Weniger Steuergeld für die Parteien wäre ein erster Schritt
Bereits 2014 hatte ich die dramatische Erhöhung der Fraktionsgelder durch Dr. M. kritisiert. Es war mit wenig Phantasie abzusehen, welche Folgen das haben wird. Die Abgeordneten haben in ihren Wahlkreisen mehr Möglichkeiten als je zuvor, sich Anhänger über Postenvergabe zu kaufen. Auch der Lebensstil leidet darunter, er entfernt sich immer schnelle von dem der Wähler. Der Entenpastetenskandal der SPD oder die Vielfliegerei der Grünen sind nur die aus dem Ozean des Übermutes herausragenden Spitzen von elitären Eisbergen.
Solange die Politik dem Wohlstand nicht groß im Wege stand, habe ich die Einkünfte der Politiker nicht als sehr skandalös empfunden. Doch seitdem Brüssel und Berlin dem Bürger nur noch dicke Knüppel zwischen die Beine werfen, sehe ich das völlig anders. Die Diäten und die Fraktionsgelder sollten entfallen, die Parteien sind demokratischer, wenn sie sich das Geld von ihren zufriedenen Mitgliedern erbetteln müssen.

Das ist die Macht des Geldes, die zu einer bestimmten Zeit eine kritische Größe überschreitet und ähnlich wie in der Fliegerei beim Durchbrechen der Schallmauer die Macht des Volkes hinter sich lässt.
Es ist nicht verwunderlich, wenn Geldgier der Volksvertreter dazu führt, ihre vorher sicher einst gegebene Bodenhaftung zu den Wählern abzulegen. Daher ist die Inschrift auf dem Hauptportal des Reichstagsgebäudes „Dem Deutschen Volke“ unangemessen und müsste anders lauten, nämlich „Dem Großen Gelde“.
Das trifft jedoch nicht auf alle Abgeordneten zu, Frau Cotar ist der lebendige Beweis dafür, auch wenn sie die AfD verlassen hat und zum Schluss fraktionslos geworden ist.
Neulich spazierte ich durch das mit großem polizeilichem Aufwand vergleichsweise sicher und graffittifrei gehaltene Regierungsviertel.
Es sind allein dort Zehntausende in Büros und Zulieferbetrieben, die von dem genannten System leben.
Der kommende Zerfall oder ein Krieg wird aufräumen – durch „Fortwursteln“ wie in weiland Kakanien ist es nicht zu ändern. Das war so, das ist so und es wird immer so sein.