Endkrise und gefährliche Sticheleien
Kürzlich bestritt ein NGO-durchsetztes Medium, daß in Berlin Weimarer Verhältnisse herrschen würden. Nach dem Scheitern der Ampel und den Startschwierigkeiten der Schuldenkoalition bin ich da nicht so sicher, da sich boshafte Nickeligkeiten innerhalb der Nationalen Front häufen, wie sie vor hundert Jahren üblich waren. In der Weimarer Republik wurden die Sticheleien auch angesichts der Weltwirtschaftskrise nicht eingestellt, die Parteien, welche die Verfassung schützen sollten, gaben ein zerzaustes Bild ab.
Im Folgenden zeige ich ein Wahlkampfmanover der SPD gegen das Zentrum von Reichskanzler Brüning und die Demokraten. Da gibt es doch ganz schöne Ähnlichkeiten zur Jetztzeit. Wenn die wirtschaftlichen und haushalterischen Fundamente wanken, wenn Endzeitstimmung herrscht, spekulieren interessierte Kreise auf den Zerfall der verfassungsmäßigen Ordnung, was vor allem der grünen Jugend und Frau Reichinek Spaß macht. Und die SPD tritt mit ihrem grenzwertigen Vorschlag für die Besetzung des Bundesverfassungsgerichts nun wieder mal mit in die Kloake.
Vor der Reichstagswahl im September 1930 – nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise – stichelte die SPD gegen ihre langjährigen Koalitionspartner. Unglücklicherweise gab es in der SPD-Führung Reformisten, die den Ernst der Lage nicht begriffen. Dazu gehörte Rudolf Breitscheid, der aus der elitaristischen USPD beigetreten war. Vorausgegangen war, daß der Reichstag mit den Stimmen von SPD, KPD und NSDAP die Vorlage zur Deckung des Defizits des Reichshaushalts abgelehnt hatte, was die vorzeitige Auflösung des Reichstags mitten in der Weltwirtschaftskrise verursacht hatte. Das Ausscheren der SPD aus der Zusammenarbeit mit dem Zentrum und den Demokraten wurde von den Genossen nicht als das verstanden, was es war, nämlich die große Chance der Kommunisten und Nationalsozialisten, sondern es wurde vor der Wahl als eine glückliche Lage für die Sozialdemokraten mißdeutet: Breitscheid versuchte aus der Situation Kapital zu schlagen:

SPD-Plakat zur Septemberwahl 1930: Politiker des Besitzbürgerblocks lassen das Kind hungern.
„Die Sozialdemokratie ist in der glücklichen Lage, daß ihr für den Wahlkampf wertvolle Parolen von Politikern aus dem Lager der bürgerlichen Parteien geliefert worden sind.“
Breitscheid war der Hans-im-Glück der SPD: Mit seiner Strategie verkleinerte sich die Reichstagsfraktion der SPD innerhalb von drei Jahren von 30 % auf 18 %. Erinnert das an die Gegenwart? Wer alles will, bekommt oft nichts.
Ich glaube nicht, daß der SPD die Nominierung der Richterin mit dem Doppelnamen etwas nützen wird. So etwas Krasses hätten Brandt und Schmidt nicht drauf gehabt. Auch Schröder nicht.
Der wichtigste Unterschied zu Weimar ist: die Gleichschaltung. Jede politische Richtung hatte damals ihr Blatt, ihre Gaststätten, ihre „Stabsquartiere“, ihre Fahne, ihre Aufmärsche, ihre „Spazierstöcke“, ihre Schemelbeine. Vorbei!
NB: Einheitsmedien, streng, aufgezogen unter Verwendung verarmter, gleichwohl mit phantastischen Alimentations-Ansprüchen gegen den Staat auftretender Alt-68er und ihrer Schüler. Wer 1990 noch nicht Redakteur oder Regierungsrat war, Geburtsjahrgänge 1955-1962, der brachte sein unerfülltes Linkswesen mit in den Osten, mit nach Berlin, mit in die Regierungskreise. Natürlich auch sozen-diebisches Treuhand-Enrichissez vous!
Kohl und die C-Parteien haben das überhaupt nicht verstanden, ließen sich unwissentlich überrollen und infiltrieren Jetzt ist die C-Gang die „Stay Behind“-Truppe der Linken, die Verkäufer des Leninschen Stricks. Krenz hat es auch nicht verstanden, muß ich leider nach Lektüre von Band 3 seiner Selberlebensbeschreibung sagen.
NNB: Die Restdeutschen Restmaoisten wären natürlich immer schon zu blöd gewesen, die berüchtigten Kaiserlichen Prüfungen zu bestehen, auf die Mao sich erfolgreich vorbereitet hatte. Bloß kam ihm die Republik dazwischen. Deswegen ist ihre Rückfallebene auch die Moffen-Windmühle und das Lastenrad, von den Chinesen lang als Irrweg erkannt.
Es hatte zwar jede Richtung ihre Kämpfer und Schemelbeine, aber alle folgten dem sozialistischen, zentralistischen und jugendbewegten Mainstream. Eine Opposition gab es eigentlich nicht. Selbst dem angepaßten Schumpeter war es in D zu muffig.
Die unerfüllten Linken des Westens gab es, ja. Aber die wurden ganz schnell ins Scheisseloch abkommandiert. Die verstanden schon damals nichts von Wirtschaft, und dominieren bis heute durch die dreckigen Hände der NGOs die alltägliche Debatte. Rothaarige Monster und Pastoren in der Gestalt von IM Larve.
Der Kohlkopf hatte politisch-moralisches Gespür, aber nicht den blassesten Schimmer von Kapitalismus. Wozu auch? Die Kohle kam jeden Monat trotz Eierwurf. Hätte der gute Mann eine mathematisch fundierte Grundausbildung gehabt, hätte er wissen müssen das der liebe Oskar nicht ganz unrecht hatte.
Heute ist es genauso. Nur, jetzt wird der Westen rasiert. Schade für die Betroffenen. Das sie den gleichen Scheiß wie wir Ossis vor 35 Jahren durchmachen müssen. Völlige Deindustrialisierung und Abwicklung von Lebensleistungen. Man beachte dazu den Case-Shiller-Index.
Im Übrigen: Frau Dr. M hatte ja Physik studiert…. Wie kam sie zur Diplomurkunde?
Was Herrn Brüning betrifft: Dessen Lebensleistung (teilweiser Abwurf der Versailler Schulden) steht in völligem Kontrast zu dessen historischer Wahrnehmung. Man fragt sich, wie Fritze mit ähnlichen Randbedingungen klarkommen will. Deutschland besitzt keine Kernwaffen, muss aber wegen der Hochstapler und dessen Oberhäuptling Kredite in FED Dollar aufnehmen. Nur weil die Bekloppten in Berlin…. Ein Teufelskreis.
Was weiß die SPD von den 30iger Jahren? Doch nicht mehr als dass man gegen die Nazis war. Und diese kamen aus dem Nichts.
In Dt-schland hat jeder Gartenverein transparentere Beschlüsse, als diese EinheitsParteienKlüngelei wo links mit schwarzlinks nicht will, und wo durch subalterne BerufsPolitiker absichtlich gordische Knoten fürs Volk am laufenden Band ausgeheckt und produziert werden und die PolitChefs diese wenig bis un-hinterfragt absegnen und dem Volke „stinkendes Gekröse“ als Demokratie servieren. Leider betrifft das nicht nur das PostenGeschacher. Es wäre wortgerechte demokratische Politik und damit gute Politik, wenn auch bei Krieg und Frieden und anderen existentiellen Entscheidungen das Volk durchgängig befragt würde.
Welches Volk wollen Sie denn befragen? Etwa Generation TikTok? Oder die, welche seit ihrem 21. Lebensjahr stur CDU wählen und mittlerweile in Seniorenheimen sitzen? Herr Prabel möge einmal schätzen, wie groß der Anteil derer in der Bevölkerung ist, die er als mündige Bürger einstufen könnte. Die vom System verordnete Verblödung begann mit der Oberstufenreform und endet mit der Unbeschulbarkeit von Erstklässlern (https://www.danisch.de/blog/2025/07/14/wenn-loewen-lernen-was-ein-ei-ist/).
Meine Güte, das ist doch keine Quantenmechanik – direkte Demokratie nach Schweizer Art – funktioniert dort seit ca. 200 Jahren – wer’s nicht durchsetzt und einfach tut, kann keine Erfahrungen sammeln – andernfalls bleibt’s bei der „Affenpyramide“ und der unmöglichen Tatsache: „Was nicht sein kann, das nicht sein darf.“ Und die Parteien basteln sich weiter ihr WunschWahlVolk im geistig immer flacher werdenden Flachland und faseln von demokratischer „Repräsentation“ der Interessen der Wähler*innen. Fortschritt ist was anderes.