Die re:publika ist erwachsen, alles nur gekauft
Vor langer Zeit war die Nerdszene frisch, staatskritisch und innovativ. Ins Leben gerufen wurde das Event vom Blogger- und Netzaktivisten-Paar Johnny und Tanja Haeusler sowie vom Netzpolitik-Gründer Markus Beckedahl und Andreas Gebhard. Die erste Konferenz fand vom 11. bis 13. April 2007 in der Berliner Kalkscheune statt. Unter dem Titel „Leben im Netz“ kamen damals rund 700 Blogger, Journalisten und Netzinteressierte zusammen. Ziel war es, eine Plattform für den wachsenden deutschen „Blogosphären“-Kosmos zu schaffen. Es ging um den Austausch zwischen Online-Tagebuchschreibern, Medienschaffenden und den ersten Impulsen der sich wandelnden Netzkultur. Anfangs wurde noch gegen Zensur, gegen Urheberrechte und freien Zugang zu allen Inhalten argumentiert. Man diskutierte auch über die Netzsicherheit gegen Angriffe.
Alles was die Piraten innerhalb eines halben Jahrs zerstört hat, ruinierte auch die re:publika. Inzwischen verfolgen die Aktivisten das Gegenteil der anfänglichen Intentionen, die Veranstaltung ist staatsfromm geworden. Tiefpunkt der diesjährigen Veranstaltung war der Auftritt von Dr. M. Obwohl sie sich 2013 (!) mit dem legendären Satz, das Internet sei für uns alle Neuland, als nicht bildungsfähig und voll analog geoutet hatte. Zu ihrer Anti-AfD-Strategie sagte sie: „Jeder, der nicht möchte – und ich gehöre dazu –, daß die AfD stark wird, der muss etwas tun.“ Da hat sie keinen Punkt gemacht. Alle ihre Untaten – die kreditfinanzierte Eurorettung, die teure Abschaltung von Kraftwerken, die krimalstatistikrelavante Grenzöffnung und die schon wieder kreditfinanzierten Flankierungen ihrer verfassungswidrigen Kóronamaßnahmen – haben die AfD groß und stark gemacht. Sie hat genau gezeigt, wie man den Alternativen durch alternativloses Handeln ständiges kräftiges Wachstum verschafft,
Neben Dr. M. durften sich noch Langstreckenluisa und Enteignungsheidi mit voll verstaubten Konzepten präsentieren. Das Fazit: Wenn du einmal angefangen hast Fördergelder zu kassieren, bist du verloren.
Zu den langjährigen und prominenten Steuergeldgebern zählen unter anderem:
- Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Ein wichtiger Partner, der unter anderem Debatten zu Netzpolitik und digitaler Gesellschaft unterstützt.
- Medienboard Berlin-Brandenburg: Die regionale Film- und Medienförderung unterstützt die Konferenz als Partner.
- Bundesministerien: Verschiedene Ministerien (wie etwa das Bundesumweltministerium) treten häufig als Förderer auf, organisieren eigene Bühnen, Workshops oder Themenformate.
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Beteiligt sich schwerpunktmäßig mit Programmpunkten zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt und der ressortübergreifenden Initiative Civic Coding.
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Ist mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vertreten, um zivilgesellschaftliches Engagement gegen Hass im Netz und Extremismus zu beleuchten.
- Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV): Begleitet die Konferenz eng inhaltlich im Rahmen digitalpolitischer Keynotes und Diskurse.
- Bundesministerium der Finanzen (BMF): Tritt ebenfalls als offizieller Partner auf der Konferenz auf.
- Zusätzlich zu den Bundesministerien wird die Veranstaltung maßgeblich durch das Land Berlin (unter anderem die Senatskanzlei sowie die Senatsverwaltungen für Kultur und für Wirtschaft) gefördert.
Die re:publica finanziert sich daneben über den Ticketverkauf, Partnerschaften mit der Privatwirtschaft sowie durch Medienkooperation mit den Schlimmsten.
Alles nur gekauft.
