Bummi vertrat die Parteilinie konsequent

Mein Kommentarbereich erinnert mich an die beliebte Kindersendung „Meister Nadelöhr“. Schnatterinchen äußerte ihre Meinung, nak-nak wie ihr der Schnabel gewachsen war, Pitti war zuweilen ein Eskapist. Und immer wenn es im Märchenwald gerade schön turbulent wurde, kam Bummi auf den Plan (später der Mischkabär) und vertrat die Parteilinie, die im Mantel der Vernunft daherkam. Puff, die Luft war dann aus dem Thema raus.

1989 stellte sich heraus, daß Bummi und Mischkabär nur FakeNews von sich gegeben hatten. Müssen wir uns heutzutage wieder Bären aufbinden lassen? Ich denke unter zwei Bedingungen wäre das möglich: Erstens: der EU-Parlamentsbeschluß über den Uploadfilter wird aufgehoben. Zweitens: Das Maasigesetz vom 30. Juni 2017 entfällt ersatzlos.

Wenn die Merkelfaschisten in ihrem Märchenwald zensieren, tu ich das auf meinem Blog auch. Alles andere wäre asymmetrisch. Die grüne Parteilinie kann man sich täglich im zwangsfinanzierten Staatsfernsehen reinziehen. Da braucht es nicht die freien Medien.

 

12 Kommentare zu “Bummi vertrat die Parteilinie konsequent

      • brumm, brumm, brumm 🙂

        Stimmt, Herr Prabel.
        Das Lied, aus dem der Bummi stammt, kam auch im Radio. 🙂 🙂 🙂

        1. Kam ein kleiner Teddybär aus dem Spielzeugland daher.
        Und sein Fell war wuschelweich, alle Kinder rufen gleich
        || Bummi, Bummi, Bummi Bummi, brumm brumm brumm…||

        2. Alle Kinder nach und fern, haben unser Bärchen gern.
        Bummi ladet alle ein, wollen gute Freunde sein.
        || Bummi…

        3. Mit dem Ball und Püppchen Ruth, spielt er und verträgt sich gut.
        Jedes Ding, das uns gefällt, auch zu Bummis Freunden zählt.
        ||Bummi…

        4. Pusteblumen hinterm Zaun, drüber Heckenröschen schaun.
        Jedes Blümchen in der Welt, auch zu Bummis Freunden zählt.
        || Bummi…

        5. Fröschlein, Ente. Silberschwan, die Giraffe, Miez und Hahn.
        Jedes Tierlein in der Welt, auch zu Bummis Freunden zählt.
        ||Bummi…

        6. Hat der liebe Bummibär viele Freunde, freut´s ihn sehr.
        Er reicht jedem seine Hand, jedem Kind aus jedem Land.
        || Bummi…

        7. Gartenblumen kunterbunt, Löwenzahn am Wiesengrund.
        Bummi sieht sie alle gern, bläst den Pusteblumenstern.
        ||Bummi…

        8. Und trägt jemand einen Schmerz, drückt ihn Bummi an sein Herz.
        Streichelt mit den Pfötchen sacht, bis er wieder etwas lacht.
        || Bummi…

        In diesem Sinne!
        Brumm, brumm, brumm !

  1. Nun – Zensur oder wie auch immer man restriktive Eingriffe in veröffentlichte Meinungen, Ansichten oder Kritiken bezeichnen will, durch diejenigen, die die Lufthoheit und das Hausrecht für den jeweiligen Marktplatz der Äußerungen haben – Zensur ist eine bedenkliche Entwicklung. Im grundgesetzlichen Sinne.

    Allerdings sollte man den Begriff und den Umgang damit etwas differenzierter Betrachten.
    Mit der unstrittig voranschreitenden Verrohung und Verunklugung bei einem nicht unerheblichen Teil der überwiegend anonymen Diskussionsteilnehmer bzw. Monologisten treten Äußerungen zutage, die bei nichtanonymer Diskussion, also im Gespräch oder einfach durch „bessere“ Sitten und Umgangsformen in früheren, gebildeteren Zeiten einer gesunden Selbst-Zensur zum Opfer gefallen wären – sprich, bestimmte Worte und Formulierungen wären nicht über die Lippen gekommen – aus Anstand, Höflichkeit, bessren Wissens o.ä.

    Besser als im Grundgesetz Art. 5 kann man m.E. freie Meinungsäußerung, Zensur etc. pp. nicht darstellen. Würde streng nach diesem Maßstab gehandelt, würden wir nicht darüber diskutieren.

    Ich habe bewußt von „diesem“ Maßstab gesprochen und nicht von „diesen“ Maßstäben.
    Denn das, was Menschen laut „Zensur, Zensur“ rufen lässt, sind Doppelmaßstäbe für ein und dieselbe Sache, aber unterschiedliche Interessengruppen.
    Mit dem unschuldig und friedlich daherkommenden und zum Synonym für Political Correctness gewordenen Begriff „Toleranz“ soll Zensur legitimiert werden. Toleranz setzt aber immer einen Maßstab voraus, der von unterschiedlichen Interessengruppen unterschiedlich bis gegensätzlich selbst formuliert wird – also eigentlich eine überbewertete untaugliche Worthülse ist, wenn es um freie Meinungsäußerung und Zensur geht.

    Zwei Dinge scheinen mir unabdingbar für einen offenen und fruchtbaren
    Wettstreit von Meinungen zu sein:
    1. Bildung
    und
    2. Bildung.

    Meinetwegen auch noch
    3. Bildung.

    Und eine FSK, die immerhin 1., 2. und 3. voraussetzt, im Zweifelsfalle auch die Herzensbildung.
    Auch wenn es (z.B. mir) bei manch einer gar zu unflätig, dumm oder provokativ vorgetragenen Äußerung eines anderen schwerfällt.

    Also, Herr Prabel, halten Sie Ihren Stall ruhig sauber – aber sorgfältig kehren.

  2. Zum Wert der Bildung bei einem öffentlichen Diskurs :

    1. Meinungskämpfe werden dann ekelig und aus sittlichen Gründen zensurbedürftig, wenn es einer Seite ganz offensichtlich an Wissen um die jeweilige Sache fehlt und man ins Ungenaue oder auch Ideologische abdriftet und dann wahlweise albern oder brutal vorgetragen wird – sozusagen „wild um sich schlagend“.
    Beispiele hierfür gibt es genug aktuell (Klimadebatte, Gender“wissenschaften“, Russland- oder Trump-Bashing, u.v.a.)
    Man kann solch wider besseres Wissen vorgetragenen Meinungen wirksam nicht immer nur mit feiner Klinge oder hohem Intellekt entgegentreten. Mitunter – aber immer häufiger – ist es erfolgversprechender – mit den gleichen Waffen zurückzuschlegen, zumindest vorübergehend.
    Womit wir angekommen sind bei

    2. Mit meinem Plädoyer für die Bildung möchte ich keinesfalls eine unkritische Lanze brechen für die sogenannten oder auch selbsternannten „Intellektuellen“ oder Akademiker an sich.
    Es gehört zu den bitteren Lehren der deutschen Geschichte, dass Intellektuelle reihenweise versagt oder gekniffen haben, wenn ihr konstruktiver Beitrag gefordert war. Vielmehr haben sie oft mit hochgradig verschwurbelt formulierten „ca. Ja bis Nein“-Beiträgen – angekündigt als ‚Expertenmeinung‘ – zur weiteren Verwirrung und Verschärfung der Lage beigetragen.
    Bildung meint auch Lebenserfahrung – und die geht so manchem „Gebildeten“ ab.
    Aus diesen Gründen lehne ich auch kategorisch ab (und werbe für diese Ablehnung entgegen meines Naturells), dass Ungebildete nicht nur Unterschlupf, sondern Führung in politischen Parteien beanspruchen und erhalten.
    Ich will nicht von solchen Leuten wie Kühnert, Zimiak , KGE u.v.a.m regiert werden.
    Detaildiskussionen zu den politischen Ansichten solcher Leute, noch dazu öffentlich vorgetragen, führen zu nichts sondern lenken nur ab.
    Niemand sollte sich mit solchen Leuten an einen Tisch setzen, bis diese eine anständige Bildung und Lebenserfahrung erlangt haben.

    Solche Kevins und Kathis müssen vom politischen Hofe gejagt werden, ehe sie größeres Unheil anrichten. Dies sollte eigentlich eine Frage der Selbstachtung und Hygiene von politischen Parteien mit Führungsanspruch sein.

    Prognose:
    Es wird noch lauter werden und unflätiger.
    Die Dummen werden unflätiger und die Klugen müssen lauter werden.
    Denn:
    das Schweigen der Klugen ist das Geschrei der Dummen und die Diktatur der Ahnungslosen.

    In diesem Sinne !

    • Habe aus nächster Nähe immer wieder beobachten können, daß höhere (akademische) Bildung und gesunder Menschenverstand sich bei den meisten Menschen umgekehrt proportional entwickeln.

      • Diese Beobachtung hat wohl jeder schon machen dürfen.
        Intellektuelle eint, dass sie sich in ihrer eigenen Blase (ihresgleichen) unheimlich klug, toll und im Besitz der Wahrheit finden und selten aus dieser Blase herauskommen..
        Sogar eigene Auszeichnungsevents gibts für diese Kaste – gerade im Kreise der Kulturschaffenden – eine geschlossene, überwiegend dekadente Gesellschaft.
        Stetig wachsend durch die Akademikerschwemme, besonders im Bereich anspruchsarmer Geistes- und Pseudowissenschaften.

        Ich schrieb neulich schon über das überdurchschnittliche Stimmenwachstum für die Grünen in den ostdeutschen Universitätsstädten.
        Das fiel natürlich auch anderen, wichtigeren Menschen als mir auf.
        Allerdings ist die Analyse der Gründe dafür m.E. einmal mehr voll daneben.
        Denn dieser Effekt wurde von politisch-publizistischer Seite nicht dem universitären Milieu mit zehntausenden Studenten und seit der Wende aus der alten BRD in Größenordnungen importierten Hochschulfachkräften der 3. und 4. Kompetenzkategorie (also dem typischen Bionademilieu) zugeschrieben, sondern den sogenannten „wirtschaftlichen Leuchttürmen“.
        Mir ist nicht geläufig, dass z.B. Rostock oder Potsdam wirtschaftliche Cluster sind.
        Mir ganz persönlich sind in meinem Umfeld keine Grünen-Wähler aus der sogenannten freien Wirtschaft bekannt. Und den mir Bekannten sind auch keine solchen bekannt. Und deren Bekannten wiederum mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht.
        Die grüne Ideologie (immer mehr Kritiker sprechen inzwischen von den Grünen Khmer) ist eine in die NBL exportierte Ideologie. Der hier naturgemäß nicht vorhandene Marsch durch die Institutionen wurde umgehend nach der deutschen Einheit durch einen als
        Evaluierung getarnten Personalaustausch an den ostdeutschen Universitäten, Hoch- und Fachschulen erreicht.
        Einige wenige ‚Größen‘ aus dem ostdeutschen ‚alternativen‘ Milieu, die schon rein vitamäßig (ohne abgeschlossene Bildung) zu dieser rotzdoofen, aber einflußreichen Gesellschaft passten, ließen sich dankbar vor diesen Karren spannen und ziehen ihn heute noch.
        Die intelligenteren Selbstdenker unter ihnen haben relativ schnell ihren persönlichen Irrweg bei den Bündnisgrünen beendet und sich politisch anders orientiert (V.Lengsfeld, A.Hermenau).

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