Die Basler Zeitung nach der Randale


Von Basel aus war ein Sonderzug mit Brandstiftern und Plünderern nach Hamburg gefahren. Anlaß für die Basler Zeitung mit den linken Mythen mal aufzuräumen. Hier ein Auszug aus dem Eintrag von Dominik Feusi aus Bern:

Es ist das grosse Paradox der Linken: Die freie Marktwirtschaft hat wie keine andere gesellschaftliche Ordnung Millionen von Menschen vor Armut, Hunger und sicherem Tod gerettet, Bildung und Wohlstand geschaffen. Sie hat Erfindungen gebracht und Gesundheit von der Wiege bis ins hohe Alter ermöglicht, wie es noch nie in der Weltgeschichte der Fall war. Ob Lebenserwartung, Alphabetisierung, Einkommen oder verfügbare Güter: Alle Menschen haben profitiert. Es waren noch nie so viele Menschen frei, ihr Leben selbst zu bestimmen. (…)

Wo immer sozialistische Ideen umgesetzt wurden, gab es ökonomischen Niedergang, Umweltzerstörung, Willkürherrschaft und irgendwann Gewalt und Krieg. Und wo linke Ideen ansatzweise eingeführt wurden, sei es im französischen Arbeitsmarkt, im britischen Gesundheitswesen, im skandinavischen Sozialstaat, in der deutschen Energiepolitik oder in der Geldpolitik der Euro-Zone, scheiterten die Ideen und schufen Privilegien und Wohlstand für wenige auf Kosten aller anderen. Liberal sein heisst, gegen Privilegien sein.

Trotz dieser überwältigenden empirischen Erkenntnis ist die gesellschaftliche Ordnung, die für diesen Erfolg verantwortlich ist, unter Druck wie noch selten. Tausende demonstrieren gegen Freihandel, Unternehmertum, Wettbewerb und für mehr Staat und mehr Regulierung. Und sie glauben ernsthaft daran, dass dies den «sozial Schwächeren» etwas bringen würde. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Regulierung nützt immer den grossen Unternehmen, bewahrt sie vor Konkurrenz und schützt ihre Preise – auf Kosten von Konsumenten und Arbeitnehmern. Niemand profitiert von Freiheit und Freihandel mehr als die normalen Menschen hier bei uns und in den armen Ländern des Südens. Warum gewinnen die Liberalen diese Auseinandersetzung nicht? Die empirischen Argumente schienen nicht zu genügen.

Sie sollten auch die moralische Überlegenheit der Marktwirtschaft aufzeigen. Die Linke findet sich «altruistisch» und behauptet im Gegenzug, der Kapitalismus sei «egoistisch». Das Gegenteil ist der Fall. Nur die freie Marktwirtschaft zwingt Anbieter, sich in die Bedürfnisse ihrer möglichen Kunden einzufühlen und ihnen altruistisch anzubieten, was sie gebrauchen können. Freie Marktwirtschaft belohnt Altruismus, statt ihn staatlich erzwingen zu wollen, wie es die Linke vorschlägt. Gehen diese Beziehungen über Staatsgrenzen, machen sie Krieg unsinnig und schaffen Wohlstand auch anderswo. Jeder Eingriff des Staats macht diesen natürlichen Altruismus der spontanen Ordnung zunichte. Denn der Beamte oder der Staatsmonopolist brauchen keine Empathie. Sie zwingen das Gegenüber zum Kauf. Freie Marktwirtschaft und Freihandel sind die einzige Lösung für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand.

Die Linke steckt in einer ideologischen Krise. Ein Ausweg ist zurzeit nicht in Sicht. (…) Freiheit im Sozialismus bedeutet aber nichts anderes als Knechtschaft unter einem absoluten Staat.

Jetzt bräuchte es nur noch Liberale, welche die ideologische Auseinandersetzung wagen. Auch solche sind derzeit kaum in Sicht. (Basler Zeitung)

4 Kommentare zu “Die Basler Zeitung nach der Randale

  1. Der Ansatz ist ja richtig, aber ungehemmter Freihandel und unregulierter Markt sind kaum der Garant des Wohlstands für alle. Wer das in heutigen Zeiten behauptet, hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Die aktuelle Phase der Globalisierung lässt einzig die globalen Konzerne sowie globale Händler profitieren und zerstört lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe. Das kann so schwer nicht zu begreifen sein. Nicht umsonst beinhaltete das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft ja einen gewissen Ordnungsrahmen, der Exzesse verhindern soll.

    • Ich denke, daß es keinen Freihandel gibt. Die Abgaspolitik der USA und der EU sind gute Beispiele beliebig einsetzbarer Handelshemmnisse. In den USA betraf es nur den Diesel. Warum? Weil die amerikanischen Firmen Benziner herstellen. Wo es nicht Umweltvorschriften sind, kommen Arbeitsschutzbedenken und Verbraucherschutzmaßnahmen zum Einsatz. Freihandel im 21. Jahrhundert, das ist eine Wahnvorstellung von Phantasten. Ein Verwandter von mir reist das ganze Jahr um die Welt, um Beamtenbedenken gegen sein Exportprodukt auszuräumen.

  2. Die Menschen protestieren überhaupt nicht gegen „freien Handel“. Sie protestieren gegen bestimmte Formen der Handelsregulierung, von denen man vorgibt, sie seien erforderlich, um „Freihandel“ möglich zu machen. Aber wenn denn unbedingt Regulierungen gebraucht werden, warum nur solche, die den Großkonzernen nützen – und nicht einfach mal andere?

  3. @ Robert Meier…………… sooo einfach ist das nicht.

    Und es kann keine Gleichheit geben, darum auch keinen Wohlstand für alle, zumindest keinen ….“Gleichen“…… siô0ndern nur weniger oder mehr, je nachdem.

    Sie denken an den Manchester-Kapitalismus, vergessen aber das gerade auch damit der Fortschritt erzielt wurde, ja das er auch ein Schritt in die Zukunft war.
    Und vergessen sie nicht, England und überhaupt alle Länder Europas waren noch Monarchien und vom Adel geprägt.
    Demokratie gab es nur in der Schweiz und hier hat sich die Sache mit der Marktwirtschaft ausgesprochen gut entwickelt.

    Leider aber haben auch wir Heute keine freie Marktwirtschaft mehr, Links hat hierzulande derart viel Einfluss, dass wir nun die Fehler nachholen die andere vor uns machten und damit gescheitert sind.
    Der Sozialismus ist eben ein zu süsses Gift.

    Was wir heute mit der Globalisierung erleben, dass ist das Treibhausklima einer geschützten Umgebung, welches unsere Linksregierungen geschaffen haben.
    Das hat mit freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun, das ist die überregulierte Wirtschaft die meint sie sei frei, es aber nicht ist.

    Heute wird viel zu viel mit Staatshilfen, Subventionen usw. gearbeitet.
    Das darum, weil unsere Regierungen sich wie Drogensüchtige verhalten, ….sie streben nur noch nach dem nächsten Schuss.
    Der Schuss ist aber keine eigentliche Droge, sondern es ist Geld, Geld mit dem sie Politik betreiben, die Fehler ihrer Politik sofort wieder korrigieren, sich ihre Ämter erhalten und den Wähler korrumpieren.
    Nur, vernünftigen Umgang mit den Steuergeldern, dass findet man nirgends.

    Darum gibt es Branchen die freier sind wie andere.
    Beispielsweise die Banken und Finanzwirtschaft, die seit 2008 in der Dauerkrise schwebt und uns in einen Crash führen wird, die aber trotzdem nicht reguliert wird.
    Trennbanken und dergleichen müssten wieder eingeführt werden, aber es tut sich nichts, denn alles was denen Schwierigkeiten macht, gefährdet die Regierungen, beziehungsweise deren Einnahmen.
    Nur um das geht es.
    Die Regierungen haben Myriaden von Gesetzen geschaffen, eine Subvention da, ein Gesetz zum Ausgleich von deren Folgen dort…. und so weiter.

    Tja, einst gab es Fabrikherren die ihre Arbeiterschaft mit minimalsten Löhnen abspeisten, trotzdem waren sie gut für die Menschen, denn sie boten Massen-Produkte an die gekauft werden konnten.
    Die Zünfte sorgten über Jahrhunderte dafür das viele Dinge extrem teuer blieben, sie immer mehr Menschen aber nicht mehr kaufen konnten. Die explosiv steigende Bevölkerung musste ernährt und versorgt werden, und die Gesellschaft versuchte das irgendwie zu machen.
    Der Manchester Kapitalismus war eine Folge davon, ein Experiment der neuen Zeit mit den Fabriken und den Menschenmassen.

    Diese Massen haben wir heute immer noch, nur leben die jetzt in China.

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