Der deutsche Kapitalexport 2024
Vor einem Jahr hatte ich über den Kapitalabfluß und die deutschen Direktinvestitionen 2023 berichtet. Nun liegen – mit der üblichen Verzögerung – die Zahlen für 2024 vor. Sie sind deshalb interessant, weil sie neben der Leistungsbilanz, dem Außenhandel, den Ertragssteuern und dem Energieverbrauch den derzeitigen Niedergang des Vaterlandes aufzeigen.
Warnen möchte ich vor dem Gebrauch des BIP als Indikator, Da wird alles mögliche reingerechnet, sogar der Rauschgifthandel, Prostitution, Schwarzarbeit und Tabaksschmuggel. Vielleicht demnächst auch Banküberfälle. Raider heißt jetzt Twix, unmöglich ist bei Friedrich Merz nix.
Das deutsche Netto-Auslandsvermögen belief sich Ende 2024 auf 3,45 Billionen €. Es erhöhte sich 2024 um 0,55 Billionen.
Die deutschen Direktinvestitionen im Ausland stiegen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 134 Mrd € (4,6 %) auf 3 058 Mrd €. Die Direktinvestitionsbestände gebietsfremder Unternehmen in Deutschland stiegen 2024 um 51 Mrd € (2,4 %) auf 2 126 Mrd €. Im Ergebnis hatte Deutschlands Ende 2024 für 932 Mrd. € mehr Direktinvestitionen im Ausland. als Ausländer in Deutschland. Der Überschuß lag damit 84 Mrd € über dem Wert vom Jahresende 2023.
Der Saldo der Wertpapieranlagen lag Ende 2024 mit 1 034 Mrd € um rund 204 Mrd € über dem Vorjahreswert. Deutsche kauften deutlich mehr Nvidia, Amazon und Treasuries als Ausländer deutsche Schuldenpapiere und Aktien kauften.
Die Währungsreserven der Bundesbank beliefen sich Ende 2024 auf 364 Mrd €; sie lagen damit 71 Mrd € über dem Vorjahreswert. Der Bestand der Währungsreserven stieg fast nur durch den Anstieg des Goldpreises. Der Goldpreis war 2024 von 1.869 auf 2.536 € pro Unze geklettert. Die Bundesbank hält etwa 105 Millionen Feinunzen Gold.
Dem Vernehmen nach wandert etwa ein Drittel des deutschen Kapitalexports in die USA. Wenn man der KI traut war China der größte Investor in Deutschland.

Es stellt sich die Frage, wie der gestiegene Kapitalexport vonstatten geht und zu welchem Zweck – Auswanderung?
Bei den von meinem Fenster aus sichtbaren EFH wird momentan je sechsstellig in PV-Dächer und Wäpus investiert, vermutlich um dann siebenstellig verkaufen und abdampfen zu können.
NB: Wobei sich – bei abbezahlter Immo – natürlich die Frage stellt, ob bei einer Großinvestition nicht die Spekulationsfrist wieder neu zu laufen anfängt?