Die nächste Pleite im Saarland
Das heimtückische Zerstörungswerk der Nationalen Front im sog. „Herbst der Reformen“ beschleunigt sich, Die Einschläge kommen näher und treffen zunächst das strukturschwache Saarland. Vergangene Woche hatte ich über die letzte Schicht bei Ford in Saarlouis berichtet, jetzt ist der Autozulieferer Voit aus St. Ingbert dran. Noch vor 10 Jahren war man stolz auf die eigene Leistung:
Man war auch ständig dabei Lehrlinge zu gewinnen und auszubilden. Zahlreiche Videos dazu sind noch im Netz. Diese Bemühungen sind jetzt für die Katz. Nun ist die Firma in die Mühlsteine der Energiepreise, der Brüsseler Befehle und der Klimasekte gekommen.
Vor gut drei Jahren erreichte die SPD noch eine Mehrheit im Saarbrücker Landtag, wovon sie jetzt weit entfernt ist. SPD, CDU und AfD sind in der jüngsten Umfragen auf Augenhöhe. Wenn Klingbeil und Merz so eifrig weiter reformieren, werden die Blauen auch an der Saar stärkste Kraft.

Andere Länder haben die Allokations-Schwierigkeiten bei der Umstellung von Thermo- auf Elektrodynamik doch auch, zB Japan, Südkorea. Selbst China hat seinerzeit mit Verbrennungsmotoren angefangen.
Das hiesige Gewese um horrende, nicht stemmbare Aufwände, Werksschließungen, Massenentlassungen kommt mir schon lange seltsam vor, denn Siemens, SEW usw. stellen doch serienweise zB Industriemotoren her, was seit über 100 Jahren wohl kein Geheimnis mehr ist. Und Wechselrichter mit PWM befinden sich inzwischen in jedem Küchenquirl.
Skoda zB hat scheints diese Riesen-Probleme nicht. Renault auch nicht.
Sollte es wohl doch um die von wem auch immer geplante Stilllegung eines Großteils der restdeutschen Industrie gehen?
Das Problem ist anderswo: Wer kauft Elektroautos wenn die teurer sind als Verbrenner, weniger lange halten, geringere Reichweite haben, und ich sie in den meisten Fällen nicht an einer Steckdose neben meiner Wohnung laden kann? Diese Probleme lassen sich lösen, aber dazu müsste man die Akkutechnologie verbessern, und dazu sind wir zu dumm in Europa. Es gibt keine Firma in Europa die sich damit schon lange beschäftigt hat. Bleibatterien Hersteller wie Moll, oder Varta, aber Akkus? Und es zählt nicht nur die Theorie, sondern die Großserien. Kurzum: China ging das mit den zigtausend verfügbaren Ingenieuren systematisch an, während wir hier betroffen zusehen wie uns die Märkte weltweit von der Politik kaputt gemacht werden.
Halt du rettest den Freund nicht mehr ist unsere Devise.
Die Argumente gelten nur teilweise.
ZB Opel verbaute Automatikgetriebe von Isuzu, ebenso Elektronik aus allen Teilen der Welt. Das hätte man bei VW ebensogut mit Akkus von Panasonic machen können. Mit Japan verbindet Deutschland überdies eine lange Tradition und von da kommt auch der Li-Ionen-Akku, nicht aus China. Mit dem „Golf 2 Citystromer“ stand die Technologie schon 1985 im Flottenversuch, da fuhren die Chinesen noch Fahrrad.
Wenn die Kfz-Industrie angeblich so exportorientiert ist, sind die hiesigen Preise, Lademöglichkeiten usw. nicht relevant. Im Ausland sind die Preise sowieso niedriger.
Die Software wäre schlauerweise auch für die jeweiligen Märkte vor Ort beschafft und an eines der Bussysteme angeclipst worden. Wieso man die plötzlich nicht mehr hier entwickeln konnte, ist auch eine Frage. Die vielen übrigen Steuergeräte wurden & werden ja auch entwickelt.
Kurz, das Benehmen des Managements war so offensichtlich dämlich, die rumgeeierten Entschuldigungen so kindisch, daß man das Desaster irgendeiner äußeren Einflüsterung zuschreiben muß. Wahrscheinlich aus der kombinierten Schule von Mao und Günter Mittag, dem Ossi-Hasser des Individualverkehrs.
Ich vergaß noch das autonome Fahren, an der Universität der Bundeswehr 1987 erfolgreich vorgeführt, das auch nicht weiterentwickelt wurde. Warum auch immer.
Den Sozen ist vermutlich eine Mitschuld zuzuweisen: bloß keine überbezahlten Bus- und Straßenbahnfahrer entlassen.
Jammerlied einer ewig-Gestrigen: in Deutschland war man einst bei Verbrennermotoren führend. Niemand, erst recht nicht China, konnte uns da das Wasser abgraben. Also erfand “man” (war es Brüssel oder Merkel?) absurde Grenzwerte für Abgase, wonach das, was aus dem Auspuff kommt, praktisch sauberer zu sein hat als das, was vorne eingesaugt wird. Anstatt sich auf Diskussionen darüber einzulassen, was denn physikalisch überhaupt machbar ist, beschloss VW einfach, zu mogeln, so wie ich es verstanden habe und das flog dann auf. Andererseits: “no amount of evidence will ever convince an idiot” (Mark Twain, zu deutsch: “diskutier nicht mit Idioten”, auch wenn diese angeblich promovierte Physiker sind). Und so ließ man sich dann im Fahrzeugbau auf eine neue Technologie ein, bei der man bereits viel zu spät kam und von der Entwicklung nur noch die Rücklichter sieht.
Allerdings hat die EU auch in anderer Hinsicht Richtlinien erlassen, die den Kunden/Konsumenten ärgern. Es gibt mittlerweile kein elektrisches Gerät mehr, welches man noch selber reparieren könnte. Überall sind elektronische Mikrohirne (chips) eingebaut, welche das Gerät leichter, störanfälliger und billiger machen, angeblich damit es bedienfreundlicher wird und „um das Klima zu retten“.
Vorbei ist die Zeit, wo eine Waschmaschine genau zwei Drehschalter hatte, eines für die Programme und eines für die Temperaturen. Oder wo man am Herd jede Heizplatte getrennt voneinander bediente und nicht erst das System einschalten muß, um dann per Fingerauflage die Hitze rauf und runter zu regulieren. Der größte Aufreger sind für mich die modernen Waschmaschinen, die angeblich super umweltfreundlich sein sollen. Klartext: Wo man für 5 kg Wäsche insgesamt vierzig Liter Wasser verbraucht, also bei niedrigstem Wasserstand die Textilien stundenlang hin und her schwenken läßt und damit hohen Verschleiß der Fasern in Kauf nimmt. Wollte man zu früheren Standards zurückkehren, wo deutsche Haushaltsgeräte unkaputtbar waren und eine Anschaffung für Jahrzehnte darstellten (= nachhaltig), würde man gegen EU-Standards verstoßen und das Inverkehrbringen wäre strafbar. Übrigens habe ich mir in Afrika eine Waschmaschine von LG geleistet, die tadellos funktionierte (man benötigte allerdings einen USV, um die Stromschwankungen abzufangen). Sie war schwer, übersichtlich zu bedienen, arbeitete nach dem Prinzip „Wasser ist zum Waschen da“ und entließ das Abwasser in die Rabatten hinterm Haus, wodurch dies die einzige Stelle im Garten war, wo es das ganze Jahr über grünte und blühte. Ich hätte sie gerne nach Europa mitgenommen, wenn es denn erlaubt gewesen wäre. Und solange es die EU gibt, wird erfolgreich verhindert, daß bewährte analoge Technik in kleinen Serien neu aufgelegt wird.