Ein Kontinient im Aufbruch

Amerika wird oft unterschätzt, insbesondere Lateinamerika. Ein marktwirtschaftlicher Ruck geht durch viele Länder, unterstützt auch durch einige Regierungswechsel. Grad haben Chile, Peru und Kolumbien realistische Staatsoberhäupter bekommen, die etwas weniger auf Dirigismus setzen und mehr Vertrauen in die Bürger haben. 2026 dürften die gestiegenen Energie- und Kupferpreise einigen Ländern helfen. Und das Mercosur-Abkommen mit der EU, welches Exporte erleichtert. Vollmitglieder (mit Stimmrecht) sind Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Bolivien. Assoziiert sind Chile, Kolumbien, Ekuador und Peru.

Das Lieblingsparadies der deutschen Pseudoeliten – Kuba – bringt es wie unsere eigene Heimat nur auf ein Minus. Gleich und Gleich gesellt sich gern, sagte die Oma.

Hier die Wachstumsraten für 2025 der einzelnen Länder:

Argentinien 4,4 %

Die wirtschaftliche Expansion wurde primär durch die Exportwirtschaft getragen, insbesondere durch die Landwirtschaft, den Bergbau und den Energiesektor (Öl und Gas).

Brasilien 2,3 %

Die Landwirtschaft wuchs um starke 11,7 % gestützt durch eine Rekordernte bei Soja und Mais. Dienstleistungen wuchsen um 1,8 %, die Industrie legte um 1,4 % zu, vor allem angetrieben durch die Rohstoffförderung.

Chile 2,5 %

Der Handel verzeichnete einen kräftigen Zuwachs von 7,2 %, persönliche Dienstleistungen wuchsen um 3,3 % und die Industrie legte um 1,8 % zu. Der Bergbausektor fiel aufgrund einer schwächeren Kupferproduktion um 6,2 %.

Paraguay 6,6 %

Die Landwirtschaft wuchs um 10,2 %, angetrieben von Rekordernten bei Mais sowie hohen Erträgen bei Reis, Weizen und Baumwolle. Die Bauwirtschaft legte um 6,8 % zu, gefördert durch öffentliche und private Infrastrukturprojekte. Auch die Energieerzeugung, der Dienstleistungssektor sowie die exportorientierte Maquila-Industrie verzeichneten starke Zuwächse.

Uruguay 1,8 bis 2,5 %

Das Wachstum wurde hauptsächlich durch den privaten Konsum und Ausfuhren gestützt.

Bolivien 1,1 %

Die Wirtschaft wurde durch Devisenmangel und Inflation gebremst.

Kolumbien 2,6 %

Dieses Plus wurde maßgeblich durch den Dienstleistungssektor, den Einzelhandel sowie die öffentliche Vergaben angetrieben.

Peru 3,4 %

Haupttreiber für diese positive Entwicklung waren der robuste private Konsum, Nettoexporte und die Erholung in nicht-primären Sektoren wie Bau und Handel, während der Bergbausektor durchwachsen abschnitt.

Ekuador 3.7 %

Ein Anstieg der Exporte um 6,4 Prozent, insbesondere bei Nicht-Öl-Produkten wie Kakao, Bananen, Garnelen und Bergbauerzeugnissen. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 5,6 Prozent. Der private Haushaltskonsum erhöhte sich um 2,7 Prozent.

Venezuela 8,5 %

Grund war ein deutlicher Anstieg der Ölförderung und der damit verbundenen Aktivitäten um mehr als 16 %. Der Aufschwung erfolgte jedoch gegenüber einem sehr schwachen Vorjahr.

Panama 4.4 %

Das reale Wachstum wurde maßgeblich durch den starken Dienstleistungssektor – insbesondere Handel, Transport, Logistik und Finanzdienstleistungen – getragen.

Costa Rica 4,6 %

Besonders die Fertigungsindustrie (Wachstum von rund 7,3 Prozent) und die Dienstleistungen (Wachstum von 4,2 Prozent) – gestützt auf Tourismus und digitale Services – kurbelten die Wirtschaft an. Die Exporte wuchsen im Jahresverlauf dynamisch.

El Salvador 3,7 bis 4 %

Aufgrund der verbesserten Sicherheitslage verzeichnete das Land einen starken Anstieg der Touristenzahlen, was etwa 14 % des BIP ausmachte. Großprojekte und private Investitionen sorgten in der Baubranche für historisch hohes Wachstum.

Nicaragua 4,9 %

Besonders das Bauwesen, der Bergbau, die Industrie sowie Dienstleistungen und Tourismus trugen zum Plus bei.

Guatemala 4,1 bis 4,8 %

Die Entwicklung wurde maßgeblich durch den Export von Waren und Dienstleistungen sowie durch ein robustes Wachstum im Primärsektor (vor allem Forstwirtschaft und Landwirtschaft) gestützt. Ein weiterer wichtiger Stützpfeiler der Wirtschaft bleiben die hohen Geldtransfers (Rimesas) von im Ausland lebenden Guatemalteken.

Kuba: im negativen Bereich

Der Tourismus verzeichnete erhebliche Einbrüche bei den Besucherzahlen, was zu einem massiven Ausfall dringend benötigter Deviseneinnahmen führte. Auch der Strommangel forderte seinen Tribut.

Mexico 0,7 %

Eine rückläufige Exportnachfrage aus den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Handelspartner Mexikos bremste die Wirtschaft.

USA 2,2 %

Das Wachstum wurde vor allem durch AI-Investitionen, den Energiebereich und die Ansiedlung von ausländischen Firmen getrieben

Kanada 1,7 %

Vor allem staatlich initiierte Investitionen in den Bereichen Wohnungsbau, Infrastruktur und Energie hielten die Wirtschaft in Schwung.

Ich hatte schon vor Jahren die Dynamik im globalen Süden erkannt und einige Aktien aus Lateinamerika gekauft, teilweise mit sehr hohen Erträgen. Nur ein Beispiel: Petrobras hatte ich 2022 zu einem Kurs von 4,31 gekauft, jetzt stehen wir bei 6,94. Dazu kam eine Dividendenrendite über die Jahre von außergewöhnlichen 113 %. Selbst ein linker Präsident Luiz Lula ist gemessen am Erfolg immer noch dreimal schlauer, als Friedrich Merz. Mit welcher dümmlichen Arroganz der kommunikative Larifari aus dem Sauerland Brasilien schlechtgeredet hat ist einfach nur peinlich. Man muß sich für die woke Berliner Blase immer wieder schämen. Was macht die im Ausland für einen schlimmen Eindruck???