Die wahren Sterbezahlen in Ungarn

In der WELT war heute ein Eintrag von Philipp Fritz. „Das große Sterben in Osteuropa“.

„In kaum einer Weltregion kommt ein so hoher Anteil der Corona-Patienten ums Leben wie im Osten der EU. Die Regierungen in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn scheinen überfordert. Dabei haben die Politiker das Massensterben selbst verschuldet.“

Eine österreichische Freundin, die sich gerade in Ungarn aufhält, hat uns die Sterbezahlen mal rübergeschickt:

Ist möglicherweise ein Bild von Text „Elhunytak száma Magyarországon: 2000-ben: 135.601 ember. (nincs vírus) 2005-ben: 135.732 ember. (nincs vírus) 2010-ben: 130.456 ember. vírus) 2015-ben: 131.697 ember. (nincs vírus) 2019-ben: 129.603 ember. vírus) 2020-ban: 112.584 ember! (van vírus) Ahelyett, hogy az embereket a halálozási rátával elbizonytalanítanák, egyszerűen a gyógyulási arányt közölhetnék 0-19 évesig 99,997 20-49 évesig 99,98% 50-69 évesig 99.50% 70 év fölött 94,60% Ez már egész másként hangzik, reménytelibb és nem okoz pánikot. A félelem keltéssel az embereket pszichésen is megbetegítik.“

Gyogyulasi arányt, das ist die Heilungsrate, aufgeschlüsselt auf die Altersstufen.

Für das Jahr 2019 muß es eigentlich heißen: „nincs virus“, denn ich glaube nicht, daß es im Dezember schon in Budapest angelangt war. Wie in Deutschland auch, gab es 2020 eine Untersterblichkeit. In Folgejahren werden solche Glücksumstände leider wieder egalisiert.

Man muß immer bedenken, daß die Staaten Osteuropas, was das Gesundheitswesen betrifft, entsprechend ihrer geringen Wirtschaftskraft  immer noch nachhängen. Wenn man als Berichterstatter da gleiche Maßstäbe anlegt, wie für Deutschland ist man einfach nur ein dummer arroganter Schnösel.

Ähnliche Einträge über Osteuropa fand man vor 1939 in der deutschen Presse. Sie dienten der Kriegsrechtfertigung. Man muß einräumen, daß die WELT sich in letzter Zeit Mühe gibt, auch mal oppositionelle Gedanken zu verbreiten, wenn sie nicht gerade von der AfD sind. Immer wieder fällt sie aber auch in den Blickwinkel des Völkischen Beobachters zurück, gerade wenn sie über den Osten berichtet, und der fängt in Erfurt an, und endet in Wladiwostok. Was Fritz da getrieben hat ist schlimmste Hetze, garniert mt ein bißchen Haß. Eigentlich müßte man den anzeigen, aber dafür ist er zu jung, international zu unerfahren und reichlich ungebildet. Es reicht eigentlich, wenn man solche selbstgewissen Quasinazis mal richtig ausschmiert.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst. „Das Reisen lehrt Toleranz.“ (Benjamin Disraeli)