschöpfung beiträgt, ist das auch ganz o.k. Als ich noch Student war, hielt ich alle Fahrzeuge außer Planierraupen – ich hatte die Quali für T 100 – auch für unsinnig. Damals betrug die Bestellzeit für einen Trabant 12 Jahre, eine Anmeldung war mir zu entwürdigend.

Am härtesten wird der Kampf gegen die Mobilität in Brüssel geführt, in Washington schon etwas weniger und in Asien überhaupt nicht. Um das zu illustrieren hat PB eine Tabelle zur Wirtschaftlichkeit einiger wichtiger Hersteller entwickelt. Sie ist natürlich nicht vollständig, Tata, Kia, Nikola und andere blieben unberücksichtigt.

Div. 2019 Div. 2020 Eigenkapital Kurs 3 Jahre Gew. 2019 zu 2020 KGV 19 KGV 20
Ford 6,45 1,71 11% 9 auf 10,7 0,01 auf min 0,32 795
BYD 0,19 27% 8 auf 21 0,67 auf ? 52
Honda 3,71 4,61 39% 28 auf 25 346 auf 260 8,7 9,3
Toyota 3,39 3,38 38% 53 auf 63 650 auf 736 10 8,8
Renault 0 0 21% 94 auf 38 min 0,52 auf min 29,5
Isuzu 2,54 5,31 44% 12,5 auf 8,2 150 auf 110 9,7 6,5
GM 4,15 0,91 19% 30 auf 50 4,6 auf 4,4 8 9,6
BMW 4,95 3,42 25% 85 auf 78 10,82 auf 7,47 6,5 9,8
Daimler 1,82 2,34 21% 68 auf 71 2,22 auf 3,39 22,2 17
Volvo B 0 3,1 28% 15 auf 22 17,6 auf 9,5 8,9 9,5
Stellantis 0 0 26% 16 auf 15 1,82 auf 0,02 7,2 797
VW 2,76 3,19 21% 160 auf 208 26,6 auf 17,6 6,6 8,7
Tesla 0 0 43% 50 auf 570 min 0,97 auf 0,74 1108
Geely 2,54 1,64 47% 2,8 auf 2,6 1,66 auf 1,02 8,3 14,9

Man muß sich auch immer die Anleihezinsen ansehen, um zu wissen, wie die Profis die Hersteller einschätzen. Die deutschen und japanischen Autobauer bekommen billigen Kredit (i.d.R. 1 bis 3 %), die chinesischen und insbesondere Tesla müssen mehr blechen. Ford zahlt noch etwas mehr, GM weniger als Tesla.

Die Japaner sind, was Stabilität des Absatzes und des Gewinns angeht, die Champions. Auch das Eigenkapital gefällt. Die Deutschen sind auch noch gut, haben aus Brüssel jedoch zu viel Gegenwind. Absatz und Gewinn brechen ein, das Eigenkapital ist an der Gerade-noch-Grenze. Die Japaner haben auch genug Elektroautos im Angebot, aber sie verlassen sich eher auf ausländische Förderprämien, als auf direkten Zwang.

Ich werde in nächster Zeit den Lkw-Bauer Volvo und den Chinesen Geely beobachten, es sind zwei Firmen, die sich neben den Japanern relativ geschickt verhalten. Die einzige Fahrzeugaktie, die ich selber halte ist ISUZU. Das Programm mit hauptsächlich Nutzfahrzeugen – die Planierraupe hängt mir an – hat mich überzeugt. Aber das ist natürlich eine subjektive Einschätzung.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: Langstreckenluisa Neubauer hat es mehr mit Kerosin, als mit Benzin.