Die schwedische Warnung
Grad will Lars Klingbeil mit seinem Beisteller Friedrich Merz die Steuerschraube anziehen. BeiTichy liest man: „Der Bürger erlebt eine Verwaltung, die bei Ausweisen, Baugenehmigungen, Bürgergeld, Schulen, Bahnen und Gerichten schleicht wie eine Schnecke. Doch beim Kassieren wird der Staat plötzlich zum Rennpferd.
Und das Ende ist nicht erreicht. Die Vorschläge liegen alle längst auf dem Tisch. Vermögensteuer. Erbschaftsteuer. Mehrwertsteuer. Immobiliensteuer. Digitalsteuer. Finanztransaktionssteuer. Gemeindewirtschaftsteuer. Diesel. Dienstwagen. Kerosin. CO₂. Übergewinn. Maut. Pflegebeiträge. Steuerfahndung. Kryptowährungen. Plattformen. Ehegatten. Luxusvillen.„
Die steigenden Sozialbeiträge, Zuckersteuer, Alkoholsteuer, Tabaksteuer und GEZ muß man noch ergänzen. Man kann die Steuerschraube weit überdrehen, wenn man weit in die Substanz reinlangt. Das Schweden der 70er Jahre sollte eine Warnung sein. Aus Wirtschaftsgeschichte kann man mehr lernen, als an Universitäten. Wenn man nicht so minderbegabt ist, wie die Bundesregierung.
In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren konnten die schwedischen Einkommensteuersätze einschließlich der kommunalen Abgaben auf über 80 %, in Einzelfällen sogar auf bis zu 102 % klettern.
Die Vermögenssteuer, die in den 1980er Jahren für Reiche bei etwa 4 % lag, und die extrem hohe Erbschaftssteuer wurden in Kombination mit dem Einkommensteuersystem als existenzbedrohend für Familienunternehmen und Vermögenswerte angesehen.
Der berühmteste Fall der Verweigerung war der IKEA-Gründer. Da er die Steuern in Schweden als überrissen empfand, verließ er das Land bereits im Jahr 1973 und lebte jahrzehntelang in der Schweiz. Er zahlte erst viel später wieder Steuern in Schweden.
Das schwedische Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete in den 1970er-Jahren ein im internationalen Vergleich unterdurchschnittliches Wachstum, wodurch das Land seinen damaligen Platz an der weltweiten Wohlstandsspitze schrittweise einbüßte. In den 50ern und 60ern hatte das Land davon profitiert, daß es keine Kriegsschäden gab. Während das schwedische BIP pro Kopf in den Jahrzehnten zuvor weltweit führend war, geriet die schwedische Wirtschaft in den 1970er-Jahren zunehmend unter Druck. Das reale jährliche BIP-Wachstum pro Kopf fiel in den 1970er- und 1980er-Jahren hinter den europäischen Durchschnitt sowie den Rest der OECD zurück.
Die Einnahmen aus dem Export traditioneller Industrien (wie der Holz- und Stahlverarbeitung) sanken, was zu Wohlstandsverlusten und sinkenden Investitionen führte.
Als Astrid Lindgren 1976 ihre Abrechnung für ein Jahreseinkommen von 2 Millionen schwedischen Kronen machte, stellte sie fest, dass sie 102 % Steuern und Abgaben zahlen sollte – sie hätte dem Staat also mehr Geld überweisen müssen, als sie überhaupt eingenommen hatte.
Die eingeschworene Sozialdemokratin Lindgren wehrte sich. Sie veröffentlichte am 10. März 1976 in der schwedischen Boulevardzeitung Expressen das Steuermärchen „Pomperipossa in Monismanien“.
Sie erzählte von der Hexe Pomperipossa, die in einem fiktiven Land namens Monismanien lebte. Sie liebte ihr Land, schrieb gerne Bücher, stellte aber erschrocken fest, daß ihr bei einem Steuersatz von 102 % am Ende überhaupt nichts zum Leben blieb.
Das Märchen löste eine gigantische Debatte in der Bevölkerung aus. Zusammen mit dem Protest des Filmregisseurs Ingmar Bergman, der wegen vermeintlicher Steuerhinterziehung drangsaliert wurde und das Land verließ, brach das Vertrauen in die Steuerpolitik. Die Sozialdemokraten wurden 1976 abgewählt, auch weil der Finanzminister auch noch behauptet hatte, daß Lindgren nicht rechnen könne.
Die Abwanderung der Millionäre und der wirtschaftliche Druck führte ab 1976 zu einem radikalen Umdenken. Schweden reformierte sein Steuersystem grundlegend: Der Spitzensteuersatz auf Arbeitseinkommen wurde drastisch gesenkt. Die Vermögenssteuer wurde zum 1. Januar 2007 komplett abgeschafft. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde bereits im Jahr 2004 gestrichen.
Infolgedessen ist Schweden heute wieder die Heimat einer überdurchschnittlich hohen Dichte an Investoren und erfolgreichen Unternehmen.
Trotz dieses lehrreichen Exempels wollen SPD und CDU aus Deutschland Monismanien machen.
Beitragsbild: Der bitterböse Friederich von Heinrich Hoffmann

Der deutsche Staat braucht Geld, und reißt jetzt alles an sich was er meint zu bekommen. Die Hütte brennt, weshalb nicht mehr nachgedacht wird.
Letztlich geht Putins Strategie auf: Der Westen zerstört seine Währungen, Dollar und Euro.
Schweden hat sich bezüglich Steuern geändert, aber die wenigen größeren Städte, Malmö oder Göteborg, die ich vor zehn Jahren kurz besucht habe, sind keine schwedischen Städte mehr. Das haben sie nicht hinbekommen.
Der verzweifelte Versuch, Wasser aus einem Stein zu pressen ist ausgesprochen dumm und hat auch Früher noch nie funktioniert. Man versucht es aber immer wieder ….:o((
Was die Sozendiebe nicht verstehen können: nach dem Tod der Boomer, also richtig tot, weg, fort, wird niemand mehr da sein, irgendwelche Steuern zu bezahlen. Bekanntlich gibt es bei muselmanischen Geschäftsinhabern nichts von Steuerprüfungen oder diesen „total steuersicheren“ Kassen.
Wie Frau Weidel gestern bemerkte, werden auch die Immos bei den kommenden Zinserhöhungen (und/oder Erbschaftssteuer-Exzessen) den Besitzer wechseln – und auf den Autos der neuen Besitzer wird gewißlich nicht „Zoll“ oder „Amt“ stehen, sondern C63 AMG.
NB: Es kann übrigens sein, daß Restdeutschland dann zerbricht.
Den Politikern ist das Hemd näher als der Rock, sprich: Für ihr kurzfristiges Durchwursteln brauchen sie das Geld des Volkes, für langfristig kluges Handeln aber bräuchten sie Verstand.
Selbst wenn einzelne Politiker den hätten: Politiker sind in parteiinternem Aufstieg und Widerwahl abhängig von einer Parteienoligarchie und einem Medienechoraum, die sich seit zwei, drei Jahrzehnten durch zunehmende Ideologisierung, Karrieregeilheit und Dummheit auszeichnen. Nur wer am meisten hetzt, wird aufgestellt. Kluge einzelne haben da keine Chance, ebensowenig eine dem Land dienende Politik. Das macht den Geldbedarf unersättlich.
Es ist immer das Gleiche mit dem Sozialismus.
Die Dummen und Faulen lieben die „Umverteilung“, die Leistungsträger werden vertrieben oder flüchten und am Ende liegt das Land am Boden.
Ein interessanter und historisch einmaliger Sonderfall ist die grüne Umverteilung von unten nach oben, die große Mehrheit zahlt die höchsten Energiepreise der Welt, während die Windkraft-Barone, die Solar-Könige und die scham- und skrupellosen Landverpächter von Wind- und Solarfeldern vor Lachen kaum in den Schlaf kommen.
In einer Demokratie, zumindest so lange es noch freie und geheime Wahlen gibt, hat man genau die Regierung, die man verdient.
Wenn man eine „minderbegabte Bundesregierung“ hat, wie der Verfasser wahrscheinlich zu Recht behauptet, wie minderbegabt müssen dann die Wähler sein?
Ich behaupte, die Deutschen sind inzwischen mehrheitlich so wohlstandsverblödet, dass das Land nicht mehr zu retten ist, auch nicht von der AfD, der letzten Hoffnung. Ich hoffe, ich irre mich.
Immerhin haben es die Schweden selber hinbekommen, ihre fehlgeleitete Politik zu korrigieren. In Deutschland sieht es derzeit nicht danach aus, wenn man sich die Wahlumfragen so ansieht.