Wenn Bayern und Sachsen desertieren würden


In den letzten Jahren hat es zwischen München und Berlin viele Meinungsverschiedenheiten gegeben, vor allem in der Asylkrise. Bayern hat sich in bescheidenem Maße immer für etwas mehr Ordnung stark gemacht, ist an der Merkelschen Sturheit und Rechthaberei jedoch gescheitert.

Sachsen hat schon seit den frühen 90er Jahren den Stempel als Naziland weg. Eine typische Geschichte war ein Badeunfall in Sebnitz, wo drei Sachsen verhaftet worden waren, weil sie angeblich Nazis waren. In Wirklichkeit wollte ein arabischer Apotheker seinen deutschen Konkurrenten wegputzen, und seine Frau erfand ein Mordmärchen. Was sie den rassistischen Berliner und Hamburger Lügenmedien auch erfolgreich verkaufen konnte. Bis die Wahrheit von der sächsischen Unschuld doch noch ans Licht kam. Allerdings ohne den Medienrummel, der voher gegen das Bergvolk entfacht worden war.  Das ganze antisächsische Gedöns wiederholte sich seitdem in hundert Variationen. Es herrscht blanker unverhüllter Sachsenhaß in den Redaktionen der Hauptstadt. Irgendwann müssen die Sachsen mal die Notbremse ziehen und los von den miefigen und piefigen helldeutschen Zeitungsonkels und Fernsehtanten.

Letzter Anlaß könnte zum Beispiel die Nichtanwesenheit der drei sächsischen Regionen in der Bundesregierung sein. Der SPD kann man es eigentlich nicht verdenken, wenn sie keinen sächsischen Minister nominiert hat. Denn ihre Landesverbände im Osten passen fast in eine Telefonzelle.

Anders sieht das natürlich bei der CDU aus. Sie stellt in Sachsen und Sachsen-Anhalt die Ministerpräsidenten und ist in Thüringen stärkste Partei. Daß die drei Landesverbände übergangen worden sind, ist wohl das Werk der finsteren Messer- und Blutkanzlerin. Selbstherrlichkeit, Hinterhältigkeit und Paranoia haben einen einzigen Namen: Merkel.

Verwunderte Beobachter fragen sich immer wieder, warum die drei Landesverbände der CDU sich nicht abspalten, um eine eigene Sachsen- und Thüringenpartei zu bilden? Nach CSU-Vorbild. Dann könnte man sie in Berlin nicht mehr so frech demütigen.

Eigentlich waren Österreich, Bayern und Sachsen immer Verbündete gegen Preußen. Nur Preußen war früher militärisch stärker als Österreich und hat alle Kriege gewonnen. Vom Schlesischen Krieg im 18. Jahrhundert bis zu den Deutschen Kriegen in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Bayern und Sachsen kamen so zu Preußen. Inzwischen ist die Bundesregierung allerdings so schwach, daß sie das Land nicht mehr zusammenhalten kann. Im Fall eines Volksaufstandes würden die Soldaten überlaufen.

Es gäbe also die Möglichkeit von Berlin nach Wien zu wechseln. Ich habe das mal tabellarisch zusammengestellt.

Einwohner BSP BSP pro Kopf
Mio Mrd. €
Österreich 8,8 386 43860
Bayern 12,9 568 44031
Sachsen 4,1 118 28780
Thüringen 2,2 61 27730
Sa.-Anhalt 2,2 59 26820
Summe 30,2 1192 39470

Vom Volkswillen würde das Konstrukt passen. Die Bayern können den Kanzler Kurz viel besser leiden, als die Berliner Blutkanzlerin mit ihrer archaischen und primitiven Messerkultur. Und die Sachsen würden in Wien sicher entspannt toleriert.

Bayern könnte wie Österreich seine Grenzen schützen, Sachsen wäre endlich das Sachsenbashing los. Mit 30 Mio Einwohnern entstünde ein Staat, der machtpolitisch mehr in die europäische Wagschale werfen könnte, als das kleine Österreich, insbesondere wenn er sich mit den Visegrad-Staaten eng abstimmen würde. Gemeinsam mit Polen, Tschechien und Ungarn wäre man stärker, als das Restdeutschland, das dann nur noch etwa 60 Mio. Einwohner hätte.

Ja, liebe Leser, das war wieder mal Utopie. Aber in diesen unruhigen Zeiten sollte das Volk immer mehrere Pläne in der Schublade haben. Es ist angesichts der labilen Herrschaftsverhältnisse in Berlin eigentlich nichts mehr ausgeschlossen.

 

19 Kommentare zu “Wenn Bayern und Sachsen desertieren würden

  1. Ach Herr Prabel, kein Soldat wird überlaufen; die werden das Sezessionsverbot des „Bundesverfassungsgerichts“ durchsetzen und jeden massakrieren, der sich Ihnen entgegenstellt. Und wozu das Heer nicht mehr in der Lage ist, werden fremde Truppen aus der EU erledigen. Keiner wird zulassen, dass die deutsche Melkkuh auseinanderfällt.

    • Herr Prabel hat es ja selbst im Schlußteil als Utopie bezeichnet.
      Im Gegensatz zu Ihnen kann ich nicht in Zukunft sehen. Ich weiß schlicht nicht, was sie bringt; ich beherrsche weder die Kunst des Aus-dem-Kaffeesatz-lesen, blicke beim In-den-Karten-lesen nur wie die Sau ins Uhrwerk, bezüglich der Astrologie habe ich keinerlei Durchblick, und eine Glaskugel habe ich auch nicht.
      Ich kann aber etwas aus meiner Lebenserfahrung als ehemaliger DDR-Untertan sagen, weil meine Erinnerung noch funktioniert.
      Daß das SED-System und der Sowjetkommunismus sich innerhalb weniger Monate ins Nirwana verabschieden könnte, hätte ich damals nicht für möglich gehalten; es lag schlicht außerhalb meines Vorstellungsvermögens.
      Insofern bin ich zu einer meiner fundamentalsten Erkenntnisse gekommen: Sage niemals nie! Vieles, vielleicht sogar alles ist möglich. Nichts ist vorherbestimmt! Die Zukunft ist noch nicht geschrieben.
      Insofern bin ich neugierig auf diese Zukunft und hoffe, das bis an mein Lebensende sein zu können. Und darum sind mir Leute einfach nur suspekt, die einfach so Kraft ihrer eigenen Wassersuppe behaupten, was in der Zukunft passieren wird.

  2. »Wenn Bayern und Sachsen desertieren würden«

    Dazu bräuchte man Personen mit Rückgrat. Und wenn ich nur unseren neuen »Innenheimat Löwensprung-Bettvorleger« betrachte, frage ich mich, warum noch keine olympische Disziplin im »Maulaufreißen-Schwanzeinklemmen« eingeführt wurde.

    Deutschland kann nur noch gerettet werden durch einen Aufstand in der Justiz, indem sie nicht mehr der »Weisungsgebundenheit« folgt und statt dessen unsere ReGIERung komplett einlocht sowie Personen in Polizei und Militär vom Schlage eines Graf Stauffenberg.

  3. Artikel 146 Grundgesetz lautet:

    „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“
    Lasst die Sachsen eine eigene Vefassung schreiben und darüber abstimmen. Wird diese von der Mehrheit bestätigt, tritt sie umgehend in Kraft.Dann gilt in Sachsen die neue Verfassung und das GG ist Sachsen Geschichte, auf das sich die Völkermörder in Berlin berufen. Dazu passend eine Sezession vom Rest Deutschlands, mit Unterstützung und Anerkennung der Visegrad-Staaten.

    • Nein geht nicht, denn dann gehen uns die Reparationszahlungen aus dem WK1 verloren. Max von Baden und Erzberger waren nicht zeichnungsbefugt für den Staat!!! Lese die Verfügung über die Form der Auflassung vom 18.5.1918 und verstehe die Bedeutung, die uns verschwiegen wurde damit alle mit Hitlerscheuklappen rumlaufen – in der 146er Verfassungswahl und im Dritten Reich liegt nicht die Lösung der Deutschen Frage, siehe Tillessenurteil und die absichtlich falsche Grenziehung von Artikel 116GG. Was glaubst Du warum in Sachsen und Bayern eine Siegelrechte und Verweserwahl gelaufen ist – wir brauchen das ja nicht flächendeckend, aber wenigstens einmal pro Bundesstaat und höhere Verwaltungsbehörde bezüglich des Wahl- und Einbürgerungsrechts.

  4. Ich kann eine solche Entwicklung nur begrüßen und hätte hierbei sogar noch die Auswahl zwischen zwei Ländern meiner Vorfahren wählen zu können.

  5. Ach so, noch eine Anmerkung: Vergesst das Bruttosozialprodukt! Bei der Krise, die uns erwartet, werden die bisher sehr gefragten Produkte aus Bayern nicht mehr sooo gefragt sein. Und die Verschlechterung der Lebensbedingungen zieht auf Dauer auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nach unten. Maßstab für die Beurteilung von Autonomie-Chancen werden zukünftig Handwerk und Urproduktion sein. Die Beurteilung nach „BSP“ ist was für Lineardenker.

  6. Nichts Neues. Die Vorbereitungen der Abspaltung von der BRD wegen ständigen Rechtsbeugungen und Bündns zu CH, AT. HU, LIE. RUS laufen doch bereits seit September 2017 das Referendum in Bayern und Sachsen soll dieses Jahr noch kommen. Kuckst Du Einiges-Deutschland.com

  7. Ich würde sogar weiter denken.
    Ein Staatenbund als Monarchie Österreich – Südtirol – Ungarn – Slowakei – Böhmen – Mähren – Schlesien – Bayern – Sachsen – Baden Württenberg – Elsass, mit dem Regent Karl von Habsburg – Lothringen. Das wäre was ordentliches.

    • So ungefähr sieht das aus. Thüringen gab’s nicht auf der Karte vom 27.10.1918, die dort vorhandenen preußischen Exklaven in Thüringen mit der Drogenhandelshauptstadt Erfurt müssen sich einfach nur entscheiden, ob sie beitreten oder das kommende soziale Elend von Preußen teilen wollen. Der Drogenhandel von rot-rot-grün+Antifa hört dann über Nacht dort auf. Es gibt in Preusen auch ein paar Rufer in der Wüste, aber dort fehlt es noch am „unbeugbaren Durchsetzungwillen und der zähen Bisskraft des preußischen Leitwolfs“ und „der breiten Masse die dem Leitwolf“ folgt, hier wohl helfen nur „Einbürgerung der an Buntland Verzeifelten“.

    • K.u.K. ist ein bischen aus der Mode gekommen. Aber ein Staatenbund wird zwingend entstehen, um die Interessen der genannten Länder durchzusetzen, zumahl die Wirtschaftskraft Westeuropas deutlich nachlassen wird.

      Mit der Wirtschaftskraft wird der finanziell Anreiz verlorengehen sich für westeuropäische Wertemodelle zu verkaufen.

  8. Der Gedanke an sich hat seinen Reiz. Bin selbst Westsachse, genauer Vogtländer. Die Schreckensraute würde es treffen wie der Blitz beim Sche…. und das Scheusal wäre mit Sicherheit weg. Auch dem Brüsseler Konstrukt würde ein nicht unbedeutender Schlag verpaßt.
    Mit der Abspaltung besteht die Möglichkeit, einen neuen Staat zu proklamieren und echte Staatlichkeit zu verwirklichen. Hier stellt sich die Frage, wie ein solcher Staat organisiert sein soll. Die Demokratie ala BRiD mit ihrem Parteienfilz hat sich als nicht zielführend/brauchbar erwiesen. Allerdings wird unser 1871 vereintes Deutsches Reich weiter zerteilt, faktisch in den Stand von vor 1989 zurück versetzt. Zudem fehlen immer noch die fremd verwalteten Gebiete. Wie werden die Siegermächte reagieren? Schließlich sind wir immer noch im Besatzungszustand. Und besonders die westlichen Siegermächte werden die melkende Kuh nicht ziehen lassen. Fragen über Fragen. Aber trotzdem ein sehr interessanter Ansatz.

    • NEIN, kein neuer Staat – das ist kontraproduktiv – denke doch mal an den Bismarck’s Beistandsvertrag zur Österreich-Ungarn – der wirkt nämlich in zwei Richtungen. Nur Österreich-Ungarn kann ohne König von Preußen einen Friedensvertrag zum WK1 mit Serbien aushandeln, aber dazu muss die Eurokrise die EU und Serbien finanziell komplett planieren damit sie keine andere Wahl haben als sich bezüglich WK1 geschlagen zu geben oder vom eigenen serbischen Volk selbst plattgemacht zu werden wenn es nichts mehr zu essen und zu kaufen gibt. Allein Österreich-Ungarn hat Anspruch auf die Reparation zum WK1 und muss diese dann mit dem Deutschen Kaiserreich nach Truppenstärke teilen und jetzt ist die Frage wer dem Bündnis mit Österreich-Ungarn beitritt. Na klar die Sachsen und die Bayern, weil die haben nicht blöd auf der Stirn stehen.

  9. Wunschdenken,aber symphatisch.Ich wäre dabei.Das positive ist das nach den Visegradstaaten nun auch die nördlichen Staaten bis Holland offensichtlich die Reissleine ziehen wollen.Vielleicht gerade noch rechtzeitig denn man bereitet gerade einen Putsch gegen Orban vor.Fico in der Slovakei ist ja schon zurückgetreten worden wie zu lesen war.Ungarn,so war zu lesen,ist im Fokus des Soros und der Merkel.

  10. Ich zähle mich ebenfalls zu den Menschen, die noch ihren Verstand zu nutzen wissen, aber ich wohne in B-W. Schon allein in meinem Dorf nahe Karlsruhe wohnen ein paar weitere „Normalos“. Wir denken manchmal schon
    über’s Auswandern nach, z.B. nach Bayern. Aber vielleicht bilden sich auch einfach „virtuelle“ Länder, also Flickenteppiche. Wie auch immer, es wird etwas anderes kommen – müssen.

    • Gab es denn das heutige BW auf der Karte vom 27.10.1918 das diese Notwendigkeit bestehen würde und waren die nicht auch dem Norddeutschen Bund beigetreten? Eben! Also darf und muss Bayern bei der Einbürgerung wegen Vertrag von Kalisch 1813 mit Preußen Amtshilfe leisten – egal was die Raute in Berlin rumlabert. Wer das einmal verstanden hat, weiß was zu tun ist.

  11. Pingback: Neue Grenzen: Wie Bayern und Sachsen sich von der „Blutkanzlerin“ befreien könnten… › Die Unbestechlichen

  12. Es ist ein interessantes Szenario. Unter den gegenwärtigen Machtkonstellationen ist es sicher nicht realisierbar.
    Jedoch werden epochale Veränderungen nicht mit den jeweils aktuellen Gesetzen durchgeführt sondern nach Interessen externer Handelnder in extremen Situationen.
    Deutschland wiegt sich in scheinbarer Stabilität und vergisst, dass das Fundament aktuell äußerst gefährdet ist.
    Durch Massenmigration, Bildungsschwund, Finanz- und Eurokrise, im Gefolge eine Welt-Wirtschaftskrise, nicht zu reden von einer realen Kriegsgefahr in Europa können scheinbare Gewissheiten sehr schnell zerbrechen.
    Dann werden Überlebensinstinkte frei und Gesetze werden angepasst. Frau Merkel hat uns vorgeführt, dass bei Interessenlage das EU- und Grundgesetze keinerlei Bedeutung haben.
    Also ist die angesprochene Sezession ein absolut realistisches Planspiel, das in die Realität übergehen wird.
    Es ist in den Köpfen der Beteiligten und bedarf nur geeigneter äußerer Umstände.
    Ich gehe davon aus, dass Deutschland von den zunehmenden Sozialleistungen für Wirtschaftsmigranten, verminderter Geburtenrate, Absenkung des Bildungsniveaus, überbordende Bürokratie- und Steuerlast, Banken und €-Rettungen zügig erdrückt werden wird. Etnische und religiöse Spannungen bis hin zum Bürgerkrieg sind vorprogrammiert. Abwendung vom Zukunftsprojekt Seidenstrasse und Beibehaltung der Amerikabindung, mithin eine rückwärtsgerichtete Denk- und Handlungsweise werden ein Übriges tun. Staatliche Strukturen werden zerfallen.
    Dabei rede ich noch nicht einmal von der aktuell angeheizten Kriegshysterie, verursacht von den USA die eine Ablenkung von eigenen Zerfallserscheinungen dringend brauchen. Der fest einkalkulierte Krieg der Europäer gegen Russland soll Russland schwächen und ihnen europäische Konkurrenz vom Halse schaffen. Der positive Nebeneffekt ist die Re-Industrialisierung der US-Wirtschaft, Rüstungsindustrie und Stabilisierung des US-Dollars als Leitwährung.
    Hier kommen die Externen handelnden Akteure ins Spiel: Russen, Amerikaner und Chinesen werden den europäischen Kontinent nach eigenen Interessen umgestalten.
    Bestehende Strukturen und Gesetze sind irrelevant.
    Ein Teil der Deutschen mit funktionierenden Überlebensinstinkten werden das undenkbare versuchen und sich von diesem sterbenden Organismus Deutschland und der EU abtrennen. Allein werden sie es nicht schaffen können. Aber im Kontext einer Neuordnung ist es sehr wahrscheinlich, dass ein neuer Ost-Europäischer Staatenbund entsteht, die allseits genannte EU 2.0 unter Einbeziehung der Visagrad-Staaten und Österreichs auch im Hinblick der Verschiebung der Wirtschaftsmacht in den asiatischen Raum.

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