Belém und Berlin
Ich bin gestern mal per Streetview durch Belém gefahren. Im Schnitt ist es nicht schlechter als Berlin. Architektonisch ist Belém reizvoller, der Verkehr rollt reibungsfreier, es gibt viele schöne Alleen, aber ich will nicht behaupten, daß in Brasilien alles besser ist. Trotzdem: Es gibt zum Beispiel keinen strengen Winter, weil der Äquator in der Nähe ist. Man hat weniger Heizkosten, Der Strompreis beträgt nur einen Bruchteil von Berlin. Laut ADAC beträgt auch der Dieselpreis in Belém nicht mal die Hälfte.
Ohne alle Aspekte zu beachten hat Merz eine unnötige Bemerkung gemacht, welche man sich als Gast besser verspart. Ich bin letztes Jahr mal durch Müggelheim gelaufen – einem Stadtteil von Berlin – ohne Betrachtungen darüber anzustellen. ob Kreuzberg oder Neukölln besser seien.
„Hochmut kommt vor dem Fall“, sagte die Großmama. Und: „Fremde Länder – fremde Sitten.“

Die Brasilen fahren zum Ärgernis der restdeutschen Anti-Rodungs-Krakeeler gerne mit Ethanol aus Zuckerrohr, da sind die ziemlich autark. Meine Nachbarn erzählten mir auch von dem gewaltigen Wasserkraftwerk, das zusammen mit Paraguay betrieben wird – aber natürlich von restdeutschen Schwachmaten ebenfalls beblökt wird wegen des Eingriffs in die Natur.