Apollo News hätte dem Duce nicht gefallen
Ich habe öfter mal bei Apollo reingesehen. Ich würde den Blog als gemäßigt libertär einordnen. Das heißt, daß er politisch marktwirtschaftliche Strategien preferiert. Seine Liebe zum Staat als Organisation ist begrenzt. Es gab deshalb Kontakte zur Hayek-Gesellschaft. Diese 1998 gegründete Gesellschaft ist ein deutscher Verein, der sich dem klassischen Liberalismus und der Österreichischen Schule der Nationalökonomie verschrieben hat. Libertär bezeichnet eine politische Philosophie, die die individuelle Freiheit als oberstes Gut über alle staatliche Autorität stellt. Das Recht auf Eigentum sei absolut und die Basis für eine freie Gesellschaft. Wirtschaft und Handel sollten idealtypisch komplett ohne staatliche Regulierung oder Steuern ablaufen. Naja, das ist ein bißchen idealistisch…
Davon hat die sog. „Zivilgesellschaft“ offensichtlich noch nichts gehört. Bei der heutigen Abschluss-Pressekonferenz von „Widersetzen“ in Erfurt rechtfertigten die Sprecher der Initiative den Angriff auf drei Apollo-News-Reporter. Der offensichtlich völlig unterbelichtetet Sprecher Noa Sander betonte: „Faschistinnen mit einem Presseausweis sind immer noch Faschistinnen!“
Schauen wir mal nach, ob Mussolini im Gleichklang mit Apollo News agierte. Benito Mussolini war vor dem Ersten Weltkrieg sozialistischer Parteisekretär, lehnte den freien Markt ab und ersetzte ihn nach seiner Machtübernahme durch den Korporatismus. Er ließ privates Eigentum zu, unterstellte die Wirtschaft jedoch strikt den Interessen und Zielen des faschistischen Staates, was als Planwirtschaft bezeichnet wird. Sowohl Arbeiter wie Unternehmer wurden in Zwangsverbänden – Korporationen – organisiert, die vom Duce am Nasenring geführt wurden.
Der Bau von Autostrade, die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe und die Elektrifizierung kamen unter Mussolini voran, eine umfassende Modernisierung der Wirtschaft mißlang allerdings trotz einer 15jährigen Regierungstätigkeit. Zudem verfitzte sich Mussolini in teuren Kriegen, wie der sinnfreien Eroberung von Äthiopien. Als libertär würde ich seine Herangehensweise nicht annähernd bezeichnen wollen.
Die Nähe von Apollo News zum Faschismus – das ist höherer Blödsinn in Reinkultur. So etwas geht nur bei Minderbegabten durch, die die Bundesregierung, die NGOs und das Zwangsfernsehen bevölkern. Einige Bundesminsterien fördern die „Zivilgesellschaft“ trotz dem grassierenden Schwachsinn,
Apollo News hätte unter dem Duce kein langes Leben gehabt. Die italienischen Medien wurden ab 1924 zu reinen Instrumenten der Propaganda, die ihn und den Faschismus verherrlichen mußten. Die Journalisten wurden Hoftrompeter und Ohrenbläser. Mussolini verstand die Presse als „Orchester“, in dem alle Stimmen dem gleichen Takt folgen sollten.

Vergebliches Tun. Dass es einen Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus gab, ja gar dass der Faschismus aus Italien kam, dass es den Mussolini gab, das muss man doch nicht wissen um etwas Gutes mit Gewalt tun zu dürfen. Nur darauf kommt es an. Immer an die Hunde denken: Fiffi, fass!
Mehr sind die nicht. Gefühlsgesteuerte Zombies.
Was währen die Linken ohne den Verschissmus? Eine Freakshow, die ihre Rechtfertigung sucht.