Die Systemkrise am Beispiel Bayern

Grad trudeln die Ergebnisse der bayrischen Kommunalwahl gemächlich ein. Eine CSU, die nicht mehr christlich und sozial, sondern wokistisch ist, eine SPD, die die Arbeiterinteressen den Minderheitengötzen opfert und eine FDP, die von der Planwirtschaft schwärmt. Das ist das perverse Absurdistan, vor dem die Wähler mehr und mehr flüchten.

Die wohlgeordnete Bonner Republik ist der destruktiven Berliner Klimaplanwirtschaft und dem bluttriefenden morgenländischen Messerkult gewichen und das spiegelt sich in Bayern bei Kommunalwahlen so:

197819902026
CSU53,041,933,5
SPD30,328,411,6
FDP2,82,51,8
Sonstige13,927,755

Noch gibt es in Bayern Wohlstandsinseln, wobei diese kleiner und fragiler werden. Sicher, München ist so ein blauweißes Versailles, wo die Revenuen des Landes von den gierigen Höflingen verfrühstückt werden, Viele Leute leben über ihre Verhältnisse und fragen nicht nach dem Morgen. Es sind nicht nur Sportler, Lottogewinner und Schauspieler, die Millionen in kürzester Zeit durchbringen. Der ganze NGO-Adel, die fördergeldgepamperten Gründer und die Influenzerei neigen zum schönen Schein und zur Mindersolidität. Die Fernsehserie Kir Royal und der Film Rossini zeigten den Beginn des gesellschaftlichen Niedergangs, inzwischen ist die parasitäre Schickeria weiter angewachsen, obwohl die Wirtschaft unter ihrer Last ächzt. Wenn ich das öffentliche Haushaltsdefizit von 2025 (127 Mrd. €) auf die deutschen Einwohnerchen aufteile sind das Schulden von 1.550 € pro Kopf in nur einem Jahr oder 130 € pro Monat. Vermutlich ein Nazi oder ein Querdenker, wer sich dabei was denkt. Vielleicht aber auch nur ein Realist.

Um München herum und im Alpenvorland haben die Grünen von einem hohen Sockel aus deutlicher an Zustimmung verloren, als im ganzen Land. Selbst einige saturierte Oberbayern merken langsam, daß es ihnen wirtschaftlich an den Kragen geht, wenn sie der ständig wie aufgezogen kaspernden Kerosinkatha hinterherhecheln. Im stinkwohlhabenden Kreis Starnberg sind die Grünen von 29,8 % auf 22 % abgerutscht. Immer noch viel zu viel, aber in den Villen mit Seezugang gedeihen eben die dummen Streiche der Reichen, Grün wählt, wer es sich leisten kann.

Man muß sich mal die Wahlergebnisse der gebeutelten Industriezentren ansehen: In Ingolstadt hat die AfD eines ihrer besten Ergebnisse wegen Audi. Die Raffinerie Petroplus am Rande der Stadt war schon mal pleite. Wacker, BMW, Valeo, Cariad, Plastic Manufacturing, Gerresheimer, letztere Firma mit Standorten in Regensburg und Lohr sind in die Schlagzeilen geraten. 45 % der bayrischen Metall- und Elektrofirmen planen im Ausland zu investieren. Die Luftnummer Wirecard hatte ihren Sitz in Aschheim bei München. Tausende Quadratmeter Bürofläche stehn nun leer. Und dann gibts noch traditionell strukturschwache Gebiete, wo seit eh und je weniger Milch und Honig fließen. Die großen Zeiten des Bäderkönigs Zwick sind Geschichte, die Kassen zahlen schon lang nicht mehr für selbstverordnete Anwendungen.

Insgesamt ist das Kommunalwahlergebnis ein Zeugnis des Zerfalls der Hoffnung in die Traditionsparteien. Bei SPD und FDP ist das schon weit fortgeschritten, die Rentnergang CSU hängt noch etwas hinterher. Aber ihre Totenglocke wird bald laut schlagen.