Zum Fürchten, Fachärzte dagegen

Ich kann mir vorstellen, daß manche Grundschulkinder sich vor den Tests in den Schulen fürchten. Und dann sieht es am Eingang so aus: Paletten mit Tests, keine Chance auf ein Ende.

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Ich finde das trostlos. Würg. Kotz. Spei.

Kinder- und Jugendärzte halten wenig von den Schnelltests zum Eigengebrauch schreibt die Ärztezeitung. „Ausgehend von allgemein anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen der Screening- und Infektionsdiagnostik erscheint es angesichts fehlender Daten zur Validität von Antigenschnelltests gerade bei asymptomatischen Kindern zum jetzigen Zeitpunkt weder gerechtfertigt noch angemessen, diese Tests flächendeckend in Schulen und Kitas einzusetzen“, heißt es in einem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sowie der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Bei Anwendung der Schnelltests sei zu erwarten, dass die Zahl falsch negativer und falsch positiver Ergebnisse „inakzeptabel“ hoch sein und dies „weit mehr Schaden als Nutzen“ anrichte, warnen die Verbände in ihrem Papier.

Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass negative Testergebnisse das Befolgen bewährter Hygieneregeln in den Schulen erheblich schmälere. Dies aber könne angesichts einer erwartungsgemäß hohen Rate falsch negativer Testergebnisse „gravierende Auswirkungen“ haben. Müssten Schüler nach einem Positivtest in Quarantäne und erweise sich der Test anschließend als falsch, habe dies große psychologische Auswirkungen. Im Übrigen sei bis heute nicht nachgewiesen, dass Infektionsausbrüche, die von infizierten Schülern ausgehen, ein relevanter „Motor“ der Pandemie seien.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst. „Der Natur ist Furcht wohl gemäß, Ehrfurcht aber nicht; man fürchtet ein bekanntes oder unbekanntes mächtiges Wesen, der Starke sucht es zu bekämpfen, der Schwache zu vermeiden.“ (Geh. Rath v. Goethe)