Das Steuerloch hat mit den Asylanten nichts zu tun

Foto: Wolfgang Prabel

2013 hatten wir gut 25 Millionen Rentner in Deutschland und 2014 etwa 30,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei  2.900 € Durchschnittslohn ergaben sich deutschlandweit 190 Mrd. Beiträge für die Rentenversicherung. Durch 73 Mrd. € Steuern wurde die Rentenkasse 2013 auf insgesamt 263 Mrd. € aufgefüllt.

Ein Szenario von Professor Sinn errechnet für 2030 schon 33,5 Millionen Rentner und nur noch 22 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Wenn wir nun annehmen, daß die Rentenversicherung und die Auffüllung der Rentenkasse durch Steuern auf gleichem Niveau bleiben, so wird sich die Rentensumme wie folgt entwickeln, vorausgesetzt wir lassen die Inflation und das Wirtschaftswachstum mal außen vor:

263 Mrd. x 22 Mio / 30,5 Mio = 190 Mrd. € Rentensumme im Jahr 2030

Diese 190 Milliarden werden aber nicht mehr auf 25 Millionen Rentner verteilt, sondern auf dann 33,5 Millionen. Die Durchschnittsrente pro Kopf beträgt 2030:

190 Mrd. / 12 Monate / 33,5 Mio = 472 €. Das ist eine Halbierung der derzeitigen Rentenhöhe.

Wie es der Rente ergeht, so entwickeln sich natürlich auch die Steuern. Auch das konnte man mit normalem Verstand und Volksschulbildung vor geraumer Zeit erkennen. Im Februar 2016 lanciert Bundesfinanzminister Schäuble nun einen „Tragfähigkeitsbericht“ des Finanzministeriums an die „WELT“. Es gebe „erhebliche Tragfähigkeitsrisiken“, heißt es in dem Bericht. „Ohne frühzeitiges Gegensteuern“ wachse die Gefahr, dass die demografische Alterung zu „einer nicht tragfähigen Schuldenentwicklung führt und damit den Handlungsspielraum des Staates einschränkt“.

In einem weniger günstigen Szenario, das Schäubles Experten ebenfalls durchgerechnet haben, würde der Schuldenstand bis zum Jahr 2060 „kontinuierlich auf rund 220 Prozent“ des Bruttoinlandsproduktes (BIP) steigen, so berichtete heute die WELT.

Mit der Asylkrise und mit der Energiewende, auch mit den überzogenen Abgasvorschriften für die deutsche Autoindustrie und mit der Rente mit 63 haben die steigenden Defizite natürlich nichts zu tun. Es sieht auch bei der Zeitungsredaktion der WELT niemand einen Zusammenhang. Bundesjustizminister Maas, der eine krankhafte Zusammenhangsallergie hat, weil Zusammenhänge nur den Rechten nutzen, würde da natürlich beipflichten.

Schäuble erkennt ein heraufziehendes „Steuerloch“, welches jedes Jahr um 7 Mrd. € wachsen wird. Da muß man Herrn Dr. Schäuble mal einige Fragen stellen:

Warum wird die Energiewende, die den Steuerzahler (und nicht nur den) jedes Jahr 25 Mrd. € kostet (und zwar auch mit steigender Tendenz) nicht sofort abgebrochen? Daß nicht das Finanzamt, sondern der Stromversorger die Steuer einzieht lassen wir ruhig mal außen vor.

Warum holte man eine Million Asylbewerber herein, die jedes Jahr 45 Mrd. € kosten, auch mit steigenden Aufwändungen jedes Jahr?

Warum leistet man sich ein staatsfinanziertes Zwangsfernsehen, welches jährlich 8 Milliarden € verpulvert? Die auf großem Fuß lebenden Agitatoren und Propagandisten wollen übrigens schon wieder zwei bis drei Milliarden mehr, als bisher. Daß der Einzug der Steuer nicht durch das Finanzamt erfolgt, lassen wir mal außen vor.

Warum und wofür verbraucht das Bundeskanzleramt jährlich 2 Milliarden €?

Warum werden an die Vereinten Nationen jährlich 8 Mrd. € weggezahlt, obwohl etliche Unterorganisationen kontraproduktiv arbeiten oder schlicht unnütz sind?

Wer sich mal ansehen will, wie die Bundesregierung die Steuerzahler ruiniert, der kann sich mal ein paar große Zahler der vergangenen Jahre ansehen: Eon und RWE durch die Energiewende ruiniert, VW, Daimler und BMW durch grünen Abgaswahn geschwächt, Sparkassen und VR-Banken durch Draghis Niedrigzinsen am Bettelstab, BASF, Thyssenkrupp und Bayer durch Energiepreise ins Ausland vergrault, Allianz durch niedrigrentierende Staatsanleihen aus der Erfolgsbahn geworfen. Dazu kommen noch die Commerzbank, die Deutsche Bank und ein großer Teil der Landesbanken mit eigenem Mißmanagement.

Und dann ist noch ein Lapsus im Schäuble-Bericht: Der Schuldenstand würde nur dann dauerhaft in der Nähe der Maastricht-Grenze von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung bleiben, wenn sich Faktoren wie die Geburtenrate ausgesprochen günstig entwickeln.

Lieber Herr Minister, Kinder kosten die Familie und auch den Fiskus 20 Jahre lang Geld. Erst wenn sie aus der Ausbildung raus sind, zahlen sie Steuern. Ein positiver Effekt für die Staatsfinanzen entsteht bei einer erhöhten Geburtenrate frühestens ab 2040. Und auch nur dann, wenn das Bildungssystem keine ewigen Studenten produziert, die erst mit Dreißig anfangen zu arbeiten und vorher jahrelang mit steuerfinanziertem Demonstrationstourismus beschäftigt werden.

Bundesfinanzminister Schäuble stimmt die Steuerzahler auf Steuerhöhungen und Defizite ein, statt die Ärmel hochzukrempeln und mal richtig aufzuräumen. Die größten Effekte können durch blitzschnelle Abschiebung von abgelehnten und ausweislosen Asylbewerbern und durch den Abriß der Windräder generiert werden. Auch die Abschaltung der Staatsfunker würde Erleichterung bringen.

Kürzlich erreichte den Taxistand ein Anruf: Die Propagandisten vom ARD-Studio sollten abgeholt werden. Ein Fahrer macht sich auf den Weg und sagt zum ARD-Pförtner: „Ich soll die Propaga, äh die Propanga, äh die Propangaskisten abholen.“ Der Pförtner: „Du meinst die Propangasflaschen?“ Der Fahrer verzweifelt: „Ach ist mir doch egal was für rote Flaschen…“

5 Kommentare zu “Das Steuerloch hat mit den Asylanten nichts zu tun

  1. Das hatten wir schon mal, dass wir mal irgendwo ausgetreten sind. Damals hießen wir Deutsches Reich und die Quasselbude hieß nicht UN sondern Völkerbund.
    Im Übrigen ist die Anzahl der Beschäftigten in Deutschland seit 1970 nie gefallen sondern gestiegen. Die Zahlen sind in der Statistik versteckt, aber Suchen in Destatis hilft, für den, der nicht jede Lüge glaubt.
    Und weiterhin würde ich gern mal die Alternative zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen wissen.
    Ich lese Miesmacherei aber nie Alternativen. Wo ist also die Alternative !
    Wo ist das Programm. Oder besteht es auch nur aus 25 Punkten und passt auf einen Bierdeckel.

    • Von Austritt aus den UN habe ich nichts geschrieben. Und einen öffentlichen Rundfunk hatte der Adolf auch. Ist eher ein Grund den abzuschaffen. Hat mit den 25 Punkten übrigens nichts zu tun. Weil die wurden aufgestellt, als das Radio noch kein Thema war. Bißchen sauberer argumentieren bitte! Zwischen Argumenten und Provokation gibt es einen Unterschied.

  2. Aber angesichts des technischen Wandels und der damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen, um es mal gelinde auszudrücken ( es ist ja nicht so, dass ich alles gut finde), wüsste ich doch gern, was ihr vorhabt, außer dass man in der Kneipe wieder rauchen darf.
    Bei Prof. Lucke und H.O.H. wusste ich woran ich bin und ich wusste, dass ich sie nie oder nur eventuell wählen würde, auch wenn ich ihre Intelligenz und ihre von mir vermutete Lernfähigkeit zu schätzen wusste.
    Was haben die Leute zu erwarten ? Dass etwas faul ist im Staate Dänemark wissen wir alle. Aber ich wähle keinen Knoblauch, wenn ich Zwiebel habe.
    Um es kurz zu machen, rückt raus mit der Sprache, was ihr dem Plebs zumutet
    Die entscheidende Frage in der Politik ist, wem nützt es. Und da habe ich inzwischen meinen Verdacht.
    Aber egal, es gibt Leute, die euch wählen, womit ich mich schon abgefunden habe, aber gegen die Realität könnt ihr nicht an. Es wird nicht mehr wie früher und die Menschen, die damit nicht klarkommen, müssen sich andere Nischen suchen. Und da sind wir ja Meister Matz in der Ostzone.
    Wer waren denn die Prediger der Globalisierung? Dass eine Sache immer zwei Seiten hat, hat man ihnen nicht erzählt. Man muss den Mut haben, den Menschen zu sagen, dass sie mit den zwei Seiten leben müssen und vielleicht das Beste daraus machen müssen.

    • Das Beste daraus machen klingt irgend wie nach „Armlänge Abstand halten“. Ein weiser und sehr praxistauglicher Hinweis einer herausragenden und zu tiefst volksverbundenen Politikelite. Frohes Erwachen wünsche ich!

  3. Ach ja, die Demografie und die Überalterung ist genauso eine Nebelkerze wie die Parole vom Volk ohne Raum, die damals zweifelhafte Professoren in einfacher Sprache unters Volk gebracht haben. Die Demografie spielt volkswirtschaftlich überhaupt keine Rolle. Hätten wir mehr Kinder müssten wir genauso für sie aufkommen wie für die Alten. Beide arbeiten nicht, die Kinder und die Alten.
    Man versucht den Leuten nur Angst zu machen und sie davon abzuhalten, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, weil die Angstmacher kräftig daran verdienen wollen. Und dieses professorale Gehabe, eingekleidet in ein populär (schein)wissenschaftliche Sprache, dafür sind deutsche Professoren bekannt. Es sind Leute, die keinen Nagel in die Wand kloppen können, aber den Sinn der Sprache erfasst haben, der im Verbergen der Gedanken besteht, und sich den Mächtigen, dem Staat oder den Verbänden, andienen.
    Aber von der Sorte gibt es in jeder Gesellschaft, egal ob im Kommunismus oder Kapitalismus, genügend Leute, die nichts können außer Quatschen. Man muss sie irgendwie beschäftigen, wo sie keinen Schaden anrichten, da man sie nicht umbringen kann, und das geht nun mal nicht ohne demokratische Kontrolle und die kann nur ein demokratischer Staat ausüben und deshalb ist dieses ganze libertäre Konzept, wo sich alles von selbst regelt, totaler Quatsch.

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