Folgen der Plünderungen
„Unsere Unternehmensgruppe sieht sich in Frankreich mit einer beispiellosen Situation konfrontiert“, sagte Carrefour-Konzernchef Bompard. Es herrsche „große Unsicherheit“ hinsichtlich der Entwicklung der Konsumausgaben und der Bedingungen, unter denen die eigenen Filialen wieder öffnen könnten, mahnte er. „Da wir nun in die entscheidende Jahresendphase für den Einzelhandel eintreten, hat diese Situation erhebliche Auswirkungen auf die Konsumausgaben – die ohnehin schon durch steigende Energiekosten unter Druck stehen“, sagte er. Das schwächere Geschäft in Frankreich und die gedämpfte Konsumlaune in Brasilien weckten Sorgen über die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens, hieß es.
Carrefour hat – auch durch die Bombenstimmung in Frankreich – innerhalb von zwei Tagen 2 Milliarden € Börsenwert verloren. Das sind natürlich auch Fakten, die sich in der Steuerkraft abbilden werden. Viele materielle Verluste werden von den Steuerzahlern ersetzt, es bleiben aber viele Kaufhallen im Wiederaufbau geschlossen. Bei den Auftragnehmern für Ladenbau dürfte es die nächste Zeit klemmen.
Die Lage der anderen französischen Supermarktketten ist intransparent, da sie wie zum Beispiel Intermarché genossenschaftlich organisiert sind. Da lauert noch die eine oder andere Überraschung.
Die Schüler demonstrieren für bessere Schulen, das wird angesichts der angerichteten Schäden, dem Wiederaufbau und Steuerausfällen wohl eine Fata Morgana sein.
Die WELT schreibt heute, daß Palästina erst gerettet wäre, wenn jeder eine Tasche von Vouittons Lui tragen täte. Die Zellerzeitung berichtet, daß Schüler die Seltenheit von Luxusläden zum Ausrauben beklagen. Es bliebe nur die Option des Niederbrennens. Da darf man auf Halloween in Berlin gespannt sein!
