Kein Fernsehen mehr – aus handhygienischen Gründen


Als es die Wehrpflicht noch gab konnte man sich vor der Bundeswehr drücken: Aus vorgeschützten Gewissensgründen. Beim zwangsfinanzierten Staatsfernsehen funktoniert das leider nicht.

Die freiheitsfeindlichen Altparteien CDU, CSU, Grüne, Linke, FDP und SPD haben wie ein Mann für die Rundfunkstaatsverträge gestimmt. Einzige Ausnahme die Freien Wähler in Bayern. Damit haben die Kartellparteien auch die Zwangsgebühr für das Staatsfernsehen beschlossen.

Obwohl es immer wieder gute Gründe gibt das Zwangsfernsehen ersatzlos abzuschalten. Gerade hat ein begnadeter Künstler, den man in eine Reihe mit Veit Harlan (hatte was mit dem Jud-Süß-Film zu tun) und Leni Riefenstahl stellen kann, erneut einen Anlaß geliefert. Es handelt sich um Merkels Hoftrompeter Jan Böhmermann, der bereits das geschmacklose Gedicht über den Türkenpräsidenten im Äther verbreitet hatte.

Nun ein verunglückter Gag auf offener Bühne, als er sich nach der Berührung eines Juden die Pfoten desinfizierte. Erklärtermaßen aus Ekel. Der Beweis: Ein Video des Auftritts findet sich auf der Somuncu-DVD „Der Hassprediger: HardcoreLive!“

Ich war noch nie ein Freund der Kunstfreiheit. Was dem normalen Bürger verboten ist, sollte auch dem selbsternannten Genie nicht erlaubt sein. Aber solange es die Narrenfreiheit der Kunst noch gibt, sollte man wenigstens die Möglichkeit haben, erstklassige erstrassige kulturelle Höhepunkte zu verschmähen. Man muß ja auch nicht ins elitärversiffte Theater gehen oder mit Staatsknete produzierte Filme im Kino sehen, wenn man nicht will.

Ich habe übrigens noch was ähnliches auf Joutube gefunden. Angeblich Böhmermann in der Uniform der Partei als Führer. Wer ist der Voksgenosse links neben ihm? Kann da jemand aufklären?

Wenn das kein Beweis ist, daß die NPD mittlerweile zu 50 % eine Fakeveranstaltung des Staatsfernsehens  ist? Und alles mit meinem GEZ-Geld produziert. Ohne daß ich zugestimmt habe. Wegen jedem Kacks muß man jetzt Zettel ausfüllen, daß man einverstanden ist. Aber nicht wenn im Hauptstadtstudio nachts Braunhemden genäht werden. Ein Skandal ist das!

Wenn man das Hitler-Video sieht, hat man den Eindruck, der Führer wäre ein minder erfolgreicher Blödel-Sänger gewesen. Ein Reichskristall-Otto oder ein Auschwitz-Boning. Also, ganz so lustig war das Dritte Reich nicht. Mein Vater mußte erst zwei Jahre zum Reichsarbeitsdienst, dann sechs Jahre bei der Wehrmacht mitmachen. Vom Polenfeldzug bis zur Kapitulation. Da war die ganze Jugendzeit geklaut. Mein Onkel wurde bei einem „Unfall“ totgefahren, weil er Juden ausgeschafft hatte. Einen Einzelfall nennt man das heute. Der mit dem Nationalsozialismus natürlich nichts zu tun hatte. Keiner darf auf die Idee kommen alle Parteigenossen mit diesem bedauerlichen Ereignis pauschal in Verbindung zu bringen. Wer das doch tut, ist ein Nazi…

Der Umgang des Scheiß-Fernsehens mit der Adolf-Materie scheint unangemessen und wird dem selbstverordneten Bildungsauftrag nicht gerecht.

Merkel und das Zwangsfernsehen müssen endlich weg. ARD und ZDF abschalten.

 

8 Kommentare zu “Kein Fernsehen mehr – aus handhygienischen Gründen

  1. Ich habe auch Kollegen die bei jeder halbwegs passenden Gelegenheit kräftig gegen die böse “ Zwangsgebühr“ protestieren. Frage ich sie aber dann allein, was sie denn sehen – wenn sie was sehen, dann sind es eben doch die angeblich so verhaßten Sender von ARD und ZDF. So gut wie keiner hat Lust selbst einen guten Film mit 45 bis 60 Minuten Lebenszeit für Werbung zu bezahlen.
    Die andere Möglichkeit, ein Bezahlsender, ist ja nun wirklich keine Alternative. Soweit ich mich da auskennen (nicht gut) kostet das jedoch mehr. Und wenn die ÖR weg wären würden die Preise garantiert weiter steigen. Deshalb interessiert mich ja sehr die Vorstellung der Menschen die die ÖR abschalten wollen, wie es danach weitergehen soll. Mit RTL, Sat1, Kabel und Co oder mit dem Bezahlfernsehen der AfD?

    • Wer unbedingt den Kasper Böhmermann in Hitleruniform sehen will, kann ja weiter für den Reichsrundfunk zahlen. Aber freiwllig und vielleicht sogar verbrauchsabhängig. Technisch geht das heutzutage alles.

      • Her Prabel, haben Sie eine konkrete Antwort auf die von Ihnen zum wiederhollten Mal aufgeworfene Frage, oder ist das alles nur Stimmungsmache?
        Wie würde es nach dem von Ihnen geforderten Ende des ÖR-Rundfunks weitergehen? Bezahlfernsehen und Netflix für alle? 50€ monatlich für Sky? Jährlich einen neuen Vertrag über das günstigste Informations- und Unterhaltungsangebot? Oder haben Sie und Ihre AfD-Genossen möglicherweise, wie ich stark vermute, überhaupt keine Vorstellung vom weiter, also überhaupt keine Alternative?

  2. Bitte, bitte, bitte… Jedes Mal, wenn ich irgendwo „Zwangsgebühr“ lese, tut es mir in der Seele weh! Der Begriff verschleiert nur diesen weltweit einzigartigen Skandal! Eine „Gebühr“ zahlt man, wenn man etwas Materielles tatsächlich nutzt (na gut, nutzen kann). Eine Zwangsgebühr ist z.B. der Preis, den man für seine Kennkarte zahlen muß (also seinen „Personalausweis“), ohne die (oder den) man sonst alsbald bei irgendeiner Behörde schwer auflaufen würde. Das Gesetz zwingt zu seinem Besitz. Die Kennkarte als solche ist übrigens eine der vielen „Errungenschaften“, die wir dem einstmals real existierenden Nationalsozialismus verdanken. [Das ist eine kostenlose Info für denjenigen unter uns, der der Hitlermanie rettungslos verfallen ist.]

    Aber dieser „Rundfunkbeitrag“ ist eine faktische Steuer aufs Wohnen und sollte korrekt als ZWANGSABGABE (-BEITRAG klingt viel viel zu harmlos!) bezeichnet werden, losgelöst von jeglicher materiellen Substanz; nix mit Vorhandensein von Empfangsgeräten, weder althergebrachten noch „neuartigen“. Und wenn die Parasiten des medial-politisch-juristischen Komplexes könnten, würden sie auch noch jeden Obdachlosen damit belegen. Denn die „wohnen“, begrifflich gesehen, ja auch irgendwie!

    • Ein weltweit einzigartiger Skandal? Hans-P. , nun muß ich aber über Sie herzlich lachen.
      Hier können Sie mal was für Ihre Allgemeinbildung tun und sehen, daß Sie so schlecht überhaupt nicht dran sind.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkabgabe
      Und immer im Hinterkopf haben: nichtmal die Werbung ist umsonst, die kostet viel schöne Lebenszeit!

      • Sie begreifen es einfach nicht! Im Land der faktischen Besteuerung des Grundbedürfnisses Wohnen trifft sich die eine unangenehme deutsche Eigenschaft mit einer anderen, was schon in der Vergangenheit international für Aufsehen sorgte: Die unbarmherzige Verfolgung einer Minderheit (sprich: die das Staatsfernsehen aus prinzipiellen Gründen ablehnt und praktischen Widerstand leistet) einerseits mit der außerordentlichen Gründlichkeit des seelenlosen preußisch-deutschen Beamtenapparats andererseits (wofür sogar noch in der Welt teilweise Bewunderung gezollt wird!). Wie weiland auch noch der letzte Jude im Deutschen Reich hochgezogen wurde (gut: alle hatten sie nicht gekriegt), so wird heute auch noch den letzten „Beitragsprellern“ nachgestellt! („Beitragspreller“ – habe ich gestern erst gelesen, diese neueste Wortkreation des Polmedjur-Komplexes, die im Nordwesten des Landes aus irgendeinem sozialfaschistischen Hirn schlüpfte).
        In keinem anderen Staat dieses Globus ist es so schwer, einer staatlich erzwungenen „öffentlich-rechtlichen“ Abgabe zu entgehen, wie in der BRD! Ich habe eine ganze Menge darüber gelesen, wie der staatliche Rundfunk anderswo seine Kohle eintreibt – darüber würden sich die hiesigen GEZ-Schergen nur scheckig lachen!

  3. Man muss hier mal klarstellen, dass viele junge Leute tatsächlich nur Videospiele spielen und ihr Handy benutzen (vielleicht auch Internet-TV gucken); wenn diese jungen Leute aber als eigener Haushalt geführt werden, wird „Rundfunkbeitrag“ abkassiert.

    Und es geht auch anders, als Wikipedia das darstellt. In den Niederlanden ist der Rundfunk zwar steuerfinanziert, aber es gibt verschiedene Rundfunkanstalten mit verschiedener weltanschaulich-politischer Ausrichtung; schließt man sich z.B. dem evangelikalen EO an, erhöht das den Sende- und Steueranteil, den der EO bekommt. Der Zuschauer hat also einen Einfluss.

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