Das Kalkül der SPD
Die Sozialdemokraten haben sich das Wahlergebnis von Meck-Pomm angesehen und schwärmen von einer roten Zukunft ohne CDU und mit verzwergten Islamokommunisten und Grünen. Wie weit das realistisch ist, wollen wir uns anhand der Wählerwanderung im Ostseeland ansehen.
Die SPD hatte von der CDU 25.000 Stimmen erhalten, aber 48.000 an die AfD abgegeben.
Die AfD hatte der CDU 32.000 Wähler abgejagt.
Die Linken hatten 15.000 an die SPD, 9.000 an die AfD verloren.
An die SPD hatten die Grünen 6.000 Wähler verloren.
Es gingen etwas mehr als 1 Mio Wähler zur Wahl und gaben ihre Stimme ab. Daraus ergibt sich, daß die CDU über den Daumen gepeilt etwa 2,5 % an die SPD und ungefähr 3 % an die AfD verloren hat.
Die SPD hat 5 % an die AfD verloren und rund 2 % von Grünen und Linken aufgesaugt.
Die SPD wird nach dem Schwesig-Konzept das Rententhema gegen den konzept- und hilflosen Merz voll ausspielen, Darauf deutet die Installation von Alexander Schweitzer als Sozialminister hin. Mit der Rente mit 63 hat Schwesig 52 % der Rentner hinter dem Ofen vorgeholt, bei den Jungwählern zog das Thema aber nicht, nur 23 % wählten im hohen Norden die SPD.
Wenn man diese Erkenntnisse auf eine Bundestagswahl projiziert, ist es fraglich, ob die Blütenträume der Sozialdemokraten aufgehen. Wenn die SPD der Union ein Drittel der Wähler abjagt und einige Wähler von Grünen und Linken gewinnt, kommt sie nach derzeitigen Umfragen auf etwas mehr als 20 %. Von Grünen und Linken kommen noch mal gut 20 % dazu. Wird das im Bund reichen? Es ist ein Vabanquespiel, auf das sich Schwesig einläßt.
Die total verrückte Idee von Schwesig die Sozialleistungen aufrechtzuerhalten, ohne sich bei Asyl, Klima, Kernenergie, Ukraine, Politikerprivilegien, NGO-Korruption, Kriminalität und Entwicklungshilfe auch nur einen Millimeter zu bewegen, wird im Kampf gegen die AfD voraussichtlich nichts bringen. Die Alternativen haben bei der Gegenfinanzierung der Rente mit 63 die weitaus logischeren Karten.
