Der Irankonflikt und die asiatische Wirtschaft
Die morgenländischen Herrscherhäuser und die Mullahs werden auf absehbare Zeit weniger Einkäufe in Europa machen können und den Moscheebau wahrscheinlich einschränken. Rußland konnte zweitweilig von höheren Ölpreisen profitieren. In China und Indien gibt es Einschränkungen auf Grund von Rohstoffproblemen, Viele deutsche Medienberichte sind Propaganda und interessengetrieben, weshalb ich mal nachgesehen habe, was in Wirklichkeit so los ist. Teilweise habe ich die AI befragt, mußte da aber auch Korrekturen vornehmen, weil sie die Tendenz hat Ohren zu blasen. Frag dreimal und du bekommst drei Antworten, die sich auch widersprechen können.
Kuweit:
Angriffe auf die Energieinfrastruktur wie etwa auf die Raffinerie Mina Al-Ahmadi und iranische Blockaden zwangen Kuwait, die Rohölproduktion von zuvor rund 1,27 Millionen zeitweise auf 800.000 Barrel pro Tag zu drosseln. Die Blockade der Seewege führte zu einem Lieferstopp von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar, was in Kuwait das Risiko von Stromausfällen im Sommer deutlich erhöhte. Der starke Produktionsrückgang belastete die staatlichen Einnahmen schwer. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert dadurch ein wachsendes fiskalisches Defizit für Kuwait, trotz phasenweise gestiegener Ölpreise, die zeitweise über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel kletterten. Die Bemühungen des Golfstaates, die eigene Wirtschaft unabhängiger vom Öl zu machen (beispielsweise durch Investitionen in Logistik und Tourismus), wurden durch die Sicherheitskrise und die Abwanderung von Investoren stark zurückgeworfen.
Katar;
Der eskalierte Konflikt mit dem Iran hat Katars Wirtschaft schwer getroffen und das Land in eine unerwartete Rezession gestürzt. Durch iranische Angriffe auf die wichtige Erdgasanlage in Ras Laffan sowie die Blockade der Straße von Hormus musste der Staat Exporte drosseln, was zu massiven Einnahmeverlusten und einem spürbaren Wirtschaftsrumpfen führte.
Beschädigungen an der kritischen Infrastruktur in Ras Laffan haben die Kapazität der Flüssigerdgas-Produktion (LNG) empfindlich reduziert. Infolgedessen musste der staatliche Energieriese QatarEnergy den Export teilweise stoppen (Force Majeure) und Verträge aussetzen, was Milliardenverluste verursacht.
Der plötzliche Stopp und die Behinderung der Haupteinnahmequelle ließen Katars Handelsbilanz einbrechen und führten zu einem vorübergehenden Handelsdefizit. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert daher einen scharfen Wirtschaftseinbruch für das laufende Jahr.
Neben der Gasindustrie leiden auch der Tourismus, die Luftfahrt (unter anderem durch Flugstreichungen und Umroutungen) und das internationale Geschäft unter den Sicherheitsbedenken und Lieferkettenproblemen.
Die Fiskalreserven Katars stehen durch die Folgen des Irankonflikts unter erheblichem Druck, weisen jedoch dank massiver finanzieller Puffer eine hohe Widerstandsfähigkeit auf. Während der Staatshaushalt durch den Ausfall der Gaseinnahmen tief in die roten Zahlen gerutscht ist, stützen die Zentralbankreserven und der Staatsfonds die Liquidität des Landes.
Bahrein:
Der Irankonflikt trifft Bahrain härter als die meisten anderen Golfstaaten, da das Land als das wirtschaftlich schwächste Glied der Region gilt. Durch seine exponierte geografische Lage und strukturelle Probleme haben die militärischen Auseinandersetzungen zu massiven Schäden an der Infrastruktur und einer akuten Schuldenkrise geführt.
Da Bahrain die Basis der 5. US-Flotte in Juffair sowie den Hafen Mina Salman beherbergt, geriet das Land früh ins Visier. Bis in den Juni 2026 hinein kam es wiederholt zu gezielten iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf das Land. Ende März 2026 trafen iranische Angriffe die Anlagen von Aluminium Bahrain (Alba), einer der weltweit größten Aluminiumhütten. Zudem führten Angriffe auf die Ölanlage in Maameer und die nationale Raffinerie dazu, dass die staatliche Ölgesellschaft Bapco Energies „höhere Gewalt“ ausrufen musste
Bahrain besitzt – im Gegensatz zu Saudi-Arabien oder den VAE – keine alternativen Pipeline-Routen unter Umgehung der Straße von Hormus. Seit dem Erliegen des Schiffsverkehrs sind die Energieexporte des Landes fast vollständig blockiert. Wegen der Blockade und den Kriegsschäden mußte der Aluminiumgigant Alba 19 % seiner Schmelzkapazitäten kontrolliert herunterfahren. Da Aluminium und Öl rund 75 % der Staatseinnahmen generieren, brach der Außenhandel im ersten Quartal 2026 um 14,5 % ein.: Iranische Cyber- und Drohnenangriffe beschädigten zudem lokale Rechenzentren (u. a. von Amazon Web Services), was den Finanz- und Dienstleistungssektor zeitweise lähmte. Der Tourismus kam durch die vollständige Sperrung des Luftraums zum Erliegen; Großevents wie der Formel-1-Grand-Prix von Bahrain 2026 wurden abgesagt.
Saudi-Arabien:
Saudi-Arabien hat den Irankonflikt wirtschaftlich deutlich resilienter überstanden als seine kleineren Nachbarstaaten, steht jedoch vor einer spürbaren Verlangsamung seines Reformtempos. Während das Land durch seine geografische Flexibilität massive Einbrüche bei den Ölexporten verhindern konnte, belasten logistische Schocks und explodierende Staatsausgaben die Staatskasse.
Nach der kriegsbedingten Sperrung der Straße von Hormus im März 2026 leitete Saudi-Arabien seine Ölmengen massiv über die East-West-Pipeline zum Roten Meer (Hafen Yanbu) um. Diese lief mit einer Maximalkapazität von 7 Millionen Barrel pro Tag unter Volllast. Zwar sank die reale Rohölproduktion zeitweise von 10,5 auf rund 7,2 Millionen Barrel pro Tag. Dieser Volumenrückgang wurde jedoch durch die kriegsbedingte Preisexplosion kompensiert. Der Ölgigant Saudi Aramco meldete für das erste Quartal 2026 sogar einen Gewinnsprung von 25 Prozent.
Trotz sprudelnder Öleinnahmen verzeichnete Riad im ersten Quartal 2026 das höchste jemals gemessene Quartalsdefizit der Landesgeschichte. Grund hierfür sind unvorhergesehene kriegsbedingte Sonderausgaben. Saudi-Arabien musste massiv in den Ausbau seiner Luftabwehr- und Drohnenabwehrsysteme investieren, um strategische Industriezentren wie Ras Tanura vor pro-iranischen Angriffen (z.B. durch Huthis aus dem Jemen) zu schützen.
Da die Golfstaaten über 80 % ihrer Lebensmittel über den Seeweg importieren, führte die Blockade zu einer „Lebensmittel-Versorgungskrise“ in der Region. Saudi-Arabien musste Grundnahrungsmittel per Luftfracht einfliegen lassen, was im Frühjahr zu einem Preissprung bei Verbrauchsgütern von 40 % bis 120 % führte.
VAE:
Der Irankonflikt hat die Wirtschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Jahr 2026 unvorbereitet und heftig getroffen, wobei insbesondere das Image als „Safe Haven“ der Region nachhaltig beschädigt wurde. Da das Land direkt im Visier iranischer Vergeltungsschläge stand, erlitten zentrale Sektoren wie der Tourismus, die Luftfahrt und der Finanzmarkt massive Einbrüche.
Dank starker finanzieller Rücklagen und der teilweisen Umleitung von Öl-Exporten konnten die Emirate jedoch einen vollständigen wirtschaftlichen Kollaps abwenden. Ratingagenturen und der Internationale Währungsfonds revidierten die BIP-Prognosen für 2026 radikal nach unten. Fitch Solutions prognostiziert einen Rückgang des realen BIP um bis zu 4,8 Prozent.
Der Ausbruch des Konflikts im Frühjahr löste Panikverkäufe an den heimischen Handelsplätzen aus. Innerhalb kürzester Zeit vernichtete der Krieg rund 120 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung an den Wertpapierbörsen von Dubai (DFM) und Abu Dhabi (ADX). Der jahrelange Aufschwung des Luxusimmobilienmarktes in Dubai kam abrupt zum Stillstand, da das Vertrauen ausländischer Investoren und Expats in die dauerhafte Sicherheit der Region tief erschüttert wurde.
Im Gegensatz zu Nachbarstaaten wie Katar oder Kuwait, deren Energieexporte durch die Sperrung der Straße von Hormus komplett gelähmt waren, besaßen die VAE eine Lebensversicherung. Die Emirate konnten bis zu 1,8 Millionen Barrel Rohöl pro Tag über die strategische Land-Pipeline von Habshan direkt zum Exporthafen Fujairah am Golf von Oman leiten und so am Persischen Golf vorbeischleusen. Dennoch sank die Gesamtproduktion im März zeitweise um 35 Prozent, weshalb die VAE nicht vollumfänglich von den kriegsbedingt hohen Weltmarkt-Ölpreisen profitieren konnten.
Irak:
Da die Straße von Hormus zeitweise komplett gesperrt wurde und alternative Pipelines fehlen, blieben die Ölexporte aus dem Süden (Basra) fast vollständig aus. Im Gegensatz zu Saudi-Arabien oder den VAE besitzt der Irak keine Billionen-Dollar-Staatsfonds, um Einnahmeausfälle auszugleichen. Der Staat gibt traditionell jede Einnahme direkt aus. Die neue Regierung steht vor der schwersten Haushaltskrise seit über einem Jahrzehnt.
Rußland:
Durch die kriegsbedingten Förderausfälle im Nahen Osten und den Anstieg des Brent-Rohölpreises auf zeitweise über 110 US-Dollar schossen Russlands Steuereinnahmen aus dem Ölgeschäft in die Höhe. Allein im April 2026 erreichten die föderalen Ölsteuern ein Sechsmonatshoch von rund 707 Milliarden Rubel (ca. 9,9 Milliarden US-Dollar). Um eine Kernschmelze der Weltwirtschaft zu verhindern, lockerten die USA im Zuge des Konflikts temporär den Sanktionsdruck auf russische Ölexporte. Dies erlaubte es Moskau, seine Haushaltslöcher aus dem ersten Quartal temporär zu stopfen. Der Drohneneinkauf in Teheran ist natürlich zum Erliegen gekommen.
China:
Obwohl knapp die Hälfte der chinesischen Rohölimporte normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert wird, konnte Peking akute Engpässe verhindern. Der Grund: China ging mit einer gewaltigen strategischen Ölreserve von 1,2 bis 1,4 Milliarden Barrel (Bedarf für rund 110–120 Importtage) in das Jahr 2026. Wegen der Blockaden brachen Chinas Rohölimporte im April 2026 im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf ein Vierjahrestief ein. Geringere Importe belasten den Markt jedoch weniger, da China gezielt Lieferungen aus Russland und Brasilien hochgefahren hat.
Chinas Ausfuhren stiegen im Frühjahr nur noch um 2,5 Prozent statt der prognostizierten 8,3 Prozent.
Der Konflikt hat eine empfindliche Schwachstelle in Chinas High-Tech-Sektor offengelegt. Durch die Schäden an Katars Industrieanlagen in Ras Laffan fielen fast 40 Prozent der weltweiten Heliumproduktion aus. Da China 85 % seines Heliums importiert, bedroht dieser Mangel die heimische Halbleiterfertigung und KI-Infrastruktur massiv. China bez0g rund 45 % seines Methanols aus dem Iran. Der katar- und iranbedingte Ausfall führte zu einer Preisexplosion von 15 % bis 30 % bei industriellen Vorprodukten wie Naphtha und Schwefel, was Chinas Batteriefertigung für E-Autos verteuert. Um die heimische Landwirtschaft zu schützen, erließ Peking im Mai ein striktes Exportverbot für Schwefelsäure. PB berichtete bereits darüber.
China hat seine auf dem Seeweg transportierten Kohleimporte im Frühsommer 2026 massiv auf ein Sechsmonatshoch hochgefahren, um die kriegsbedingten Energieengpässe und teuren LNG-Preise abzufedern. Ich hatte im Herbst bereits australische Kohleaktien gekauft, was sich als vorausschauend erwiesen hat, denn auch Japan und Korea kaufen mehr Kohle.
Während die Kohleimporte zu Beginn des Frühjahrs (April 2026) aufgrund hoher Weltmarktpreise und logistischer Störungen noch um 12,5 % eingebrochen waren, kam es im Juni zu einer drastischen Kehrtwende. Die Daten der Schiffstracking-Analysten prognostizieren für Juni 2026 einen massiven Sprung der seegestützten Importe auf 27,65 Millionen Tonnen – ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Indien:
Als drittgrößter Ölverbraucher der Welt importiert Indien über 85 % seines Erdölbedarfs. Der kriegsbedingte Preissprung – der indische Rohölkorb sprang im April 2026 auf 114,48 US-Dollar pro Barrel (gegenüber rund 67 US-Dollar im Vorjahr) – trieb die nationalen Importkosten extrem in die Höhe. Durch die Blockade der Golf-Routen fielen die indischen Rohöllagerbestände laut Kpler-Daten bis Mai 2026 um rund 15 Prozent auf 91 Millionen Barrel. Die USA gewährten Indien zeitweise eine 30-tägige Sondererlaubnis, um eigentlich restriktive Verträge zu umgehen und vermehrt russisches Rohöl zu beziehen. Da Indien knapp 50 % seines Flüssiggases (LNG) aus Katar und den VAE importiert, führten die blockierten Seewege zu massiven Engpässen und Rationierungen im Industriesektor.
Indien ist bei Düngemitteln massiv von Lieferungen aus Westasien abhängig. Durch den Ausfall der Häfen in Katar und im Iran kam es zu einer wochenlangen Schließung der Transportrouten. Da die weltweiten Düngemittelpreise kriegsbedingt im April um 66 % in die Höhe schossen, gerieten vor allem indische Kleinbauern in eine existenzielle Krise. Dies traf die Landwirtschaft mitten in einer ohnehin schwierigen Phase, die durch Wetterextreme geschwächt war, und schürte die Angst vor einer Lebensmittelinflation im Inland.
Trotz allem rechnet Indien heuer mit 6 bis 7 % Wirtschaftswachstum.
Iran:
Die wichtigste Einnahmequelle des Landes wurde systematisch zerstört. Westliche Luftangriffe legten die militärischen Anlagen auf Kharg Island komplett in Schutt und Asche. Auch die Großraffinerie in Abadan sowie zentrale Gasverarbeitungsanlagen im Süden des Landes erlitten Totalschäden. Durch die physische Zerstörung der Verladestationen und Pipelines brachen die iranischen Rohölexporte im Frühjahr 2026 zeitweise auf nahezu null Barrel ein. Selbst die illegale Schattenflotte konnte mangels intakter Hafeninfrastruktur kaum noch Öl laden. Da der Staatshaushalt zu über 60 % direkt von Ölerlösen abhängt, verlor das Regime innerhalb weniger Wochen seine gesamte liquide Basis.
Die iranische Landeswährung (Rial) erlebte an den Devisenmärkten einen historischen und unkontrollierbaren Wertverlust. Der Wechselkurs auf dem freien Markt stürzte auf astronomische Tiefstände, was Ersparnisse der Bevölkerung über Nacht entwertete. Der Real stürzte von 0,00002 € auf o ab. Durch den totalen Einbruch der Produktion und die Zerstörung von Transportwegen kam es zu einer extremen Verknappung von Gütern des täglichen Bedarfs. Die Inflation bei Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoffen stieg im Frühsommer 2026 auf schätzungsweise über 120 Prozent, was weite Teile der Bevölkerung in die absolute Armut trieb. Allerdings hatte der Iran kurz vor dem Krieg noch seine Getreidevorräte ergänzt.
Ohne Energie und Rohstoffe mußten die heimische Automobil-, Zement- und Stahlindustrie den Betrieb fast vollständig einstellen. Die Arbeitslosigkeit im urbanen Raum ist sprunghaft angestiegen. Zudem führte der Energiemangel dazu, daß der Iran seine vertraglich zugesicherten Gaslieferungen an die Glaubensbrüder im Irak komplett einstellen mußte.
Die gigantischen Verladesteg-Anlagen („T-Jetty“ und „Sea Island“) auf der Insel Kharg sowie die riesigen Öltanks, über die knapp 90 % der iranischen Rohölexporte laufen, wurden von den US-Bombern gezielt nicht angegriffen. Sie blieben strukturell funktionsfähig, weshalb die Verladungen trotz des Krieges im Sommer 2026 auf niedrigem Niveau fortgesetzt werden konnten. Einige Bombenkrater liegen jedoch in unmittelbarer Nähe der Festland-Pipelines im Inselinneren.
Donald Trump kann mit den Revolutionsgarden in aller Ruhe verhandeln, ihre Lage verschlechtert sich über die Jahre ständig, auch wenn die von den Mullahs gesteuerten Medien Siegmeldungen verbreiten.
