Weiteres Update zum Shut-Town

Ja, liebe Leser ich habe es mal bewußt anders geschrieben, es ist kein freudscher Versprecher, denn die Städte sind von CDU und SPD im besonderen Maß zum Abschuß freigegeben worden.

Der Welthandel kommt nicht vom Fleck. Die Frachtraten der Container- und Massengutschiffe sind nach wie vor am Boden. Der Durchschnittsindex BDI lag über die Jahre bei tausend, im Februar sank er auf 400, hatte sich im März auf 600 erholt und betrug heute 518 Punkte. China arbeitet wieder, aber das allein nutzt nichts. Es scheint eine etwas längere Flaute im Fernhandel zu beginnen, man ist auf der sicheren Seite, wenn man annimmt, daß die deutschen Exporte schwächeln werden. Nicht nur auf der Seidenstraße.

Es wird viel gemutmaßt, ob ein Jemand mit Schlitzaugen oder einer aus dem Davosumfeld die Pandemie absichtlich herbeigeführt hat. Ich vermute, es war Schlamperei und nicht Absicht, denn es wird letzlich keine Profiteure der Krise geben. Sogar Melinda Gates hat einen Nachteil: Ihr Ruf und der ihres Mannes ist im Eimer. Sie stehen jetzt gesellschaftlich auf einer Stufe mit Soros György und Al Capone. Wenn man sich fragt, wem die Krise nutzt, dann hätte Jeff Bezos von Amazon das Virus verbreiten müssen, aber das traue ich ihm trotz aller Schurkerei doch nicht zu.

Das Vertrauen in das Papiergeld ist angesichts der Geldschwemme begrenzt. Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn von 1.400 auf knapp 1.600 € pro Unze gestiegen, der Bitcoin von 6.400 auf fast 9.200. Der Bargeldumlauf hat deutlich zugenommen und erreicht fast 300 Mrd. €.

Der „normale“ Stromverbrauch liegt im Mai in der werktäglichen Spitzenstunde mittags bei etwa 74,5 GWh/h. Der tatsächliche ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

10.03.2020 Di 81,6 GW
13.03.2020 Fr 83,4 GW
17.03.2020 Di 79,9 GW
20.03.2020 Fr 71,6 GW
24.03.2020 Di 75,4 GW
27.03.2020 Fr 71,1 GW
31.03.2020 Di 70,3 GW
03.04.2020 Fr 72,0 GW
07.04.2020 Di 71,3 GW
10.04.2020 Fr 59,9 GW Karfreitag
14.04.2020 Di 68,7 GW
17.04.2020 Fr 71,2 GW
21.04.2020 Di 76,9 GW
24.04.2020 Fr 71,5 GW
28.04.2020 Di 68,7 GW
01.05.2020 Fr 57,0 GW Erster Mai
05.05.2020 Di 71,7 GW
08.05.2020 Fr 71,7 GW

Der Tiefpunkt der Produktion war offensichtlich in den beiden Wochen nach Ostern erreicht. Seitdem ist ein langsames Wiederanfahren vieler Betriebe zu verzeichnen.

Eins wird immer klarer: Die Luftfahrt, die Gastronomie und die Hotellerie sind eigentlich pleite. Ein Bekannter aus der Hotelbranche sagte mir mal, daß er eine Auslastung von 68 % braucht, um seinen Kredit zu bedienen. Das ist so der Durchschnitt. Auch in der Gastronomie dürfte es ähnlich aussehen. Wer eine Küche betreibt, braucht einen Mindestdurchsatz oder die Wirtschaft ist so klein, daß der Wirt selbst die Würstchen warm macht. „Bock-Majo“ nannte sich ein beliebtes Gericht in der Russenzeit, ein anderes hieß „O-Suppe“ (O für Ochsenschwanz). Eine junge Dame betreibt einen Getränkeausschank ganz alleine. Die könnte durchhalten, wenn Alkohol derzeit bei den Machthabern nicht so umstritten wäre. Ein anderer Freund hat eine Wurstbraterei an einer Bundesstraße und schmeißt den Laden auch selbst. Er hat derzeit reduzierten Umsatz, ist aber nicht existenzgefährdet, weil seine Holzbude nicht furchtbar teuer war und die Gemeinde für den Standplatz nicht den Mond verlangt.

Es wird auch nach der Kóronaaufregung Angebote geben, allerdings kaum in teuren Mietobjekten, kaum mit aufwändigem Service und vielleicht etwas teurer.  Das Gewerbe-, Arbeits-, Verkehrs- und Steuerrecht muß vermutlich auf den Stand der 50er Jahre resettet werden, um wieder etwas Leben in die Städte zu bringen.

Ich perfektioniere derweilen notgedrungen meine Kochkunst. Einen gewissen Quantensprung habe ich noch mal mit Szoki Konyaha (Zokis Küche) hinbekommen. Insbesondere was die Nutzung des Backofens betrifft. Schleck-Schmatz! Ein Tip für Gartenfeste: Georgy Kavkaz hat beim Braten auf dem Rost, in irdenen Spezialtöpfen oder auf dem Lagerfeuer viele Kenntnisse auf der Pfanne. Seine Kinder werden nicht mit Gemüse gequält.

Die Frau muß jetzt notgedrungen wieder an den vielgeschmähten Herd. In Skandinavien war mir das schon vor Jahren aufgefallen. Da gibt es kaum Gaststätten. Frauen, die nicht selber kochen, gelten dort als Huren.

Was mir auffällt: Viele Statistiken sind alles andere als Just-in-time. Hier tut sich für die Regierung ein dankbares Feld der Betätigung auf, um die Datengewinnung zu beschleunigen und damit beim Regieren vom Blindflug in den instrumentengestützten Status zu wechseln.

 

Grüße an den V-Schutz. Ihr müßt noch viel mehr und viel schneller melden!