Darum sind Dienstleistungen so teuer
Im Oktober 2016 hatte ich erstmals auf die Lohnnebenkosten als einen wichtigen Faktor für das ungünstige Verhältnis von eigener und eingekaufter Arbeitsleistung hingewiesen. Der Text von 2016 an einem Beispiel:
Ein Schulessen kostet 3 Euro. Damit die Eltern das kaufen können, müssen sie zusammen mit dem eigenen und dem Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben (etwa 40 %) bei der Arbeit rund 3,00 x 1,40 = 4,20 Euro brutto erwirtschaften. Im Schulessen sind wiederum rund 40 % Sozialabgaben als Lohnbestandteile enthalten, also etwa 0,86 Euro. Denn die Köche, die Ausfahrer, die Ausgeber und die Landwirte genießen ja alle Sozialleistungen. Das Essen ist ohne Sozialabgaben etwa 2,14 Euro wert, man muß aber 4,20 Euro brutto dafür erarbeiten. 2,06 Euro sind enthaltene Lohnnebenkosten. Eigentlich ist die Rechnung komplizierter, da noch Umsatzsteuer, Lohnsteuer, GEZ, EEG, Energiesteuer, Stromsteuer und andere Abgaben vom Essen abgehen. Man muß mehr als das doppelte erwirtschaften, als das Essen wert ist. Das ist die Funktionsweise der Lohnnebenkosten. Wenn sie weiter ansteigen ist es effizienter wenn man Lebensmittel im Garten anbaut, Nutztiere hält und wenn man selber kocht.
Inzwischen sind die Lohnnebenkosten auf 42,5 % angestiegen. und für das Schulessen (inzwischen 4,20 €) müssen die Eltern 4,20 € x 1,425= 6 € erwirtschaften. Im Essen sind 1,25 € Lohnnebenkosten der Anbieter enthalten. Das Essen wäre also 2,95 Euro wert, man müßte aber 6 Euro brutto dafür erarbeiten. Mit jeder Erhöhung der Lohnnebenkosten wird die eigene Arbeitsstunde im Austausch zu Fremdleistungen weniger wert.
Wie 2016 schon erwähnt: Es ist alles noch viel schlimmer weil es ja auch Umsatzsteuer, Lohnsteuer, GEZ, EEG, Energiesteuer, Stromsteuer und inzwischen auch noch Luftsteuer gibt. Geschätzt drei Viertel des Preises von Dienstleistungen und Waren sind Steuern und Abgaben. Die Ukrainer und die Araber freuts, sie sähen nicht, sie ernten aber mehr oder weniger gratis im Garten der Sozialwirtschaft.
Eine Erhöhung der Lohnnebenkosten verstößt gegen die Interessen der deutschen Arbeiter und Angestellten und geht deshalb nicht. Wenn die Regierung die Sozialabgaben erhöhen will, muß dagegen angekämpft werden und zwar bis zur letzten Patrone. Die Rentenpolitik von Bas und Merz ist der letzte Husten.
Foto: Prabel

Stört dies denn die meisten Bürger im Lande? Ist die Gier nach mehr Einkommen nicht größer als der Verstand? Nicht aufregen, der Verstand ist im Lande dünn gesät.
Findet euch damit ab, daß hier alles den Bach runter geht.
Herr Prabel, hinzuzufügen wäre auf wessen Mist die Erhöhung der Sozialabgaben gewachsen ist.
Linke Umverteilungsphantasien bestehen ja daraus, durch Umverteilung Wachstum und soziale Sicherheit zu generieren. Pustekuchen! Man bekommt beides nicht, da sich Sozen und Linke über NGOs an diesen Mehreinnahmen fürstlich bedienen. Weils immer noch nicht reicht werden Schuldenorgien organisiert.
Viel schlimmer als das ist folgender Ausblick: Nach dem Platzen der jetzigen Koalition werden wir den härtesten Lagerwahlkampf seit 1928 erleben. Die Chancen stehen gut, das sich CDU und SPD als Juniorpartner der Linken – die mehr Prozente als die SPD erhalten wird – anbiedern müssen um die Brandmauer aufrecht zu erhalten.
Der drohende Aufschlag auf den Boden der harten Realität wird härter! Die Wahrscheinlichkeit einer neueren Hyperinflation immer höher.
Der Basiswert der Lohnnebenkosten sind die Löhne.
Ich kann jedem nur empfehlen, einmal die A81 von Stuttgart südwärts zu fahren und gelegentlich in die umliegenden kleinen Ortschaften zu schauen – nach den „Häuschen“ der „einfachen Arbeiter am Band“.
Und das sind nur die selbstgenutzten Immos, drauf kommen noch die vermieteten Wohnungen. Bauherrenmodelle der 1970er.
Ich bin wirklich aufs Äußerste gespannt, wie die Chinesen das Problem mit der auch dort wachsenden Mittelschicht lösen. Lösen sie es nicht, wird auch ihre Produktion mittelfristig durch explodierende Löhne – und nachfolgend Preise – erdrosselt.