Ein kompetenter Blick in amerikanische Ränkespiele

Es geht um „America first“ versus „One World“. Trump gegen die amerikanischen Medien, gegen das arrogante Hollywood und gegen die Herrschaft von wenigen Superreichen. Geld ist seit Trump nicht mehr das Ein und Alles in amerikanischen Wahlkämpfen. Der recht wohlhabende Michael Bloomberg hat gerade 700 Millionen $ – vornehmlich für Fernsehwerbung – in den Sand gesetzt, um im Vorwahlkampf der Demokraten lächerliche 55 Delegierte von 3.981 zu keilen. 2016 soll Hillary Clinton im Präsidentschaftswahlkampf fast das doppelte Budget verblasen haben, als ihr Konkurrent Trump, 1,3 Milliarden $. Etwas mehr als ein Pappenstiel, selbst in Multimilliardärskreisen, wo es auf den Pfennig nicht ankommt. Man kann nicht mehr alle Amis kaufen, die werden unberechenbarer.

Seit vier Jahren werden wir von den deutschen Lügenmedien über die Vorgänge in den Vereinigten Staaten rund um die Wahl, Inaugurierung und die gescheiterte Absetzung von Präsident Trump desinformiert. Anfangs sah es so aus, daß die deutschen Hoftrompeter des Globalismus unkritisch Informationen der trumpfeindlichen amerikanischen Ostküstenpresse übernommen haben. Derzeit weiß man abstruserweise eigentlich nicht mehr, wer von wem abschreibt: Die Washington Post vom SPIEGEL oder umgekehrt.

Schon der Wahlkampf 2016 selbst war schmutzig. Hillary und Barack setzten viele administrative Hebel an, um Trump zu schaden. Insbesondere wurde von den Sicherheitsbehörden immer wieder erfolglos nach Liebesgrüßen aus Moskau an das Trump-Team gefahndet, und wenn nichts gefunden wurde, wurden unbewiesene Behauptungen an die Medien durchgestochen. Umgekehrt wurde der auf dem privaten Laptop eines Sexsüchtigen gefundene Nachrichtenverkehr von Frau Clinton – damals immerhin Secretary of State – nicht aufgearbeitet. Jetzt liegt deutschsprachig eine minutiöse Analyse der medialen und administrativen Angriffe auf Donald Trump vor.

Der Autor Helmut Roewer weiß, wie Sicherheitsbehörden gestrickt sind und kennt grundlegende Mentalitäten und Arbeitsweisen von Beamtenapparaten.  Im Bundesinnenministerium war er Ministerialrat im Bereich Verfassungsschutz. 1994 wurde Roewer zum Präsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes bestellt, den Posten bekleidete er bis 2000. Die dabei erworbene Expertise merkt man dem Buch: SPYGATE Der Putsch des Establishments gegen Donald Trump an. Die Darstellung ist mit hunderten Quellenhinweisen sauber hinterlegt, Folgerungen sind nachvollziehbar und Vermutungen des Autors als solche gekennzeichnet. Dort wo alle um die Wette durcheinanderlügen, helfen dem Autor die Grundsätze der Wahrscheinlichkeitsbetrachtung. Der bienenfleißige Rechercheur Roewer ist gegenwärtig ohne Zweifel der blickigste deutschsprachige Beobachter Washingtons.

Das Buch liest sich flüssig. Die 168 Seiten habe ich an einem Tag geschafft, ohne zwischendurch das Verlangen nach einem Schläfchen verspürt zu haben. Es ist ein Politkrimi ohne Längen. In Roewers Sudelbuch habe ich gerade einen Eintrag zu Podcasts gefunden: „Warum soll ich mir 30 Minuten Gequatsche antun, wenn ich den Inhalt der Darbietung in 30 Sekunden Lektüre erfassen könnte?“ Roewers Buch ist komprimiert, viele politische Volten erfaßt man im Buch in weniger als 30 Sekunden. Wer Langschweifigkeit und Abwege sucht, ist bei Roewer falsch, es geht strictly am roten Faden entlang.

Derzeit sieht es danach aus, als würde Obamas Ex-Vize Joe Biden der demokratische Gegenkandidat von Donald Trump werden. Ein Kandidus, der vom linken Flügel der Demokraten verachtet, wenn nicht gehaßt wird. Bernie Sanders wird ihn nicht unterstützen, ebensowenig wie „the squad“, das sind vier moslemisch bzw. salonbolschewistisch eingenordete Damen, die den amtierenden Präsidenten zum Beispiel in nahöstlicher Manier als Hurensohn titulierten.

Joe Biden hat zudem einen alten und schweren Klotz am Bein, den Roewer in „Spygate“ erwähnt: „Hunter Biden, der hoffnungsvolle Sohn des Vizepräsidenten, hatte seit 2014 riesige Einkünfte aus dem ukrainischen Gaskonzern Burisma eingestrichen. Bei diesen wird infrage gestellt, dass Biden jun. hierfür irgendeine Gegenleistung erbrachte und, falls doch, ob diese legal war. Jedenfalls wollten die Korruptionsstaatsanwälte der Ukraine das genauer wissen. Biden sen. war mit nachvollziehbaren Gründen dagegen. Er setzte sich damit durch, indem er dem ukrainischen Staatspräsidenten offenbarte, er werde einen anstehenden Milliarden-Dollar-Kredit verhindern, wenn nicht der Generalstaatsanwalt sofort in die Wüste geschickt werde. So geschah es dann auch.“ Der Staatspräsident war damals noch der mit Geldern von Soros György und dessen Kampagnenteam an die Macht gebrachte Petro Poroshenko.

SPYGATE ist ein kenntnisreicher Führer durch amerikanische Politik, ihre ruppigen Methoden und oft zwielichtigen Akteure, und damit auch durch viele Aspekte des bevorstehenden Wahlkampfs.

 

Grüße an den Verfassungsschutz.