Wie weit geht die Kapitalflucht?
Ein Thema, mit welchem die Leser von PB immer wieder unterhalten werden. Es ist nicht leicht, die Größe des in Deutschland befindlichen industriellen Kapitalstocks zu bestimmen. Destatis schätzte vor Kórona auf knapp 21 Billionen €. Darin enthalten waren aber auch Wohnbauten, öffentliche Bauten usw. Der industrielle Teil wurde auf 26 % geschätzt, also auf etwa 5,4 Mrd. €. Problematisch ist auch, daß es sich um Wiederbeschaffungswerte handelte und die Abschreibung nicht berücksichtigt war. Aktuellere Zahlen gibts nicht.
Mit heutigem Datum hat die Bundesbank geschrieben: „Deutsche Unternehmen haben ihre Direktinvestitionen im Ausland in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Ende 2025 erreichte das Beteiligungskapital laut Auslandsvermögensstatus mit 2,3 Billionen Euro einen Höchststand. Hinweise auf ein mögliches „Onshoring“ – also einen Rückzug deutscher Unternehmen aus dem Ausland zugunsten einer verstärkten Produktion in Deutschland – konnten nicht festgestellt werden
, schreiben die Experten.“
Nichts genaues weiß man nicht, aber rund ein Drittel oder mindestens ein Viertel des industriellen Kapitals scheint bereits ins Ausland verlagert worden zu sein. „Das deutsche Beteiligungskapital in „westlich“ orientierten und „neutralen“ Ländern sei bis 2023 weiter angestiegen, während es in „östlich“ orientierten Ländern zuletzt leicht zurückgegangen sei.“ So die Buba.
Was alles „östlich“ ist, wird nicht erklärt, ich kalkuliere, daß China und Rußland gemeint sind, vielleicht auch der Iran und Nordkorea.

Der Kapitalstock ist großenteils ab- und nochmals abgeschrieben und kann faktisch – wie schon oft geschehen – im Stück als Reparationen drangegeben werden. Dann wird eben alles neu gebaut, nach dem jeweiligen Kladderadatsch.
Die menschliche Arbeitskraft spielt hierzulande die Hauptrolle, daher auch die „Gastarbeiter“ und neuerdings die „Fachkräfte“, die die Rente bezahlen sollen. Folglich sinkt durch Wegsterben der Boomer und Analphabetismus der „Zuwanderer“ die ohnehin schon geringe Produktivität immer weiter.
Solange die BASF beispielsweise eine hiesige Aktiengesellschaft bleibt und hier Steuern einwirft, kann nicht von einer Kapitalflucht gesprochen werden, sondern vielmehr von einer Ausbeutung etwa chinesischer Arbeitskraft zugunsten restdeutscher großmäuliger Weltbeherrscher.