Vermögenserhalt in der Energiekrise
Die EU steuert die Wirtschaft in den Sturm von steigenden Zinsen, knapper und teurer Energie und bürgerkriegsartigen Kämpfen. Man kann das alles nicht aufhalten, aber man kann zusehen, daß man die eigene Familienwirtschaft aus der Krise heraushält. Das ist eine Lehre aus der Nachkriegszeit, wo die ländliche Verwandschaft den Hunger in der Stadt gemildert hat und wo viele Dinge in Eigenleistung produziert wurden. Zum Beispiel wurde damals noch gestrickt, gestopft und hinter dem Haus wurden Tiere gehalten. Meine Freundin mußte als Kind die Hühner betreuen und Gusteln im Wald sammeln. Ich wurde für Erntearbeiten, das Rasenmähen (damals ohne Maschine), Holzschichten und das wöchentliche Schuheputzen eingesetzt. Wenn der Keller überflutet war, mußte ich ihn ausschöpfen. Ein Fahrrad konnte ich bis zum letzten Kugellager reparieren. Kinder hatten damals Pflichten, die Großmütter waren für die Kleidung verantwortlich, Großväter für Kleinreparaturen am Haus. Fernsehen und Facebook gabs noch nicht.
Auch heute kann man das notwendigste tun. Dieses Jahr habe ich das Wohnhaus verkauft, in dem ich seit 1984 gelebt hatte und bin bei der Freundin eingezogen. Damit habe ich mich der teuren energetischen Sanierung und dem Heizungsumbau entzogen. Außerdem entfallen Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Rauchfangkehrer und andere Kosten. Mit dem Finanzamt hatte ich mich wegen der Grundsteuer von Gartenland und Weide mit Erfolg gestritten.
Das Dieselproblem habe ich gelöst, indem ich im Herbst 2025 Energieaktien aus aller Welt gekauft hatte. Steigt der Dieselpreis steigen auch die Aktien, sinkt er fallen sie. So kann man das Preisrisiko absichern. Man sollte um politische Risiken auszuschalten sich in aller Welt umsehen. Ich habe amerikanische, kanadische, indische, thailändische, brasilianische, argentinische, polnische, kasachische, ungarische, mexikanische, australische, südafrikanische und sogar zwei deutsche Energieaktien. Einige japanische Handelshäuser sind auch erheblich an Energiegewinnung beteiligt.
Alle Welt redet von einem bevorstehenden Crash am Aktienmarkt. Da so etwas nicht auszuschließen ist, habe ich einige teure Werte verkauft und in preiswerte umgeschichtet. Dabei kann man auch die sogenannte Sektorrotation betreiben: Von den überkauften KI-Werten langsam in dauerhafte und tragfähige Geschäftsmodelle ausweichen. Von den Robotikfirmen sind nur die amerikanischen überteuert. Autoaktien und Chemie werde ich erst nach der Zerschlagung der EU kaufen.
Gold und Silber habe ich schon jahrelang nicht mehr auf dem Einkaufszettel, da die schwindelerregende Wertentwicklung jetzt erst mal eine Verschnaufpause macht. Dem Kleinanleger würde ich nach einer Korrektur beim Silberpreis den Kauf von antiken silbernen Löffeln und Gabeln anraten. Sie zählen als Hausrat und sind bei einer Vermögensbesteuerung außen vor, Wenn man noch Gold kauft, dann in kleinen Stückelungen, zum Beispiel Vreneli oder Souvereign. dann wird nicht bei jedem Verkauf nach der Herkunft gefahndet.
Für den Garten hatte ich einen leistungsfähigen Schredder gekauft. Da spare ich die Kosten für den Abtransport von Astwerk und brauche keine Gartenerde und keinen Mulch zukaufen.
Der Ertrag der 2025 in Betrieb gegangenen Photovoltaik ist überschaubar. Grade wenn die Wärmepumpe ran muß, liefert die Anlage nichts. Bißchen sparen kann man, wenn man bei Tageslicht kocht. Für den Rentner geht das. Es wird 10 bis 12 Jahre dauern bis sich die Investition rentiert. Wenn der Strompreis weiter steigt gehts etwas schneller. Schaun mer mal.
